29.07.2010, 11:57 Uhr | dpa, t-online.de
LKA Bayern warnt: Phishing-Betrüger machen Millionenbeute. (Montage: t-online.de)
Der Betrug mit Phishing steigt wieder an: Dem Landeskriminalamt Bayern zufolge sind dort bereits mehr Betrugsfälle in diesem Jahr gemeldet worden als im kompletten vergangenen Jahr. Und auch das Bundeskriminalamt warnt vor einem sehr gefährlichen Trojaner, der derzeit deutschen Kunden von Online-Banking versucht Geld zu stehlen.
Immer mehr Online-Banking-Kunden in Bayern werden von Internet-Betrügern um ihr Erspartes gebracht. Nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) stieg die Zahl der Phishing-Fälle in den vergangenen Monaten massiv an. So wurden in den knapp sieben Monaten dieses Jahres bereits 770 derartige Betrugsfälle angezeigt, mehr als im gesamten letzten Jahr zusammen (736). Allein in den Monaten April, Mai und Juni sei es zu mehr als 530 Anzeigen gekommen, teilte das LKA am Donnerstag mit. Den Schaden für dieses Jahr bezifferten die Ermittler bereits auf rund 3,7 Millionen Euro.
Beim Phishing werden Passwörter für das Online-Banking durch Kriminelle abgefangen - meist mittels einer Schadsoftware wie Trojaner, die heimlich über das Internet auf dem Computer des Betroffenen installiert wird. Überweisungsaufträge des Kunden werden in Echtzeit manipuliert, so dass meist mehrere tausend Euro auf ein Konto des oder der Täter überwiesen werden. Das LKA warnte Bankkunden deshalb davor, Online-Banking mit nicht oder ungenügend geschützten Computern zu nutzen. Dazu zählen ein aktuelles Virenschutzprogramm und eine aktivierte Firewall. Experten empfehlen zudem, Online-Banking am besten über sichere Betriebssysteme wie die Linux-Variante Knoppix zu betreiben, die sich parallel zu Windows direkt und ohne Installation von einer CD starten lassen.
Bereits am Mittwoch warnte das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor einem aktuellen Trojaner-Angriff auf deutsche Kunden von Online-Banking. Die Schadsoftware spioniere Daten für das Online-Banking sowie von Kreditkarten aus, sobald der Nutzer eine entsprechende Anmeldeseite im Internet aufrufe, erklärten die Behörden. Der Trojaner ist bereits seit mehreren Jahren aktiv. Die neue Variante hat es gezielt auf TAN von Online-Banking-Nutzern und Kreditkartendaten abgesehen. Die Infektion des PC erfolgt meist durch einen so genannten Drive-by-Download, es reicht also der bloße Besuch einer mit Schadcode infizierten Internetseite aus. Dreisterweise greifen die kriminellen Hintermänner des Trojaners zu Erpressermethoden.
In Belgien wurde derweil im Rahmen eines Gerichtsverfahren bekannt, dass bereits seit 2007 ein raffinierter Trojaner das vermeintlich sicherste Anmeldeverfahren für Online-Banking aushebele. Das als sehr sicher geltende Chipkarten-Verfahren wurde dabei dreist ausgetrickst, in dem die Online-Kriminellen mit einer falschen Fehlermeldung die Opfer zu einer weiteren Eingabe von wichtigen Daten verleiteten. Die noch unbekannten Hintermänner konnten so großen Schaden anrichten. Auch deutsche Kunden von Online-Banking sollen von der weltweit agierenden Betrügerbande bestohlen worden sein.
Quelle: t-online.de , dpa
der Alte schrieb:
am 29. Oktober 2010 um 15:19:39
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Onlinebetrüger?
ab nach Sibirien, ab 5 Jahre bis unendlich im Arbeitslager. Da gibt es auch keine Rückfalltäter mehr: neues Guantanamo bitte!
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Paula schrieb:
am 3. August 2010 um 12:30:07
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Türen absperren
Die Antwort kann nur lauten: "Kein Homebanking" und "keine persönlichen
Daten" auf einem PC mit Internetzugang.
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Tester schrieb:
am 29. Juli 2010 um 23:51:36
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ja die kreissparkassensind ja verkappte Beamten,
da kann kommen was will, denen passiert nie etwas, und für die mießen Leistungen muß man
auch noch Gebühren bezahlen. Leider ist auf dem Land entweder die KSK oder die anderen Abzocker Volksbanken, die auch wie die KSK beim Fremdabheben utopische Gebühren kassieren, deshalb muß man bei den beiden Abzockern bleiben, kann ja nicht ständig in die nächste Stadt fahren zum Geld abheben.
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