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Kuriose Internet-Explorer-Studie stellt sich als Fälschung heraus

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Kuriose Internet-Explorer-Studie ist eine dreiste Fälschung

03.08.2011, 17:01 Uhr | Damian Robota

Blöder Scherz: "IE-Nutzer sind dumm", entpuppt sich als Ente (Montage: t-online.de) (Quelle: t-online.de)

Blöder Scherz: "IE-Nutzer sind dumm", entpuppt sich als Ente (Montage: t-online.de) (Quelle: t-online.de)

Wer mit MicrosoftsInternet-Explorerdurchs Web surft, ist dumm – behauptet eine Studie, die in den vergangenen Tagen für Aufsehen sorgte. Ein groß angelegter IQ-Test habe unterdurchschnittliche Intelligenzwerte bei den Nutzern des Microsoft-Browsers entlarvt. Was sehr überzeugend präsentiert wurde, stellte sich jetzt als dreiste Fälschung heraus.

CNN, NBC und Forbes war es eine Meldung wert, auch die britische BBC berichtete: Eine kanadische Beratungsfirma wollte eine Studie erstellt haben, die den Zusammenhang zwischen Intelligenz und bevorzugtem Browser untersuchte. Immerhin über 100.000 Nutzer führten angeblich online einen IQ-Test durch, dessen Ergebnis dem benutzten Browser zugeordnet wurde. Fazit: Nutzer des Microsoft-Browsers erreichten lediglich einen IQ, der deutlich unter dem Durchschnitts-IQ von 100 liegt. Hingegen bescheinigte die vermeintliche Studie den Nutzern alternativer Browser wie Firefox und Safari einen Wert von 110. Noch cleverer seien Nutzer des Opera.

Komplette Webseite kopiert

Eine Fälschung: Angebliche IQ-Werte von Browser-Nutzern. (Quelle: Hersteller) Eine Fälschung: Angebliche IQ-Werte von Browser-Nutzern. (Quelle: Hersteller)Microsoft-Nutzer dürfen aufatmen. Die Pressemitteilung, die sechsseitige Zusammenfassung der Studie mit anschaulichen Grafiken und die komplette Webseite der angeblichen Beraterfirma – alles gefälscht. Wie die Nachrichtenseite des englischen Fernsehsenders BBC aufgedeckt hat, wurden Grafiken und Texte der Webseite einfach dreist von einem französischen Unternehmen kopiert. Der Schwindel flog auf, nachdem Leser die BBC-Redaktion darauf hinwiesen, dass die Webseite www.aptiquant.com erst am 14. Juli registriert worden ist. Wer hinter der Täuschung steckt, ist bisher nicht bekannt.

Hoaxes sind im Internet altbekannt

Ebenfalls nicht klar ist, ob die Hintermänner von bösen Absichten geleitet waren, oder einfach nur einen besonders gelungenen Hoax verbreiten wollten. Hoaxes, zu deutsch etwa Scherz oder Schwindel, gehören seit jeher zum Internet. Diese meist harmlosen, aber nicht immer geschmackvollen Späße gibt es in verschiedenen Varianten: Zum einen werden skurrile Geschichten zu Fotomontagen oder echten Fotos erfunden, zum anderen ist der Text einer Mail selbst der Spaß. Der Knochenmarkspende-Hoax ist dabei eine der ältesten Falschmeldungen. Ebenfalls unsterblich: Bei jeder Preiserhöhung der Ölkonzerne landet eine Rundmail mit dem Boykott-Aufruf der großen Tankstellen-Ketten wieder im Postfach. Schuld ist, wer dies noch an Bekannte weiterleitet. Zudem kursieren falsche Virenwarnungen, (Un-)Glücksbriefe, vermeintliche Lebensweisheiten und dumme Witze auf diese Weise seit vielen Jahren im Internet. Und die Verbreitung dieses Unsinns nimmt kein Ende.


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Damian Robota  

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Kommentare (7)

zum Forum

Thema: "Kuriose Internet-Explorer-Studie stellt sich als Fälschung heraus"

fred schrieb: am 3. August 2011 um 21:03:24
(0) (0) browser
Jaja, der ewige Browser Krieg. Zwar nicht mehr so extrem wie in den 90zigern aber immer noch präsent. Für Linux gibt es zuwenig
brauchbare Software. MAC Kaufen sich Leute, um ein Prestige Computer zu haben. Alte Hardware für viel Geld im Design Gehäuse. Brauchbare MAC Software gibst nur für den Profi Bereich. Wer anständig Arbeiten will, Privat und Beruflich, bleibt bei Windows. Und andere alternative OS wie ReactOS sind noch weit vom brauchbarem entfernt.
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Kikan schrieb: am 3. August 2011 um 20:34:45
(0) (0) Mike hat recht
Ich kann man Mike nur zustimmen. Alle meine Bekannten, die Linux nutzen sind ständig damit beschäftigt neue Distribution
auszuprobieren und anschließend passende Treiber zu finden. Sie sind also mehr mit dem PC beschäftigt, als mit seinem Nutzen. Ähnlich ist es mit Mac. Ein Bekannter kaufte sich einen Mac und musste feststellen, dass Blu Ray Brennen nur extern geht. Nur ein Beispiel aber sehr aussagekräftig.
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walla schrieb: am 3. August 2011 um 20:27:45
(0) (0) na ich denke
An jeder Lüge ist auch was wahres dran , denk nach :)

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