23.08.2010, 10:08 Uhr | Christian Fenselau
Die Berliner Hauskatze Moni soll GEZ-Gebühr zahlen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Eine Berliner Hauskatze soll Rundfunkgebühren bezahlen – das hat die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) jedenfalls wiederholt gefordert. Die neunjährige "Moni" aus Prenzlauer Berg bekam bereits zum vierten Mal von der GEZ Post, berichtet die Berliner Tageszeitung BZ. Die Besitzerin sei anfangs noch belustigt gewesen, das ist mittlerweile vorbei. Jedes Mal teilte sie der Behörde mit, dass "Moni" eine Katze sei, es ändere sich jedoch nichts. "Die haben gar nicht reagiert. Nach einem Jahr kam der nächste Brief."
Für die Besitzerin Bärbel Moldenhauer ist unerklärlich, wie die GEZ auf den Namen Moni Moldenhauer gekommen sei. Vor Jahren habe sie bei einem Online-Auktionshaus auf den Namen der Katze etwas ersteigert. GEZ-Sprecherin Nicole Hurst erklärte der BZ, ihr sei der Fall auch unerklärlich, und verweist auf die Adresslieferanten der GEZ. "Wir mieten Adressen zuweilen bei Adressanbietern. Woher diese Anbieter allerdings die Namen beziehen, wissen wir nicht. Das Auktionshaus seinerseits bestreitet Kontakte zu Adresshändlern. "Weder geben wir Daten weiter noch wurden jemals bei uns Daten geklaut. Wir haben damit nichts zu tun.", erklärte eine Sprecherin der Auktionsplattform.
Es ist nicht das erste Mal, dass die GEZ von Haustieren Gebühren eintreiben möchte, auch verstorbene Schmusetierchen erhielten schon Post von der Kölner Behörde. So wurde unlängst ein verstorbener Dackel zu Zahlungen aufgefordert. Die Berliner Zeitung berichtet, dass die Angelegenheit für "Moni" demnächst ausgestanden sei. Die GEZ will die Katze endlich aus dem Register streichen.
Solche abstrusen Forderungen nach Rundfunkgebühren lassen sich oft noch mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nehmen. Es sind allerdings auch Fälle bekannt, bei denen den Betroffenen jegliches Lachen vergeht. So wollte die GEZ schon von Rundfunkgebühren von verstorbenen Kindern einziehen – für die Eltern ein Schockerlebnis. Auch hier stammten die Daten von Adresshändlern.
Christian Fenselau
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