20.06.2011, 10:34 Uhr | dpa
Ermittler beschlagnahmen Millionen und Luxusautos bei kino.to. (Quelle: dpa/dpa)
Anfang Juni machte die Kriminalpolizei kino.to dicht. Nun gelangten die Ermittler auch an die Konten des illegalen Streaming-Portals, die sie führenden Mitarbeitern des illegalen Internetportals zuordnen. Ein Leipziger gilt als Kopf der Bande hinter kino.to.
Gut eine Woche nach der Razzia gegen das illegale Streaming-Portal kino.to haben die Fahnder erste Konten und Luxusautos beschlagnahmt. Auf Konten in Spanien, die dem Hauptbeschuldigten aus Leipzig zugeordnet werden, wurden etwa 2,5 Millionen Euro sichergestellt, sagte der Sprecher der Dresdner Generalstaatsanwaltschaft, Wolfgang Klein und bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins Focus. Der Leipziger und weitere 20 Verdächtige sollen als sogenannte Streaming-Hoster illegale Kopien von Filmen, darunter auch aktuelle Blockbuster, für Internetnutzer bereitgestellt haben. Ihnen werden die Bildung einer kriminellen Vereinigung und gewerbsmäßige Verletzung des Urheberrechts vorgeworfen.
Die Ermittler der Kriminalpolizei gingen davon aus, dass der Leipziger als Kopf der Bande das Modell des Gratiskinos entwickelt und perfektioniert habe, sagte Klein. Der Mann schweige bislang zu den Vorwürfen, andere Beschuldigte hätten teilweise gestanden. Die Plattform kino.to sei ein "hochkriminelles und profitorientiertes System", sagte Klein. Von der illegalen Filmbeschaffung bis zur Bereitstellung der Links auf der Internetseite sei alles penibel organisiert worden. kino.to bot Links zu Streaming-Servern an, die zahllose Filme bereitstellten. Sie soll zuletzt von Hunderttausenden Menschen täglich genutzt worden sein.
Die Betreiber von kino.to erzielten hohe Einnahmen aus Internetwerbung. Der Schaden für die Filmindustrie wird laut Klein auf eine zweistellige Millionenhöhe geschätzt. Nach einer Strafanzeige der Gesellschaft zur Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) war im April ein Verfahren eingeleitet worden. Wegen der außergewöhnlichen Komplexität und des Umfangs übernahm die Generalstaatsanwaltschaft den Fall. "Es gibt insgesamt 21 Beschuldigte, alles deutsche Staatsbürger", sagte Oberstaatsanwalt Klein.
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Nach den Durchsuchungen im In- und Ausland zu Monatsbeginn seien auch drei Luxusautos in Deutschland und auf Mallorca sowie weitere 200.000 Euro auf dem deutschen Konto eines führenden kino.to-Mitarbeiters sichergestellt worden. Bei einem in Spanien verhafteten Mann werde die Auslieferung betrieben. "Die Ermittlungen stehen aber noch relativ am Anfang", sagte Klein. "Wir müssen Beschuldigte und Zeugen vernehmen, die Spur des Geldes verfolgen und eine gigantische Menge von Computer- und Serverdaten sichten." Das Verfahren werde daher noch Monate dauern.
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Quelle: dpa
Anonym schrieb:
am 27. Juni 2011 um 00:51:58
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Dumm
Die Seite zu zu kommen 5 Weitere die Szene hat kein ende und wid auch immer so bleiben!
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reizend schrieb:
am 21. Juni 2011 um 16:27:50
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Weg mit den illegalen Seiten!
wenn das mal nicht mehr kostet als die beschlagnahmte Summe: "...gigantische Menge von Computer- und
Serverdaten sichten." Das Verfahren werde daher noch Monate dauern". Die Verluste, welche die Filmindustrie beklagt, wage ich allerdings zu bezweifeln, denn wer schaut schon Filme in mäßiger bis schlechter Qualität an, wenn er es sich leisten könnte, die Filme zu kaufen oder im Kino anzusehen? Doch nur, wer ansonsten ganz darauf verzichten müsste, oder?
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Cubafan schrieb:
am 20. Juni 2011 um 18:26:49
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kino.to
Also wirklich, nur weil es viele Menschen tun, ist sowas doch nicht legal. Wenn die Bonzen Steuern hinterziehen ist es kein Grund
für alle, genauso asozial zu handeln. Andererseits dürfen sich die Kinoleute nicht wundern,wenn kleine Leute bei knappen Kassen am Gesellschaftsleben teilhaben wollen. Macht Kino + Musik wieder bezahlbar, dann erledigt sich das Ganze von alleine. Solange alle alles haben wollen, dafür aber nichts bezahlen wollen, wird wird die Musik- und Filmgesellschaft uns abzocken
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