26.06.2011, 15:23 Uhr | dapd
Bei kino.to waren mehr als eine Million Links auf "geschützte Filmwerke aus Film und Fernsehen" zu finden (Foto: imago) (Quelle: imago)
Die Betreiber der abgeschalteten Webseite kino.to sollen gemeinsam auf jährliche Einnahmen im zweistelligen Millionenbereich gekommen sein. Wie der Spiegel unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden berichtet, sollen allein der Hauptbeschuldigte Dirk B. und seine 28 Jahre alte Ehefrau "einen Anteil im mindestens einstelligen Millionenbereich" erhalten haben.
Dem Bericht zufolge sollen die Betreiber zudem über weitere Filmportale raubkopierte Kinohits angeboten haben. Demnach stecke die Gruppe auch hinter den Internetseiten movie2k.to und neu.to. Sie habe zudem diverse sogenannte Filehoster betrieben, auf denen die Dateien vorgehalten würden.
Die Ermittler werfen den Beschuldigten dem Bericht zufolge vor, sie hätten die "dauerhafte und umfassende Schädigung der Film- und Fernsehwirtschaft" angestrebt und "die öffentliche Ordnung nachhaltig gefährdet".
Am 8. Juni hatte die Polizei über 20 Wohnungen, Geschäftsräume und Rechenzentren durchsucht. Gegen die Betreiber der Webseite und ihre Helfer wird wegen Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen in über einer Million Fällen ermittelt.
Der Hauptbeschuldigte Dirk B. ist laut Spiegel bereits einschlägig vorbestraft. Im Juni 2004 hatte das Amtsgericht Leipzig demnach den gelernten Bodenleger zu 3900 Euro Geldstrafe verurteilt, weil er auf seiner damaligen Internet-Seite mindestens 15 Hollywood- Filme illegal zum Download vorgehalten hatte. Bei kino.to seien zuletzt mehr als eine Million Links auf "geschützte Filmwerke aus Film und Fernsehen" im Angebot gewesen, monatlich seien etwa 131.000 hinzugekommen, berichtet das Magazin unter Berufung auf die Ermittlungen.
Der Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), Matthias Leonardy, hält zwar die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Streaming-Inhalten für illegal, will die Besucher von kino.to aber nicht juristisch verfolgen: "Von unserer Seite aus werden wir keine rechtlichen Schritte gegen einzelne Nutzer einleiten", zitiert ihn der Spiegel.
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Quelle: dapd
Andy schrieb:
am 26. Juni 2011 um 17:52:58
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Staat ist selbst schuld
Ich kannte die Seite erst seit 'nem halben Jahr, aber die gab es wohl schon etliche Jahre. Klar ist ein Kono
besuch viel besser und ich würde die Macher von guten Filmen und Musik gern unterstützen - nur original ist legal. Aber wovon, jedes Jahre steigen meine Strom- & Heizkosten bei gleichem Verbrauch, Lebensmittel werden teurer und Filme kaufen oder CD's bestellen - geht kaum noch. Ich zieh mir nichts runter, aber ansehen umsonst - na klar! Der Staat ist selbst schuld!
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CorpseBride schrieb:
am 26. Juni 2011 um 17:45:29
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R.I.P. kino.to^^
Ich persönlich habe mir von den Serien am liebsten die Originale angeschaut (Scrubs, Dr. House, Vampire Diaries usw), aber
wie soll man daran kommen? Die Kino- und DVDpreise sind einfach unverschämt; die sollen sich nicht wundern. Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch wieder raus.
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seggl schrieb:
am 26. Juni 2011 um 17:44:57
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@Hammer
immer wieder die gleichen Klischees...naja zu mehr wirds wohl nicht reichen...
ich werde auch nicht bezahlen ...aber das war nun mal
illegal, daran ist nichts zu rütteln.....
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