29.03.2010, 13:17 Uhr | pcwelt.de
Der All-In-One-PCMedion Akoya E1011 überrascht im Test durch seine Hardware-Komponenten: Üblicherweise bedienen sich die Hersteller von günstigen All-In-One-PC in der Preisklasse unter 600 Euro bei Intels Atom-CPU und kombinieren diese mit dem GMA-950-Chipsatz. Nicht so Hersteller Medion: Die Notebook-CPU AMD Sempron 210U in 65-Nanometer-Bauweise bringt in Verbindung mit AMDs Chipsatz RS690 zwar eine recht gute Leistung – allerdings ist auch der Energieverbrauch etwas höher. Der Medion Akoya E1011 kostet etwa 600 Euro.
Ausstattung
Der Medion Akoya E1011 im schwarz glänzenden Gehäuse hat ein entspiegeltes 18,5-Zoll-Display ohne Touchscreen. In den Chipsatz integriert ist der Grafikchip AMD Radeon Xpress 1250. Außer bei CPU, Chipsatz und Grafik zeigt der All-In-One-PC im Test weitere Modifikationen gegenüber der Konkurrenz: Der Arbeitsspeicher ist 2 GB groß und die Festplatte fasst 320 GB. Üblicherweise bieten die Hersteller von günstigen All-In-One-PC hier nur die Hälfte. Der DVD-Brenner TSST SN-S083B liest und beschreibt alle CD- und DVD-Formate inklusive DVD-RAM. Uneinheitlich zeigt sich der Medion Akoya E1011 bei der Netzwerk-Konnektivität: Der Ethernet-Controller unterstützt nur Fast Ethernet 10/100, das integrierte WLAN-Modul funkt aber nach dem aktuellen Standard 802.11n. Dank Funktastatur und -maus müssen Sie bei der Medienwiedergabe nicht direkt vor dem Medion Akoya E1011 sitzen.
Die meisten Anschlüsse hat der Medion Akoya E1011 auf der linken Gehäuseseite: 3 USB-Buchsen, Firewire-Port und drei analoge Audioanschlüsse umrahmen den Kartenleser für die Formate SD, MMC, MS und XD. Medion hat auf der rechten Gehäuseseite außer dem optischen Laufwerk keine Anschlüsse untergebracht und auch auf der Rückseite des All-In-One-PC sieht es recht leer aus. Drei USB-Buchsen, eine Öffnung für ein Kensington-Schloss und der Stromanschluss – mehr gibt es nicht, insbesondere keine Video- oder TV-Schnittstelle. Da Tastatur und Maus einen gemeinsamen Funkempfänger haben, geht hierfür allerdings nur ein USB-Anschluss verloren.
Windows Vista Home Premium ist vorinstalliert, es handelt sich dabei um die 32-Bit-Variante. Zusätzlich zur beiliegenden Recovery-DVD erhalten Sie einen Gutschein für Windows 7. Die restliche Softwareausstattung ist – wie von Medion gewohnt – reichhaltig: Microsoft Works 9, Cyberlink Power2Go und Bullguard Internet Security V2 sind installiert. Nach dem ersten Hochfahren des Medion Akoya E1011 nerven leider wieder diverse Google-Tools, die auf eine Bestätigung des Lizenzvertrags warten und die Arbeitsgeschwindigkeit des PC in den ersten Minuten verlangsamen.
Tempo
Der All-In-One-PC Medion Akoya E1011 zeigt im Benchmark 3D Mark 06 zwar bei weitem keine flüssige Wiedergabe, das Ergebnis von 279 Punkten ist immerhin um mehr als 300 Prozent besser als das der Konkurrenten mit Intels Single-Core-Atom. Konkurrenten mit Dual-Core-Atom liegen bei etwa 143 Punkten. Deutlich besser schneiden dann allerdings die All-In-One-PC mit Intel Core 2 Duo ab – die Ergebnisse beginnen hier bei etwa 1000 Punkten. Unter PC Mark 05 erreicht der Medion Akoya E1011 ein Ergebnis von 1805 Punkten. Damit ist – im Gegensatz zu All-In-One-PC mit Atom-CPU – auf dem Medion Akoya E1011 auch die Bearbeitung größerer Bilddateien und der Schnitt von Videos in PAL-Auflösung möglich.
Ergonomie
Die bessere Rechenleistung des Medion Akoya E1011 schlägt sich in einem geringfügig höheren Stromverbrauch nieder: All-In-One-PC mit Atom-CPU verbrauchen im Desktop-Modus zwischen 26 und 40 Watt, beim Medion Akoya E1011 sind es 45 Watt. Unter Volllast zieht der Medion Akoya E1011 knapp 60 Watt aus der Steckdose, bei der Atom-Konkurrenz sind es zwischen 33 und 50 Watt. Übermäßig hoch ist allerdings der Stromverbrauch im Standby-Modus mit 4 Watt: Andere All-In-One-PC genehmigten sich im Test hier eher 2,5 bis 3 Watt.
