06.02.2009, 16:30 Uhr | pcwelt.de, t-online.de
Microsoft-Chef Steve Ballmer rät von Windows Vista ab. (Foto: dpa)Das ist ein dickes Ding: -Chef Steve Ballmer rät Unternehmen, von direkt auf zu wechseln. Dabei verkauft der Software-Riese mindestens noch ein Jahr lang . Microsoft hat offenbar Vista selbst schon abgeschrieben. Kein Wunder, scheint sich das aktuelle System doch zum unbeliebtesten Windows aller Zeiten zu entwickeln.
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Microsoft-Ballmer forderte Unternehmen laut Medienberichten auf, nach der Veröffentlichung von Windows 7 dem alten XP sofort den Rücken zu kehren. Andernfalls drohe ihnen Ungemach seitens ihrer Mitarbeiter, wie das Internet-Magazin Winfuture am Freitag berichtete. "Wenn man heutzutage ein vier bis fünf Jahre altes Betriebssystem einsetzt, werden sich die Angestellten fragen, weshalb der Chef nicht auf das System umsteigt, das sie auch zu Hause nutzen", soll Ballmer gesagt haben. Will der Microsoft-Chef etwa kein Vista mehr verkaufen? Bis zur Veröffentlichung von Windows 7 gehen noch etliche Monate ins Land - Insider rechnen mit einem Verkaufsstart kurz vor Weihnachten 2009.
Das kommende Betriebssystem Windows 7 soll erfolgreicher werden als Windows Vista - nicht nur bei Privatkunden, sondern auch in Unternehmen. Diese sind bislang nur selten zum XP-Nachfolger gewechselt und haben stattdessen auf das alte Windows gesetzt. Das erwies unlängst eine Umfrage der Marktforscher von Forrester Research unter 962 IT-Entscheider aus den USA und Europa.
Die Taskbar von Windows 7 erhält neue Vorschaufunktionen. (Foto: Microsoft)
Auf die Frage, welches Betriebssystem sie für Business-PC favorisieren, ergab sich ein eindeutiges Ergebnis. Demnach befindet sich Windows XP auf 71 Prozent aller Business-Computer im Einsatz. 15 Prozent der Befragten wollen mit dem Umstieg auf Windows 7 warten und Vista somit überspringen, was den jüngsten Empfehlungen Steve Ballmers entspräche. 22 Prozent haben mit Vista überhaupt keine Pläne. Sechs Prozent der Entscheider beschäftigen sich derzeit nicht mit dieser Frage.
Das Apple-System MacOS X kommt übrigens auf drei Prozent der Business-PC zum Einsatz. Der Veteran Windows 2000 kann sich immerhin noch zehn Prozent der PCs behaupten - hier handelt es sich sicherlich um Oldie-Rechner, die immer noch ihre Dienste vielleicht als Fileserver oder für Routine-Funktionen verrichten. Linux kommt bei den Business-PC auf immerhin zwei Prozent, wobei die Server natürlich nicht dazu gerechnet wurden - sonst hätte das quelloffene Betriebssystem einen erheblich größeren Marktanteil.
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