18.01.2012, 18:35 Uhr | Andreas Lerg / css
Der Internet Traffic Report meldet Probleme mit dem Internet. (Quelle: imago)
Das Internet verliert immer mehr Daten. An den wichtigen Knotenpunkten des Internet-Datenverkehrs gehen zunehmend Datenpakete verloren – bis hin zum Totalausfall. Dienstleister wie Internet Traffic Report (ITR) überwachen den weltweiten Internet-Verkehr; deren Messungen belegen die schlechter werdende Qualität der Datenübertragung. Betroffen sind vor allem die USA und Asien, doch auch in Europa häufen sich Probleme. Die Ursachen sind bisher nicht genau bekannt.
Egal ob ein Nutzer eine Internet-Seite ansurft, eine E-Mail verschickt, im Netz Videos ansieht oder eine Datei herunter lädt, jederzeit werden im Internet Daten übertragen. In Datenpakete aufgeteilt, gehen die Informationen häppchenweise auf teilweise verschlungenen und immer wieder anderen Wegen auf die Reise durch das weltweite Netz, bis sie schließlich auf dem eigenen PC ankommen. Dort werden die Pakete geordnet und zu einer für den PC lesbaren Datei zusammengefügt. Wie die Messungen des ITR zeigen, verschwinden jedoch immer häufiger Datenpakete auf ihrer Reise durch das Internet für immer.
Dieses als Packet Loss (Paketverlust) bezeichnete Problem können moderne Übertragungsprotokolle zwar bis zu einem gewissen Grad ausgleichen, doch ITR misst immer häufiger einen Packet Loss von 100 Prozent – Komplettverlust. Geschieht dies an wichtigen Knotenpunkten des Internet, kann das zu spürbaren Qualitätseinbrüchen der Datenübertragung führen. Lange Wartezeiten auf Webseiten, ruckelnde Videos oder abbrechende Downloads sind die Folge. Im schlimmsten Fall kommt es zu der kryptischen Fehlermeldung "110" im Browser – der Server antwortet nicht, da ein bestimmtes Zeitlimit zum Warten überschritten wurde.
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Eigentlich soll die paketbasierte Datenübertragung für Sicherheit und Stabilität des Internet sorgen. Denn kommt es unterwegs zu einem Problem bei der Datenübertagung, weil eine der vielen Internet-Routen eine Störung hat, ist lediglich ein Paket weg und nicht die gesamte Datei oder der gesamte Datenstrom. Prüfmechanismen fordern dann vom Anbieter das Datenpaket erneut an, es wird ein weiteres mal abgeschickt. Der Nutzer merkt davon üblicherweise nichts. Dazu darf die Paketverlustrate an den wichtigen Knotenpunkten des Internet nicht zu groß sein. Jedoch versickern derzeit ein Drittel aller Daten aus Asien und ein Viertel der Pakete aus Nord Amerika im Netz. Und auch die Knotenpunkte in Europa beginnen zu schwächeln – fast jedes zehnte Paket kommt nicht mehr beim Nutzer an. Surfer in Italien haben es derzeit richtig schwer – bei einer Stichprobe über die letzten 24 Stunden melden zwei der drei großen Knotenpunkte Totalausfall.
Die genaue Ursache für die steigenden Paketverluste nennt ITR nicht. Ursachen sind zu lange Datenleitungen, die durch eine elektrische Dämpfung das Signal schwächen. Auch defekte Kabel oder andere elektrische Störungen können den physischen Transport der Daten bremsen oder stören. Und bei einem sehr hohen Datenverkehrsaufkommen können nicht alle Pakete sofort durch geleitet werden. Deshalb werden diese an den Verkehrsknotenpunkten zwischengespeichert. Kommen mehr Pakete an einem solchen Knoten an, als dieser zwischenspeichern und weiterleiten kann, kann es zu Datenverlust kommen. Da vor allem durch Multimediainhalte wie Videos und Musik das Datenaufkommen im Internet massiv wächst, muss die Infrastruktur ständig an die neuen Anforderungen angepasst werden.
Andreas Lerg / css
Arnie schrieb:
am 18. Januar 2012 um 21:24:35
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Terminator
Ich sage nur Skynet
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Franz schrieb:
am 18. Januar 2012 um 21:11:23
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Datenverlust
Ich bin der Meinung dass der Datenverlust auf die ernorm ansteigende Verwendung von mobilen Endgeräten zurück zu führen ist,
die Mobilfunkbetreiber sind nicht in der Lage, bzw. haben nicht die Kapazität, die Datenmengen weiter zu leiten. Quasi ein Rückstau an Daten... der verloren geht und ich meine damit.....absichtlich verloren geht.
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Luser schrieb:
am 18. Januar 2012 um 20:38:35
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(139)
Verlust von Datenpakete
Da sind die Geheimdienste Schuld daran die wollen allen Mist lesen und verschlampen das meiste oder leiten es an
falsche Adressen . und keiner will es gewesen sein
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