Eine echte Blöße gibt sich der Medion Akoya E1011 dann allerdings in der Schallmesskammer: Das Rauschen der Lüfter ist bereits im Desktop-Modus recht laut – das Messgerät zeigt 27,5 dB(A) an. Unter voller Last ist die Festplatte mit einem hörbaren Knattergeräusch vernehmbar: 31,7 dB(A) sind die Quittung. Das ist das lauteste jemals von uns gemessene Betriebsgeräusch bei einem All-In-One-PC. Bereits sechs All-In-One-PC im Test schafften es, in dieser Disziplin unter 21 dB(A) zu bleiben – an ein Medienwiedergabegerät kann man die Forderung nach einem leisen Betrieb also zu Recht stellen.
Das Display ist mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 189,11 cd/m2 recht hell, die durchschnittliche Helligkeitsabweichung ist mit 7,06 cd/m2 moderat. Zum Rand hin weist das Display kaum Helligkeitsverluste auf. Die Helligkeitsverteilung ist mit 80,91 Prozent in Ordnung.
Fazit Medion Akoya E1011
Ein schickes Design, das helle Display und die Softwareausstattung gehören beim All-In-One-PC Medion Akoya E1011 im Test zur Kernkompetenz. Festplattenkapazität und Arbeitsspeicher sind reichlicher bemessen als bei anderen All-In-One-PC mit Nettop-Komponenten. Die Rechenleistung des Medion Akoya E1011 ist besser als bei den Konkurrenten mit Intels Atom-CPU, dafür ist allerdings auch der Stromverbrauch etwas höher. Der veraltete Fast-Ethernet-Controller und das viel zu laute Betriebsgeräusch trüben allerdings den ansonsten positiven Gesamteindruck.
Alternativen
Der Business-PC Wortmann Terra All-In-One-PC 1900 liegt bei Arbeitsspeicher und Festplattenkapazität gleichauf, ist aber 30 Euro günstiger. Dafür ist er schwächer bei der Rechenleistung.
All-in-One-PC | |
Medion Akoya E1011 | |
Gesamtnote | gut (2,16) |
Testkategorie | All-In-One-PC bis 600 Euro |
All-In-One-PC-Hersteller | Medion |
Medions Internetadresse | |
Preis | rund 600 Euro |
Medions technische Hotline | 01805/633466 |
Garantie des Herstellers | 36 Monate |
Medion Akoya E1011 | |
BEWERTUNG (0-100 Punkte) | |
Tempo (30%) | 59 |
Ausstattung (20%) | 100 |
Handhabung (20%) | 74 |
Ergonomie (20%) | 20 |
Service (10%) | 100 |
Gesamtwertung | 71 von 100 |
Preis-Leistung | günstig |
Medion Akoya E1011 | |
TESTERGEBNIS | |
Benchmarks | |
PC Mark 05 | 1805 PC-Marks |
PCMark05 CPU | 2017 Punkte |
PCMark05 Memory | 2426 Punkte |
PCMark05 Graphics | 661 Punkte |
PCMark05 HDD | 6188 Punkte |
3D Mark 06 | 279 3D-Marks |
3D-Mark 06 SM 2.0 | 130 Punkte |
3D-Mark 06 HDR/SM3.0 | 0 Punkte |
3D-Mark 06 CPU | 562 Punkte |
Cinebench 10 Rendering 1 CPU | 1148 Punkte |
Cinebench 10 Rendering X CPU | 0 Punkte |
Cinebench 10 Rendering OpenGL | 499 Punkte |
Stromverbrauch | |
Betrieb | 45,0 Watt |
Last | 59,9 Watt |
Standby | 4,0 Watt |
Shutdown | 3,1 Watt |
Aus | 3,1 Watt |
Betriebsgeräusch | |
Ruhe | 27,5 dB(A) / 0,9 Sone |
Last | 31,7 dB(A) / 1,2 Sone |
Display | |
Max. Helligkeit | 220 cd/m² |
Min. Helligkeit | 178 cd/m² |
Durchschn. Helligkeit | 189 cd/m² |
Helligkeitsverteilung | 81 % |
Max. Kontrast | 815:1 |
Medion Akoya E1011 | |
TECHNISCHE DATEN | |
Hauptplatine | MEDIONPC |
Chipsatz | AMD RS690/RS690M, ATI SB600 |
Prozessor | AMD Sempron 210U (1x 1,50 GHz) |
Arbeitsspeicher | 2048 MB |
Grafikchip | AMD Radeon Xpress 1250, 128 MB (shared Memory) |
Festplatte | 1x Hitachi HDT721032SLA360; 320,0 GB |
optisches Laufwerk | nein |
Brenner | DVD-Brenner (unterstützte Medientypen: DVD+R/+R DL/-R/-R DL/+RW/-RW/-RAM, Tempo: 8-/6-/8-/6-/8-/6-/5fach) |
Betriebssystem | Windows Vista Home Premium 32-Bit |
Office-Paket | MS Works 9 |
Brennprogramm | Cyberlink Power2Go |
Kommunikation | |
Netzwerkkarte | ja (10/100) |
WLAN | ja (802.11n) |
Bluetooth | nein |
Kartenleser | ja (SD/MMC/MS/XD) |
Schnittstellen Peripherie | 1x IrDA, 6x USB, 1x Firewire |
Schnittstellen Video | keine |
Schnittstellen Audio | |
Mikrofon | 1 |
Kopfhörer | - |
Line-In | 1 |
Line-Out | 1 |
S/P-Dif in | - |
S/P-Dif out | - |
Quelle: PC-Welt
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