28.06.2011, 13:56 Uhr | Andreas Lerg, Sascha Plischke
Microsoft testet "Super-WiFi". (Grafik: t-online.de)
Microsoft arbeitet an einem neuen Funkstandard. Super-WiFi nutzt alte Rundfunkfrequenzen, die nicht mehr für Radio und Fernsehen benötigt werden. In Großbritannien starten am Mittwoch die ersten Feldversuche mit der Technologie. Super-WiFi unterscheidet sich dabei grundlegend von dem kommenden Mobilfunkstandard LTE.
Wie die britische Financial Times berichtet, hat Microsoft für dieses Technologie ein Konsortium gegründet, dem sich bereits die britische Telefongesellschaft British Telecom, die Rundfunkanstalt BBC und der Pay-TV-Anbieter British Sky Broadcasting angeschlossen haben. Super-WiFi ist kein neuer Standard für das Netzwerk zuhause, sondern soll vor allem der mobilen Internet-Anbindung von Smartphones und Tablet-PC dienen.
Während Microsoft an seinem Firmensitz im amerikanischen Redmond bereits ein Super-WiFi-Netz testet, startet am Mittwoch der erste Feldversuch im britischen Cambridge. Bei diesen Tests überprüft Microsoft, ob die weitläufige Nutzung der brachliegenden Rundfunkfrequenzen die Fernsehsignale auf benachbarten Frequenzen stört. Läuft der Betrieb störungsfrei, sollen Versuche in weiteren europäischen Ländern folgen. Doch da müssen die jeweiligen Regulierungsbehörden zustimmen. Microsoft spricht derzeit mit den Regulierungsbehörden in Japan und Singapur.
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Über die maximale Bandbreite von Super-WiFi hat Microsoft bisher keine Auskunft gegeben, diese wird in den Feldversuchen in Cambridge ausgetestet. Dan Reed, bei Microsoft für neue Technologien und Strategien zuständig, erklärte der Financial Times: "Die ungenutzten Rundfunkfrequenzen bieten ein enormes Potenzial, um die Vorteile der drahtlosen Konnektivität über neu geschaffenen Super-WLAN-Netzwerke zu viel mehr Menschen und in mehr Orte zu bringen." Mit dem neuen Super-WLAN werde laut Reed aber keine landesweite Netzabdeckung realisiert. Es gehe vor allem darum, bisher unterversorgte Städte, Orte und Landstriche zu versorgen, ohne Kabel verlegen zu müssen. So will das Konsortium um Microsoft in Großbritannien beispielsweise Inseln im Norden von Schottland mit Breitbandinternet versorgen.
Eine ähnliche Strategie wird derzeit in Deutschland mit LTE verfolgt, mit der zunächst unterversorgte Regionen an das schnelle Internet angeschlossen werden. Technisch unterscheidet sich Super-WiFi von LTE vor allem durch die Art der drahtlosen Verbindung. Während es sich bei LTE um einen Mobilfunkstandard handelt, der eine Verbindung auch dann ermöglicht, wenn sich das empfangende Gerät bewegt, versorgt Super-WiFi vor allem relativ stationäre Empfänger, die sich nur innerhalb eines begrenzten Gebiets bewegen. Der Vorteil von Super-WiFi liegt dabei in den Kosten für den Betreiber. Die genutzten Frequenzen sind im Gegensatz zu Mobilfunkfrequenzen kostenlos. Außerdem erfordert Super-WiFi weniger Funkstationen als ein Mobilfunknetz, das für jede Empfangszelle einen oder mehrere Sendemasten benötigt. Zwei Super-WiFi-Basisstationen sollen ausreichen, um eine Fläche von zwei Quadratkilometern mit Internet per Funk abzudecken.
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Quelle: t-online.de
Stromerzeuger schrieb:
am 28. Juni 2011 um 17:46:24
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SWL,LTE, GTI und RSI
@Martin. Du bist wohl auch einer der denkt wenn was neues kommt dann muss das billiger sein als das alte. Hast Du schon
mal erlebt, das ein Preisvorteil wirklich an den Kunden weitergegeben wurde? Tagträumer, sonst wären es keine Unternehmer, dann wären es heilige Samariter. Alles neue das auf den Markt kommt, kommt doch nur deswegen um den Leuten die Kohle aus der Tasche zu ziehen. Es ist erschreckend wie naiv viele (sehr viele) Leute sind.
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frank (feldtester im mobilfunk) schrieb:
am 28. Juni 2011 um 17:38:37
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strahlung
es gibt bis heute zwar untersuchungen wo behauptet wird das strahlung durch elektronik schädlich sei .- nur kann man nicht davon
reden das diese wissenschaftlich fundiert sind - denn auftraggeber und auftragnehmer gehören oft zusammen. Wissenschaftlich fundierte ergebnisse, die eindeutige beweise liefern gibt es nicht - es sind bisher vermutungen.
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SD schrieb:
am 28. Juni 2011 um 17:09:44
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Super- Wlan
Ich stimme "Rocco" voll zu. Wie soll das weitergehen, wenn unsere Umgebung mit immer mehr Funkwellen "zugemüllt"
wird. Wlan, UMTS, LTE, Super-Wlan,... was kommt als nächstes? Hauptsache immer schneller, besser und vor allem billig. Sollen die doch Kabel verlegen. Dann zahle ich lieber mehr, als mich verstrahlen zu lassen. "Handystrahlung ist unbedenklich", sagen alle. Ja, wer´s glaubt, macht nur weiter so... und die Krebsraten werden noch weiter steigen!
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