
28.11.2011, 10:05 Uhr
Bei kino.to waren mehr als eine Million Links auf "geschützte Filmwerke aus Film und Fernsehen" zu finden (Foto: imago) (Quelle: imago)
Im Verfahren gegen die Betreiber der Streaming-Seite kino.to wurde nach SPIEGEL-Informationen Anklage gegen einen weiteren Verdächtigen erhoben. Der Mann aus Zwickau soll für die technische Betreuung des Raubkopie-Netzwerks verantwortlich gewesen sein.
Die Dresdner Generalstaatsanwaltschaft hat SPIEGEL-Informationen zufolge im Fall des im Juni abgeschalteten Streaming-Portals kino.to Anklage gegen einen weiteren Beschuldigten erhoben. Über das Internetangebot konnten Nutzer längere Zeit auf Tausende raubkopierte Filme und Fernsehserien zugreifen. Bei dem mutmaßlichen Video-Piraten handelt es sich um Michael H. aus Zwickau, der bei kino.to für Organisation und Betreuung der Server zuständig gewesen sein soll.
Im Juni hatte die Staatsanwaltschaft Dresden zu einem groß angelegten Schlag gegen kino.to ausgeholt. In mehreren europäischen Ländern hatten 250 Polizisten zeitgleich 20 Razzien durchgeführt, um Beweismaterial sicherzustellen und Verdächtige festzunehmen. Insgesamt waren 13 Personen verhaftet worden. Ihnen werden die Bildung einer kriminellen Vereinigung und gewerbsmäßige Verletzung des Urheberrechts vorgeworfen.
Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte kino.to rund vier Millionen Besucher täglich. Das Web-Angebot war so populär, weil es widerrechtlich ins Netz gestellte Kinofilme und Serien verlinkte. Die Hauptbeschuldigten sollen mit dem Portal siebenstellige Gewinne erzielt haben. Auf Konten in Spanien, die dem Hauptbeschuldigten aus Leipzig zugeordnet werden, wurden rund 2,5 Millionen Euro sichergestellt. Zudem wurden in Deutschland und auf Mallorca drei Luxusautos und auf dem deutschen Konto eines führenden kino.to-Mitarbeiters 200.000 Euro sichergestellt.
So lässt sich das Computerbild auf dem Fernseher anzeigen. zum Video
Später erklärte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, die Gruppe um den mutmaßlichen Gründer und Chef Dirk B., 38, stecke auch hinter den Internetseiten movie2k.to und neu.to und habe zudem diverse sogenannte Filehoster, auf denen die Dateien vorgehalten worden seien, betrieben.
Laut Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein müsse das Landgericht Leipzig jetzt über die Zulassung der Anklage entscheiden. H. selbst war am Freitag ebenso wenig für eine Stellungnahme zu erreichen wie seine Verteidigung. Die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Kopf des kino.to-Netzwerks, Dirk B., stehen offenbar kurz vor dem Abschluss. Man rechne mit einer baldigen Anklageerhebung, sagte Klein.
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Quelle: Spiegel Online
experte schrieb:
am 6. Dezember 2011 um 01:01:56
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lächerlich
die sollten sich auf wichtige dinge konzentrieren. diese aktionen bringen eh nix löl.
die seiten sind auch weiterhin online.
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raja schrieb:
am 30. November 2011 um 16:17:56
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Alles nur Show
Wahre Musiker gehen auf Tour um ihr Geld verdienen, (aber bei den Ticketpreisen wird dass auch nicht mehr lange funktionieren)
denn von dem grossen Industriekuchen bekommen die dass wenigste ab! Die Filmindustrie soll mit heulen aufhören und den Schauspielern nicht so viel Geld hinten reinschieben, die Produktionskosten explodieren doch nur deswegen...
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Beo schrieb:
am 28. November 2011 um 18:37:41
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Kino.to
Man was haben die denn erwartet. Wer das Internet gutheißt muss damit rechnen das auch Illegales damit betrieben wird. Die sollen
sich mal um wichtigere Dinge kümmern als um so etwas.
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