10.03.2010, 16:45 Uhr | Andreas Lerg
Die Abzocke mit falscher Virensoftware ist mittlerweile das lukrativste Geschäft für Online-Kriminelle. Täglich sorgen eine Million Opfer des Scareware-Betruges dafür, dass die Kriminellen rund 220 Millionen Euro Profit herausschlagen. Falsche Sicherheitsmeldungen gaukeln eine Virenverseuchung des Computers vor und nötigen die Opfer zum Kauf nutzloser Antivirensoftware. Sicherheitsexperten sehen in dem massiven Zuwachs der Scareware-Angriffe in den letzten zwei Jahren eine massiv Bedrohung und warnen, dass sich Scareware-Attacken zur gefährlichsten und ausgefeiltesten Betrugsmethode im Internet gemausert haben.
Wie der Sicherheitsdienstleister McAfee schätzt, ist die Zahl der Scareware-Angriffe in den letzten zwei Jahren um gewaltige 660 Prozent angestiegen. Allein in den letzten zwölf Monaten ist ein Zuwachs um satte 400 Prozent zu verzeichnen. Grund für den rapiden Aufschwung: Die Online-Kriminellen scheffeln damit über 220 Millionen Euro. Keine andere Betrugsmethode ist so lukrativ. Francois Paget, Sicherheitsexperte der McAfee Labs, verdeutlicht: "Es gibt eine Firma namens Innovative Marketing, die allein schätzungsweise über 120 Millionen Euro mit dieser Betrugsmasche erwirtschaftet hat, weil über vier Millionen Nutzer deren falsche Sicherheitssoftware für echt hielten und kauften."
McAfees Sicherheitsdirektor Dave Marcus erklärte in einem Interview mit dem US-Magazin CNET, warum die Masche so gut funktioniere. Die Verbrecher seien sehr clever und gestalteten Internetseiten, die sehr seriös und legitim aussehen. Wohlklingende Namen und Produktbezeichnungen gäben den Seiten einen kommerziellen Anstrich. Manchmal bauten die Gangster sogar die Internetseiten bekannter Firmen nach. So wurde unlängst ein Scareware-Angriff als Microsoft Security Essentials-Seite getarnt. Daher halten Opfer sowohl die gefälschten Virenwarnungen als auch die angebotene Software für authentisch.
Scareware-Betrüger beherrschen die Täuschung so meisterhaft, das sogar erfahrene Nutzer in die Falle gehen.. So wird sogar Bannerwerbung für die Seiten, auf denen die Scareware lauert, geschaltet. Beim Besuch einer solchen Internetseite öffnet sich eine Warnmeldung, die einen schweren Virenbefall des Computers vortäuscht. Im gleichen Fenster wird dem Nutzer auch direkt die angebliche Säuberung seines Computers mit einer kostenpflichtige Software angeboten. Laut McAfee reagieren eine Million Menschen am Tag genau so, wie die Cyber-Kriminellen es wollen.
Aus Angst um den Computer und die darauf gespeicherten Daten wird die nutzlose Software gekauft und installiert. Diese macht nicht viel mehr als die Pseudowarnmeldungen abzuschalten. Damit nicht genug, manchmal bringt die Software selbst sogar noch echte Schädlinge mit. In unserer Foto-Show sehen Sie etliche Beispiele solcher Scareware und anderer vermeintlicher Sicherheitssoftware.
Der beste Schutz gegen Scareware ist, sich nicht einschüchtern zu lassen. Öffnen sich beim Besuch einer unbekannten Internetseite plötzlich scheinbare Systemmeldungen, die vor Viren warnen und gleich die kostenpflichtige oder vielleicht sogar anfangs scheinbar kostenlose Beseitigung anbieten, gibt es nur eins: Ignorieren Sie die Meldungen und schließen Sie die Internetseite. Wollen Sie sicher gehen, dass der PC nicht von Viren befallen ist, scannen Sie ihren Computer mit einem seriösen Virenscanner. Ein solcher sollte auf ihrem Computer installiert und stets aktuell sein. Bei Softwareload finden Sie eine ganze Reihe bewährter Sicherheits-Programme. wie von McAfee, GData, Symantec oder Kaspersky.
Andreas Lerg
silvio schrieb:
am 11. März 2010 um 12:32:53
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Dumm-Fang
Wer online Updates von Banken macht und seine TAN-Liste und Paßwörter einträgt installiert auch sonen Schotter.Alles wissende
Dummköpfe bzw. Alles und überall Klicker ( Sie sind der 999.999 Benutzer und haben einen Audi gewonnen) gibts genug. PC Führerschein??????
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mowmow schrieb:
am 11. März 2010 um 09:50:35
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hoch lebe ...
die brain.exe ... wer sich mal mit dem thema sicherheit im netz beschäftigt (hat) wird auf scareware nicht reinfallen
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Hubert schrieb:
am 11. März 2010 um 09:20:02
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KDG
Selbst als Kunde der Kabel Deutschland wird man mit einem Sicherheitspaket abgezockt, versteckte 4€ Zusatzverdienst.
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