13.01.2010, 09:36 Uhr | Andreas Lerg
Update-Alarm: Microsoft veröffentlicht neue Sicherheitsupdates für Windows. (Quelle: t-online.de)
Microsoft schließt an seinem aktuellen monatlichen Patchday nur eine Sicherheits-Lücke in Windows. Diese Schwachstelle wird allerdings nur für alte Windows-Versionen Lücke als kritisch eingestuft. Konkret klafft die Lücke bei der Verarbeitung von in Internetseiten eingebetteten Schriftarten. Andere Probleme bleiben derzeit unberücksichtigt.
Das Update MS10-001 schließt eine Sicherheits-Lücke, die einen Angriff auf den Computer über manipulierte Schriftarten ermöglicht. Diese können in Dokumenten und auf Internetseiten eingebettet sein. Wird das Dokument geöffnet oder die Seite geladen und dabei die eingebettete Schrift dekomprimiert, wird auf ungepatchten Systemen Schadcode eingeschleust. Microsoft stuft dieses Problem allerdings nur für Windows 2000 als "kritisch" ein. Für Windows XP, Windows Vista und Windows 7 gilt die Gefährdung als "niedrig". Dennoch wird allen Nutzern empfohlen, den Patch zu installieren.
Microsoft rüstete am Patchday außerdem sein Tool zum Entfernen bösartiger Software (MSRT) auf. Diese Software erkennt und entfernt jetzt noch mehr Viren und Würmer. Es empfiehlt sich, die von Microsoft veröffentlichten Sicherheits-Updates zu installieren, um Ihren Computer zu schützen. Hacker und Cyber-Gangster werden immer professioneller. Sie nutzen neue Lücken und Schwächen im Betriebssystem und den Anwendungen aus. Daher sorgen die regelmäßigen Updates und Patches dafür, dass Sie bekannte, gefährliche Hintertüren zusperren können.
Aktuell warnt Microsoft noch vor neuen Sicherheitsproblemen im Adobe Flash Palyer von Windows XP. Das Programm ist ein fester Bestandteil des Internet Explorers 6 und wird praktisch bei jeder Neuinstallation von XP mitinstalliert. Sofern noch der alte Browser mit Flash 6 genutzt wird, empfiehlt Microsoft den raschen Wechsel auf die neueste Ausgabe des Browser-Plugins.
Weiterhin unberücksichtigt bleibt eine gefährliche Sicherheitslücke im Internet Explorer. Durch die Lücke im Cross-Site-Scripting-Filter können Web-Surfer sogar über vertrauenswürdige Internet-Seiten angegriffen werden. Betroffen seien vor allem Social-Networking-Seiten, Web-Foren sowie Google Apps und Wikis. Allein Google hat eigenen Angaben zufolge Maßnahmen ergriffen, um sich vor diesem Problem zu schützen, dass bei Microsoft schon mehrere Monate bekannt sein soll. Microsoft schweigt aber bisher zu diesem Problem.
Andreas Lerg
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