13.06.2011, 10:00 Uhr | Yaw Awuku
FBI und CIA bauen sich ein Informanten-Netzwerk aus überführten Hackern auf. (Bild: imago)
Etwa jeder vierte Hacker soll unter dem Druck von FBI und CIA die Seiten gewechselt haben. Wie die britische Zeitung The Guardian berichtet, habe die US-Regierung den Untergrund mit einer Armee von Informanten infiltriert. Angeblich haben die Spitzel bereits dutzende ihrer Hacker-Kollegen an das FBI verraten – unter anderem auch eine Quelle der Enthüllungsplattform WikiLeaks.
Eric Corley, berühmter Hacker und Herausgeber des Fachmagazins "2600: The Hacker Quarterly" schätzt, dass etwa 25 Prozent der Hacker in den USA als Informanten der Regierung arbeiten. Er vermutet, dass das FBI ein riesiges Netzwerk von Cyber-Spitzeln aufgebaut hat, indem es festgenommene Cyberkriminelle zur Zusammenarbeit nötigte. Ein leichtes Spiel für das FBI "angesichts der harten Strafen und der relativ großen Rechtsunerfahrenheit vieler Hacker", sagte Corley gegenüber The Guardian.
Inzwischen müssen Hacker überall mit Informanten und Agenten des FBI rechnen – egal ob in illegalen Foren oder im Chat mit Kollegen. Es gibt sogar Fälle, in denen die Betreiber beliebter Online-Markplätze für gestohlene Kreditkartennummern als FBI-Spione arbeiteten. Als vertrauenswürdige Hacker bekannt, konnten sie so Informationen über Kreditkarten-Diebe sammeln und an das FBI weiterleiten. Auch FBI-Agenten brachten bereits zahlreiche Leute hinter Gitter, indem sie sich als so genannte "carder" tarnten – Hacker, die sich auf Identitätsdiebstahl spezialisieren. So kontrollierte zum Beispiel der FBI-Agent J. Keith Mularski jahrelang das Hackerforum DarkMarket, bis die US-Bundespolizei genügend Informationen hatte, um eine weltweite Polizeiaktion gegen die Nutzer zu starten.
Auch politisch motivierte Online-Aktivisten wie zum Beispiel die Hackergruppe Anonymous und so genannte Whistleblower müssen sich vor den Cyber-Spitzeln in Acht nehmen. So wurde der Soldat Bradley Manning als Whistleblower verhaftet, weil er geheime Dokumente des US-Militärs an die Enthüllungsplattform WikiLeaks weitergeleitet haben soll. Mannings vertraute sich zuvor dem Hacker Adrian Lomo an und bat ihn über Instant-Messanger um Rat. Doch Lomo stand als bereits überführter Hacker mit dem FBI in Kontakt und informierte die Behörde über Manning.
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Yaw Awuku
Analytiker schrieb:
am 13. Juli 2011 um 23:23:50
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FBI & CIA Spitzel
Es gibt noch Schlimmeres , wie zB. Operationen unter falscher Flagge , usw. Wer sich aber nie ernsthaft mit der
vielfältigen Thematik USA befasst hat (weil vielleicht zu langwierig und schockierend) , wird immer wieder "Antiamerikanismus" beweinen . Amerika ist aber nicht nur Corvette , Coca Cola und Kalifornien , sondern hat auch viele Schattenseiten . Andere Großmächte und Regierungen haben auch ihre "Spezialitäten" , die USA führen aber (wie beim Waffenexport) das Feld
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gerechter schrieb:
am 10. Juli 2011 um 18:14:32
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amis
Das sind die ,die der Welt vorschreiben wollen wie sie zu leben haben und den Amischrott kaufen sollen.Wenn ein Land sich nicht
ausbeuten lassen will,helfen Bomben der "Demokratie" auf die Beine.Merkel schickt auch gerade 200 Panzer nach Saudiarabien für die Demokratie.Hat aber vorher die scheiß Amis und Isralei gefragt,wie schön.
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Rainer schrieb:
am 9. Juni 2011 um 09:12:35
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Mitdenken erlaubt
Es gab im Kino beim Film "Staatsfeind Nr.1" Leute die über die Methoden und Möglichkeiten gelacht haben. Das sind
jetzt wahrscheinlich diejenigen, die immer noch nicht wissen, dass ihre Daten irgendwo offen liegen.Würde mich auch nicht wundern, wenn Facebook und Co unterwandert sind.
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