HIV-Nadeln in Kinositzen und Münzschächten
Unbekannte verstecken Spritzennadeln in Kinositzen oder den Münzschächten von Verkaufsautomaten, wer sich daran sticht, infiziert sich mit HIV. Eine bei den Nadeln aufgefundene Nachricht informiert die Opfer über ihr Schicksal. Das ist die Legende die einer der skurrilsten Kettenbriefe überhaupt verbreitet. Die Geschichte taucht erstmals im Jahr 2000 als Ketten-Mail auf, damals geht es noch um angebliche Infektionen durch verseuchte Nadeln in Diskotheken in München. Später wandelt sich die Geschichte in die nun bekannte Form der versteckten Spritzen. Tatsächlich vorgefallen ist so etwas wohl nie, und auch medizinisch ist die Geschichte Unsinn. HI-Viren sterben an der Luft sehr schnell ab, nur infiziertes Blut ist für eine Übertragung geeignet. Eine Infektion über versteckte Nadeln erscheint deshalb äußerst unwahrscheinlich. Die Geschichte besitzt jedoch genug Schockeffekt, um sie weiter am Leben zu halten.