16.10.2009, 16:44 Uhr | Andreas Lerg
Microsoft veröffentlicht neue Sicherheitsupdates für Windows. (Montage: t-online.de)Patch-Wahnsinn bei Microsoft: Der Software-Riese hat sein bisher umfangreichstes veröffentlicht. Insgesamt wurden 13 Update-Pakete geschnürt, die zahlreiche als kritisch eingestufte Sicherheits-Lücken schließen. Satte 34 Lecks müssen von Nutzern in allen Versionen von Windows, aber auch von und dem mit den neuen Patches geschlossen werden. Denn Hacker nutzen Einige bereits aus.
Am umfangreichsten monatlichen Patch-Day aller Zeiten veröffentlichte Microsoft 13 Updates gegen insgesamt 34 Sicherheits-Lücken in unterschiedlichen Programmen. Die Lage ist dabei heikel: Microsoft bewertet acht Lücken als "kritisch" und fünf immerhin als "wichtig". Die kritischen Lücken sind in vor allem in aktuellen Windows Versionen, aber auch im Internet Explorer ab Versionen 6 oder auch in Office-Anwendungen zu finden. Anwender der jeweiligen Software sollten die neuen Patches umgehend herunterladen und installieren.
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Als kritisch gelten Sicherheits-Lücken dann, wenn darüber Schadcode auf dem Computer einschleusen oder das System anderweitig manipulieren und unter ihre Kontrolle bringen können. So schließt der Patch MS09-055 eine derzeit aktiv von Hackern ausgenutzte Schwachstelle in der Systemkomponente ActiveX. Allein der Besuch einer manipulierten Internetseite kann dazu führen, dass Hacker die Kontrolle über den PC übernehmen. Auch das Update für den Windows Media Player (MS09-05) sollte umgehend installiert werden, da Microsoft mittlerweile Angriffe auf die entsprechende Sicherheits-Lücke bestätigt hat.
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Für verschiedene Versionen von Windows inklusive dem neuen Windows 7 stehen mehrere kritische Sicherheitsupdates zur Verfügung. Ein weiteres Update (MS09-062) behebt einen Fehler in der Verarbeitung von Bilddaten. Ohne diesen Patch können manipulierte Bilddateien bei der Betrachtung ebenfalls Schadcode einschleusen. Es genügt bereits, wenn Sie ein solches Bild auf einer Internetseite betrachten. Von dieser Lücke ist neben dem Betriebssystem selbst auch Software wie Microsoft Office und der Internet Explorer betroffen.
Für alle Versionen des Internet Explorers gibt es ein kumulatives Update (MS09-054), das drei Schwachstellen repariert. Alle drei können von Cyber-Kriminellen genutzt werden, um Schadcode auf den Computer einzuschleusen und ihn dann fernzusteuern. Diese Lücken sind sogar schon in der mittlerweile uralten Version 5 des Microsoft-Browsers vorhanden. Auch das Update MS09-052 stopft Lücken im Windows Media Player, die ebenfalls das Ausführen von schädlichem Code erlauben. Den Schadcode fangen Sie sich mit manipulierten ASF-Mediendateien ein, sobald Sie diese abspielen.
Microsoft rüstet mit dem Update außerdem auch sein Tool zum Entfernen bösartiger Software auf. Diese Software erkennt jetzt noch mehr Viren und Würmer. Es empfiehlt sich, die von Microsoft am monatlichen Patch-Day veröffentlichten zu installieren, um Ihren Computer zu schützen. Hacker und Cyber-Gangster werden immer professioneller. Sie nutzen neue Lücken und Schwächen im Betriebssystem und den Anwendungen aus. Daher sorgen die regelmäßigen Updates und Patches dafür, dass Sie bekannte, gefährliche Hintertüren zusperren können.
Andreas Lerg
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