20.08.2010, 10:27 Uhr | Andreas Lerg
Die mexikanische Stadt Leon will mit einem Netz von Iris-Scannern die sicherste Stadt der Welt werden. (Foto: stock.xchng)
Die Zweimillionen-Metropole Leon in Mexiko hat ein ehrgeiziges Ziel: Sie will die sicherste Stadt der Welt werden. Die gesamte Stadt soll mit einem Netz aus Hightech-Iris-Scannern überzogen werden. Die sollen Passanten im Vorbeigehen tief in die Augen schauen und Verbrecher identifizieren können. Kriminelle werden in dem System zwangsregistriert, unbescholtene Bürger dürfen vorerst freiwillig ihr Auge in der zentralen Datenbank speichern lassen.
Was bisher nur in Science-Fiction-Filmen zu sehen war, soll in der Stadt Leon in Zentralmexiko bald Realität werden. Überall in der Stadt will die Verwaltung Iris-Scanner anbringen, die Passanten anhand der Augen identifizieren können. Die Geräte, die ein südamerikanisches Unternehmen namens Rainmakers liefert, sind so leistungsfähig, dass 50 Passanten pro Minute im Vorbeigehen erfasst werden. Eine Person muss also nicht mehr stehen bleiben und in ein spezielles Okular hinein schauen. Erblickt der Scanner einen Verbrecher, der zur Fahnung ausgeschrieben ist, alarmiert das System die Polizei.
Das Netzwerk von Scannern ist mit einer Datenbank verbunden, in der anfangs nur Kriminelle automatisch eingetragen werden. Bürger ohne Strafregister können sich freiwillig erfassen lassen. Aber auch hier soll wohl nachgeholfen werden, denn die Iris-Scanner könnten für die Nutzung von Angeboten wie dem bargeldlosem Bezahlen ohne Karte und ähnliche identitätsbezogenen Dienstleistungen vorgeschaltet werden. Wer sich nicht freiwillig registriert, kann den Dienst nicht nutzen. Die Iris soll damit zum universellen Schlüssel in Sachen biometrische Identifizierung werden. Jeff Carter, Chefentwickler der Firma, spekuliert, dass früher oder später jeder mitmachen müsse. Denn irgendwann würde sich derjenige verdächtig machen, der sich nicht registrieren lasse.
Dietmar Müller, Sprecher des Bundesdatenschutzbeauftragten, erklärte im Gespräch mit pressetext: "Ein derartiges Projekt ist in Deutschland beziehungsweise Europa angesichts des vorherrschenden Datenschutzrechts nicht denkbar." Müller betonte aber, dass der allgemeine Datenhunger und die technischen Entwicklungen auf diesem Gebiet auch in Deutschland voranschreiten. Außerdem gäben sehr viele Internetnutzer freiwillig und umfangreich persönliche Daten etwa in sozialen Netzen preis.
Bei aller Furcht vor Schnüffelei können Surfer ihre Daten im Internet sehr gut schützen. So stoppen Sie die Neugier von Google, Facebook & Co. mehr
Andreas Lerg
bla schrieb:
am 20. August 2010 um 19:17:48
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bla
eine planung ist noch lange keine umsetzung, also mal schön langsam.
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Max schrieb:
am 20. August 2010 um 19:08:34
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@... schrieb
Es werden keine Mitarbeiter benötigt zur Überwachung. Nach erfolgtem Scan erfolgt ein Abgleich der Datenbestände und bei
einem Treffer (gehen wir mal wohlwollend von einem gesuchten Schwerverbrecher aus) wird die nächstgelegene Polizeidienststelle alarmiert. Naja da kommt man sich ja schon vor wie in einem Sciencefiction Film, hoffe das sich so ne Sch... nicht durchsetzt. Ach ja und zu dem Bundesdatenschutzbeauftragten, die Daten werden FREIWILLIG preisgegeben und nicht durch Druck bzw Nötigung
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Reinhard schrieb:
am 20. August 2010 um 19:05:15
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Dank an Kriminelle
Danken wir den Kriminellen, dass es soweit kommt.
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