22.04.2010, 09:03 Uhr | Andreas Lerg
McAfees Virenscanner erkennt nach dem Update eine Systemdatei fälschlicherweise als Virus. (Screenshot: t-online.de)
Nichts geht mehr: Ein Update einer McAfee-Antivirensoftware machte am Mittwoch vor allem in Firmen, Krankenhäusern, Behörden oder auch Schulen zigtausende von Computern mit Windows XP unbrauchbar. Die PC stürzten ab und starteten fortwährend neu, ohne lauffähig zu booten. Die Ursache ist vor allem peinlich. Durch das Update erkannte das Virenschutzprogramm eine harmlose und wichtige Systemdatei als Virus und löschte sie.
Immerhin 8000 der 25.000 Computer an der medizinischen Fakultät der University of Michigan fielen nach dem Update der McAfee-Antivirensoftware mit einem Schlag aus, wie CNet berichtet. Gleiches passierte dem Krankenhaus von Rhode Island, das durch den Ausfall der Computer sogar Operationen absagen und Notfallpatienten in andere Krankenhäuser schicken musste. In Kentucky mussten Polizisten die Computer in ihren Streifenwagen abschalten, bis das Problem behoben war. Die Commonwealth Bank in Australien berichtet laut ZDnet, dass 25 Prozent ihrer Computer betroffen seien. Unbestätigten Berichten zufolge war auch Chip-Hersteller Intel von dem Problem betroffen.
Deutsche und europäische Nutzer und Firmen kamen bei der peinlichen Panne halbwegs glimpflich davon. Da das Update in den USA tagsüber ausgeliefert wurde, war es bei uns noch Nacht. McAfee zog das fehlerhafte Update sehr schnell zurück. Als dann hierzulande der Arbeitstag begann, war das Update bereits nicht mehr im Umlauf. Dennoch traf es auch deutsche Unternehmen: Der Computec-Verlag brachte die nächste Ausgabe eines Spielemagazins nur mit viel Mühe rechtzeitig in die Druckerei.
Das Chaos begann, nachdem McAfee in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ein automatisches Update an die Unternehmensversion seiner Antivirensoftware verschickt hatte. Nach dem Update erkannte die Schutzsoftware die harmlose aber für die Stabilität des Betriebssystems wichtige Datei svchost.exe als Virus und löscht sie. Daraufhin stürzte der Computer ab und blieb beim Neustart hängen. Betroffen war allerdings nur Windows XP mit Service Pack 3.
McAfee schob zwar noch am gleichen Tag eine korrigierte Version des Updates nach, doch es waren bereits zehntausende Computer weltweit betroffen. Ein McAfee-Sprecher kommentierte in einer Stellungnahme des Unternehmens: "Wir wissen von keiner signifikanten Auswirkung auf Kunden und glauben, die Vorfälle effektiv begrenzt zu haben." Doch vor allem auf Twitter überschlagen sich nach wie vor die Meldungen, dass in manchen Firmen hunderte Computer betroffen sind. McAfee hat auf seiner Internetseite eine englische Anleitung veröffentlicht, die erklärt, wie der Schaden manuell zu beheben ist. Microsoft hat diese Anleitung auch auf Deutsch ins Internet gestellt.
Andreas Lerg
Hardy schrieb:
am 2. Mai 2010 um 23:28:10
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Mc Afee
Ist nicht nur dumm, auch noch ne tolle Computerbremse
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mac User schrieb:
am 26. April 2010 um 14:34:42
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unwissende Apple user!!!
Sind denn alle Apple-Kunden 7 Mac User so unwissend??? Klar gibts Viren auch beim MAC!!! Ich hab selber 3 in
benutzung und weis wovon ich rede!!! Bei meinen Kunden hab ich auch schon diverse Trojaner etc entfernen müssen...! Also erzählt hier doch nicht so nen Müll! Technisch und Software-Mäßig ist der MAC aber trotzdem überlegen! ;o)
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pedda schrieb:
am 25. April 2010 um 21:51:23
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:D:D mir egal?
ich habn mac und keine viren. :D ha! trotzdem ist antivir das einzig wahre!
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