13.05.2011, 11:26 Uhr | Andreas Lerg
LimeWire zahlt 105 Millionen US-Dollar Schadenersatz. (Montage: t-online.de)
Die Tauschbörse LimeWire muss Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen. Der Betreiber hat sich verpflichtet, dem US-Branchenverband der Musikindustrie RIAA 105 Millionen Dollar aufgrund von Urheberrechtsverletzungen zu überweisen. Damit ist der Rechtsstreit, in dessen Verlauf LimeWire wegen Musikpiraterie für schuldig befunden wurde, endgültig beigelegt. Damit kommt die Tauschbörse von fast glimpflich davon – ursprünglich hatte die RIAA einen zweistelligen Milliardenbetrag als Schadenersatz verlangt.
105 Millionen Dollar (umgerechnet 73 Millionen Euro) Schadenersatz wird Mark Gorton, Gründer und Betreiber der mittlerweile stillgelegte Tauschbörse LimeWire an die Recording Industry Association of America (RIAA) bezahlen. Die Kläger sind sicher, dass sie das Geld auch tatsächlich erhalten werden, denn Gorton selbst bezifferte sein Vermögen auf über 200 Millionen Dollar.
Ursprünglich hatte die RIAA sogar 75 Milliarden Dollar als Schadenersatz gefordert. Das Gericht bezeichnete diese zweistellige Forderung im Prozessverlauf jedoch als absurd. Die RIAA bezifferte den durch LimeWire entstandenen Schaden auf bis zu 50 Milliarden Dollar. Als auch diese Forderung scheiterte, verlangte der Branchenverband zum Schluss 1,5 Milliarden Dollar Schadenersatz.
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Bereits Ende 2010 hatte das zuständige New Yorker-Bezirksgericht LimeWire für schuldig befunden an unzähligen Urheberrechtsverletzungen mitgewirkt zu haben, indem eine Peer-to-Peer-Software für den Tausch von Daten zwischen Nutzern angeboten wurde. Zum Abschluss des Verfahrens stand nur noch die Festlegung der Schadensersatzsumme offen. LimeWire war als Unternehmen sehr erfolgreich und erwirtschaftete pro Jahr zweistellige Millionenbeträge.
Nach dem Schuldspruch wurde das LimeWire-Tauschnetzwerk auf richterliche Anordnung im letzten Jahr abgeschaltet. Die eigentliche Tauschsoftware wurde aber von unbekannten Dritten so modifiziert, dass sie mittlerweile ganz ohne eine zentrale Infrastruktur auskommt. Diese neue Version wird als Limewire Pirate Edition weiterhin für illegalen Datentausch benutzt.
Andreas Lerg
Ben schrieb:
am 15. Mai 2011 um 11:24:27
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LimeWire zahlt 105 Millionen Dollar Schadenersatz
Wer diese Summe zahlen kann, muss locker das Doppelte an Gewinn gemacht haben.
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