12.02.2008, 15:07 Uhr | Sascha Plischke
Immer mehr vertrauenswürdige Seite sind mit Viren verseucht. (Montage: T-Online)Das Anti-Malware-Team des Suchmaschinenriesen Google hat beunruhigende Fakten veröffentlicht. Immer mehr legitime Internetseiten werden von Angreifern gehackt und zur Verbreitung von Schädlingen missbraucht. Das Risiko für Internet-Nutzer hat sich in den vergangenen neun Monaten vervierfacht.
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Seit mehr als 18 Monaten durchsucht ein Team des Suchmaschinenriesen die Tiefen des Web nach gefährlichen Webseiten. Die nun veröffentlichten Ergebnisse sind beunruhigend: Unter dem Titel "All Your iFrame Are Point to Us" berichtet Niels Provos im Google Online Security Blog, sein Team habe bei der Untersuchung mehrerer Milliarden Web-Seiten mehr als drei Millionen Seiten auf über 180.000 Websites entdeckt, die Schädlinge verbreiteten.
Immer mehr gefährliche Seiten
Der Anteil potenziell gefährlicher Websites in den Google-Trefferlisten ist demnach seit April 2007 von unter 0,4 Prozent auf mehr als 1,5 Prozent im Dezember gestiegen. Der Trend zeigt Provos zufolge weiter nach oben. Insbesondere in den letzten Monaten werden immer mehr eigentlich vertrauenswürdige Internetseiten gehackt und als Malware-Schleudern missbraucht. Die Täter nutzen dabei jede sich bietende Sicherheitslücke aus. Egal ob Schwachstellen im PDF-Format oder Lecks in beliebten Browsern, die Kriminellen nutzen jeden möglichen Angriffsvektor, um auf die Rechner ihrer Opfer zu gelangen. Nur wer regelmäßig seine Software auf den neuesten Stand bringt, kann das Infektionsrisiko einigermaßen in Grenzen halten. Aber auch das bietet im Ernstfall keinen kompletten Schutz.
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Besuch gefährlicher Seiten meiden
Nur das Meiden der gefährlichen Seiten schützt komplett vor dem Zugriff der Cyber-Gangster. Doch wie lässt sich eine manipulierte Seite erkennen? Die Regel, dass potentiell gefährliche Seiten nur in den dunklen Ecken des Web lauert, auf Warez-Seiten und Crack-Verzeichnissen, gilt nicht mehr. Die kriminellen Hacker haben aufgerüstet und schleusen schädlichen Code immer wieder auch auf grundsoliden Seiten ein. Eine Strategie ist dabei das Einschleusen von Malware-Links etwa über Multimedia-Inhalte wie Flash-Videos. Zwar bemühten sich die Internetseiten-Betreiber redlich ihre Server wieder sauber zu bekommen. Sie finden und stopfen allerdings nie alle Sicherheitslöcher. Deshalb sind solche Seiten oft ein paar Tage später wieder verseucht.
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Was hilft gegen die Malware-Schleudern
Hilfe verspricht hier nur eine umfassende Verteidigungsstrategie. So bieten große Internetunternehmen und Sicherheitsdienstleister verschiedene Services zum Aufspüren gefährlicher Seiten an. Mit dem Plugin McAfee SiteAdvisor warnt der Browser bei dem Besuch gefährlicher Webseiten. Aber auch aktuelle Browser können viele Bedrohungen erkennen und vor dem Besuch einer Seite warnen. Außerdem sollten Anwender neben der regelmäßigen Installation aller wichtigen Sicherheitsupdates zu gängigen Tools und Browsern auch ihren Virenscanner stets auf dem neuesten Stand halten. So können Eindringliche unschädlich gemacht werden, die es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen auf den Rechner geschafft haben.
Sascha Plischke
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