02.03.2010, 10:42 Uhr | Sascha Plischke
Topeka im US-Bundesstaat Kansas.
Die amerikanische Stadt Topeka benennt sich um in "Google, Kansas". Zumindest einen Monat lang soll die Hauptstadt des Bundesstaats Kansas nach dem Willen ihres Bürgermeisters Bill Bunten den Namen des Internet-Konzerns tragen und so die Aufmerksamkeit von Google erregen. Denn Topeka möchte unbedingt eine der ersten Modell-Städte für Googles geplantes Super-Internet werden. Es ist nicht die erste verrückte Namensänderung der Stadt.
Die Namensänderung verkündete die kuriose Namensänderung per Proklamation über lokale Zeitungen. Demnach soll die Stadt mit 120.000 Einwohnern ab sofort den Namen "Google, Kansas – Hauptstadt der Glasfaser-Optik" tragen. Zunächst solle die Umbenennung auch nur für den Monat März gelten, und hochoffiziell ist der Vorgang auch nicht. Rein rechtlich heißt Topeka auch weiterhin Topeka. Die Juristen der Stadt hatten einen Namenswechsel für nur einen Monat für unmöglich erklärt.
Der Stadtrat entschied sich deshalb für die Lösung per Proklamation und verschob änderte dafür sogar die Tagesordnung der täglichen Ratssitzung. Bürgermeister Bunten verriet der Presse nach den Beratungen dass die Umbenennung einfach "mehr Spaß" gemacht habe als die anderen politischen Themen des Tages. Die Aktion solle Topeka von den anderen Bewerbern um den Status als Modell-Stadt für Googles neues Hochgeschwindigkeits-Internet abheben. Die Proklamation dürfte der Bevölkerung von Topeka gefallen. Eine lokale Interessengruppe namens Think Big Topeka hatte bereits im Februar eine Kampagne gestartet, um die Werbetrommel für die Google-Bewerbung zu rühren. Die Facebook-Seite der Gruppe zählt bereits mehr als 10.000 Unterstützer für das Projekt.
Anfang Februar hatte der Internet-Konzern eine Initiative für ein Super-Internet verkündet. Dabei will Google eigene Glasfaser-Leitungen verlegen und so über das Netz Geschwindigkeiten von 1000 Megabit pro Sekunde erreichen. In den USA erreichen die meisten Internetanschlüsse aufgrund des vielerorts veralteten Telefonnetzes deutlich geringere Geschwindigkeiten als etwa in Europa. Doch auch hierzulande wäre die von Google angekündigte Geschwindigkeit gigantisch. Zum Vergleich: In Deutschland erreicht die Deutsche Telekom mit ihrem modernen VDSL-Netz derzeit 50 Megabit.
Solche Internet-Geschwindigkeiten bedeuten für eine Stadt einen echten Wettbewerbsvorteil. Gerade kleine und mittelständische Online-Unternehmen könnten sich vom Zugang zum Super-Internet anlocken lassen. Aber auch im Wettbewerb um Neubürger kann schnelles Internet eine Rolle spielen. Für Topeka ist die Namensänderung übrigens nicht der erste verrückte Werbe-Gag dieser Art. 1998 hatte sich die Stadt schon einmal kurzzeitig in "ToPIkachu" umbenannt, eine Mischung aus Topeka und dem Namen eines beliebten Charakters des damals boomenden Kartenlegespiels Pokemon. Damals wählte Spielehersteller Nintendo Topeka als Ort für den US-Verkaufsstart seiner Pokemon-Videospielreihe.
Sascha Plischke
ana schrieb:
am 3. März 2010 um 09:45:38
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sinnlos
bringt selbst flächendeckend nix, wenn die Server der Seiten nicht entsprechend liefern... Flaschenprinzip: es ist egal wie dick
mein hals ist, wenns nur so ein bisschen reintröpfelt von oben...
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M schrieb:
am 3. März 2010 um 09:42:00
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glasfaser internet
Das als news zu verkaufen ist doch zum lachen schau mal über die grenze nach unsren Holländischen nachbarn da kannst du
schon seit 4 Jahren das glasfaser Internet haben. Da haben über 90% aller anschlüsse schnelles internet wir leben doch hier in deutschland qua internetschnellheit doch auch noch in der Steinzeit!!!!
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M schrieb:
am 3. März 2010 um 07:43:46
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lol
wie dämlich, ich meine was bringts wenn dann lokal 1000Mbit anliegen aber die Anwender der zwischendurch eh durch ne langsame Leitung
müssen. Sowas hat nur Flächendeckend Sinn.
Aber als Werbegag isses allemal brauchbar :)
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