23.03.2011, 13:00 Uhr
Anonymous hält seit Monaten Konzerne und politische Institutionen mit Hacker-Angriffen auf Trab. (Symbolbild: imago) (Quelle: imago)
Weil er verschiedene Wettanbieter erpresst und ihre Internetportale lahmgelegt hat, wandert ein 23-jähriger deutscher Hacker nun für zwei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Das entschied das Düsseldorfer Landgericht am Dienstag (Az 3 KL S1/11). Unter dem Decknamen "Klaus Störtebeker" hatte der Hacker im vergangenen Jahr bundesweit Anbieter von Online-Pferdewetten mit der Androhung von Attacken auf deren Computerserver erpresst – wer nicht zahlte, musste mit massiven Angriffen und den damit verbundenen Umsatzeinbußen rechnen. Drei Firmen sollen nachgegeben und gezahlt haben.
Die Masche des Hackers war gewieft. Der 23-Jährige suchte sich gezielt die Anbieter von Pferdewetten heraus und drohte ihnen damit, vor wichtigen Pferderennen ihre Computersysteme lahmzulegen. Für diese umsatzstarken Rennen hätten die Anbieter keine Wetten annehmen können. Nach eigenen Angaben hatte der Mann unter dem Decknamen des Piraten "Klaus Störtebeker" E-Mails an verschiedene Anbieter von Pferdewetten aus Düsseldorf, Köln, Baden-Baden, München und Hannover mit einer entsprechenden Drohung geschickt. Drei der Firmen gaben dem Mann nach und zahlten insgesamt 5000 Euro.
Als die übrigen Wettanbieter den Forderungen jedoch nicht nachkamen, legte der Hacker die Internetportale mithilfe sogenannter DDoS-Attacken lahm und richtete so einen Schaden von knapp einer halben Million Euro an. Bei solchen Attacken nutzen Hacker zum Beispiel ein Botnetz, um in kurzer Zeit mit tausenden von Computern auf eine Internetseite zuzugreifen und sie unter dem Ansturm zusammenbrechen zu lassen. Das erpresste Geld ließ sich der Unbekannte über Online-Bezahlsysteme überweisen. Das wurde dem Angeklagten zum Verhängnis, die Zahlungswege konnten zurückverfolgt werden. Im September 2010 wurde der Computerexperte schließlich festgenommen.
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Auf dem iPad des 23-Jährigen entdeckten die Ermittler die erpresserischen E-Mails. Vor Gericht legte der Frankfurter schließlich ein Geständnis ab. Die Staatsanwältin forderte drei Jahre Haft, der Anwalt des Angeklagten eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Ein Gutachter bescheinigte dem 23-Jährigen hohe Intelligenz. Als Kind aus schwierigen familiären Verhältnissen war er seinem Geständnis zufolge aus Geldnot auf die Erpressungsmasche gekommen und hatte dazu seine Computerkenntnisse genutzt.
Quelle: dapd , dpa , t-online.de
jürgen schrieb:
am 25. März 2011 um 10:05:52
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Hacker
Schlappe 3 Jahre Bunker sind für solche Typen zu wenig - kommen sowieso nach einem Jahr wieder raus. - Junge, und mit dem Computer
aufgewachsene
Menschen können vielleicht irgendwelche Fallen und Gefahren richtig deuten und reagieren, - ich als 60jähriger (gehöre also nicht der Computergeneration an) könnte trotz "Kaspersky" auf die Schnauze fallen. Wenn mir wg. Würmer und Viren mein Computer abstürzt, kann ich für die Reparatur richtig löhnen !
Diese Hackerdeppen müssen länger brummen - - -
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Germane schrieb:
am 24. März 2011 um 14:55:31
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Kostet
Das der solche Läden gepressstnhat, ist nicht der Strafe wert; - wohl aber, das der sich hat erwischen lassen! Dummheit muß bestraft werden.
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chris08/15 schrieb:
am 24. März 2011 um 10:27:18
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äh
Zwei Jahre und 10 Monate für so ein bisschen Erpressung was bekamm ein Kinderschänder oder Mörde beim ersten Versuch noch mal? Hätte
wohl besser ne Mio. erpresst dann wäre es billiger geworden. Das soll jetz nicht heisen das ich Krimminalität in irgend einr Form gutheisse. Eigentlich bin ich für harte bestafung aber wo ist die Verhältnismäßigkeit ?
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