15.10.2009, 09:32 Uhr | Andreas Lerg
WiFi Direct ermöglicht WLAN-Verbindungen zwischen Notebooks ohne Router. (Foto: t-online.de)WiFi Direct soll ein neuer Standard für -Netzwerke werden. Die Idee dahinter: WLAN-fähige Geräte sollen mit diesem Standard in Zukunft direkt miteinander kommunizieren können - ohne den Umweg über den Router nehmen zu müssen. Für den Nutzer wird das WLAN somit bequem.
Vom direkt auf den Desktop-PC zugreifen, Musikdateien kabellos auf den kopieren und Fotos ohne Computer von und Handy ausdrucken - was nach klingt, leistet schon bald der neue WLAN-Standard WiFi Direct. Über diesen lassen sich Endgeräte ohne jeden Konfigurationsaufwand und ohne WLAN-Router miteinander verbinden. Die Grundlage des neuen Standards ist der alt bekannte Ad Hoc-Modus.
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Neu an WiFi Direct ist, dass hier ohne jeden Konfigurationsaufwand Geräte direkt miteinander kommunizieren können. Der Computer sendet Druckdaten drahtlos an den Tintenstrahldrucker. Die Digitalkamera sendet automatisch neue Bilder an den Computer, sobald sie in dessen Funkreichweite kommt - alles, ohne dass sie über einen Router verbunden sind. Außerdem sollen mehrere Geräte sich in einer Art Konferenzschaltung zusammenschalten lassen, etwa mehrere Notebooks beispielsweise auf einer LAN-Party. Für die Verbindung ins Internet ist hingegen natürlich weiterhin ein Router oder Hotspot für die Einwahl nötig.
Bisher müssen drahtlos vernetzte Geräte in einem über WLAN-Router vorgehaltenen Netzwerk eingebucht und angemeldet werden. Dazu braucht es Benutzernamen, Kennwort und oft auch noch Sicherheitsschlüssel. WiFi Direct will diesen Aufwand überflüssig machen. Sobald ein entsprechend ausgestattetes Gerät in die Reichweite eines Funknetzes kommt, scannt es nach anderen Geräten. Wird es fündig, tauschen sich die Geräte über ihre Fähigkeiten aus. Schließlich wäre es sinnlos, wenn der Computer versuchen würde, eine zu druckende Datei an ein Handy zu senden. Die Geräte verbinden sich dann direkt, ohne dass ein Router als Vermittlungsstelle eingebunden werden muss.
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Da es sich bei WiFi Direct nicht um neue Hardware-Komponenten handelt, sondern im wesentlichen um Softwareprotokolle, sollen auch die meisten vorhandenen WLAN-tauglichen Geräte per Update nachgerüstet werden können. Der Nutzer muss nur das Update einspielen und kann WiFi Direct einsetzen. Alle Geräte, die für WiFi Direct zertifiziert sind, werden die gleichen Funkreichweiten und Datentransferraten unterstützen wie herkömmlich vernetzte WLAN-Geräte. Die Zertifizierung durch die Wi-Fi Alliance um Firmen wie Intel, Apple, D-Link und IBM soll bereits Mitte 2010 erfolgen. Die WLAN-Verschlüsselung WPA2 soll als Sicherheitsstandard eingesetzt werden.
Aber WiFi Direct wird auch in neuen Geräten Einzug halten. Denkbar wären Peripheriegeräte wie Tastatur und Maus, Scanner, externe Festplatten, Digitalkameras und viele mehr. WiFi Direct könnte damit auch Bluetooth Konkurrenz machen. Der neue WLAN-Standard würde damit die Reichweitenprobleme eliminieren, von denen Bluetooth als drahtlose Infrastruktur für die direkte Kommunikation von Geräten betroffen ist. Im Computer Insider finden Sie zum Thema den PDF-Download WLAN: Drahtlos, sorglos, kostenlos mit 26 Experten-Tipps, wie Sie Ihr Funknetzwerk optimal einrichten, Verbindungsprobleme lösen und Ihr WLAN gegen Hacker abriegeln.
Andreas Lerg
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