12.05.2010, 14:47 Uhr | Sascha Plischke und Jens Müller
Ein Ausfall der deutschen Root-Server machte große Teile des deutschen Internet nicht erreichbar. (Foto: t-online.de)
Zahlreiche Internet-Seiten mit der Domain-Endung .de sind am Mittwoch zeitweise nicht erreichbar gewesen. Schuld war ein Ausfall der zentralen deutschen Name-Server, die jeder vom Browser abgefragten Internet-Adresse die entsprechende vom Netzwerk lesbare IP-Adresse zuordnen. Das funktionierte nicht, und so erhielten viele Internet-Nutzer nur eine Fehlermeldung. Zwischenzeitlich waren alle sechs deutschen Name-Server außer Gefecht. Mittlerweile hat die für die Verwaltung der deutschen Domain-Struktur verantwortliche Organisation DENIC das Problem jedoch gelöst.
Seit etwa 13:30 Uhr häuften sich Beschwerden deutscher Nutzer über den Kurznachrichtendienst Twitter. Zwischenzeitlich überlastete die Flut der Meldungen sogar Twitter selbst. Dass während des etwa einstündigen Totalausfalls überhaupt noch einige deutsche Domains erreichbar waren, lag laut DENIC daran, dass diese Seiten im Zwischenspeicher der DNS-Server der einzelnen Internet-Anbieter abgelegt waren. Die Ursache für den Ausfall ist noch nicht bekannt. Ein DENIC-Mitarbeiter schloss gegenüber Spiegel Online derweil einen Hacker-Angriff aus. Heise spekulierte, dass die Probleme mit einem Serverumzug bei der DENIC zusammenhängen könnten, der am Dienstagabend vollzogen werden sollte.
Betroffen von dem Problem waren die zentralen deutschen DNS-Root-Server, die für für die Namensauflösung von Internet-Adressen zuständig sind. Gibt man etwa die Internet-Adresse digital.t-online.de in seinen Browser ein, leitet der Browser diese Anfrage an einen von sechs zentralen Name-Servern weiter, die für den .de-Raum zuständig sind. Der Name-Server vermittelt die Anfrage anschließend an einen kleineren DNS-Server bei den Internet-Providern. Darüber gelangt die Anfrage schließlich beim eigentlichen Server der Internet-Seite, und die Inhalte werden ausgegeben. Am Mittwochnachmittag funktionierte der erste Schritt dieses Vorgangs nicht. Laut DENIC arbeiten die Systeme seit 15.45 Uhr wieder korrekt.
Doch nicht nur die jeweiligen Internet-Seiten waren am Mittwochnachmittag nicht erreichbar. Auch der E-Mail-Verkehr war stark beeinträchtigt. Heise.de rechnet damit, dass viele Nachrichten nicht angekommen sind oder gar verloren gingen. Hintergrund: Ein E-Mail-Server prüft die Absenderadresse über die Namensauflösung. Bekommt er dabei eine Fehlermeldung zurück, nimmt er die E-Mail nicht an. So könnten durchaus zahlreiche E-Mails, die von einer .de-Adresse verschickt wurden, im Internet-Nirwana verschwunden sein.
Sascha Plischke und Jens Müller
tztztz schrieb:
am 13. Mai 2010 um 12:48:04
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An Robespierre
Schön und gut, was Du da sagst bzw. schreibst. Aber bitteschön - wer spricht denn vom Stecker ziehen, wenn die Möglichkeit
eines im Server selbst liegenden Stromversorgungsfehlers (z.B. Netzteil geht ex) liegt?!? Dann ist auch "Strom weg"! Auch professionelle Geräte, wie die Server bei DENIC können kaputt gehen. U.U. ist dann Stecker drin lassen sogar gefährlich ;-)
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Deppendorfer schrieb:
am 13. Mai 2010 um 11:33:20
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Saisonaler Netztod
Was, wenn wirklich mal lebensnotwendige Systeme Pause machen oder komplett versagen ? Wir haben ja erste Probeläufe ohne
Stron und somit Heizung schon erlebt. Was muss noch alles passieren, bevor der Homo Globalis etwas Vernunft zurückgewinnt ?
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Klaus schrieb:
am 13. Mai 2010 um 10:09:32
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de ausfall
was hat die telecom damit zu tun, die ausfaelle sind bei denic gewesen lieber albert.
ausserdem sieht es so aus, als haetten sie
es immer noch nicht im griff. habe gerade geschaut weder unsere
eigene noch eine unser kunden domains ist ereichbar.
das ganze liegt langsam schon im bereich der geschaeftsschaedigung was die denic leute so treiben.
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