28.09.2009, 15:41 Uhr | pcwelt.de
Unterem Strich bietet der Intel Core i5-750 die beste Rechenleistung in der Preisklasse bis 200 Euro. Gegenüber dem bisherigen Spitzenreiter AMD Phenom II X4 955 Black Edition erarbeitet sich die Intel-CPU einen Tempovorsprung von durchschnittlich 17 Prozent, in der Spitze sind es sogar bis zu 30 Prozent. Im Vergleich zum hauseigenen Rivalen Core i7 920 hingegen muss sich der Core i5-750 meist geschlagen geben.
Das gilt beispielsweise für professionelle Anwendungen, bei denen der Core i7 920 seine acht virtuellen Rechenkerne voll auslasten kann. So erreichte der Core i5-750 im Rendering-Test von Cinebench 10 zwar respektable 11298 Punkte und hatte den X4 955 (10451 Punkte) klar im Griff, war aber gut 13 Prozent langsamer als der Core i7 920 (13006 Punkte). Auch bei der Finanzanalyse-Software Sungard hatte der Core i5-750 das Nachsehen gegenüber dem Core i7 920: Mit 433 Sekunden in diesem Benchmark war die Intel-CPU sogar gut 23 Prozent langsamer als der Core i7 920 (351 Sekunden). Auf Augenhöhe mit dem Core i5 agierte hingegen die AMD-CPU, die mit 432 Sekunden nur einen Wimpernschlag schneller war.
Multimedia-Leistung
Apples iTunes 7.5 nutzen wir, um mit Hilfe des integrierten MP3-Codec eine Musik-CD (13 Lieder mit einer Gesamtlaufzeit von 52 Minuten) vom WAV- ins MP3-Format mit 192 KBit/s zu überführen. Für die Formatumwandlung benötigte der Intel Core i5-750 phänomenal flinke 45 Sekunden. Damit kam der Core i5 dem Leistungsniveau der derzeit schnellsten Desktop-CPU Intel Core i7 975 Extreme Edition gefährlich nahe, die lediglich einen Zeitvorteil von 2 Sekunden herausholte. Der Vorsprung des Core i5-750 gegenüber dem Core i7 920 betrug 10 Sekunden (plus 22 Prozent) und im Vergleich zum Phenom II 955 sogar 12 Sekunden (plus 27 Prozent). Der Grund für das gute Abschneiden des Core i5-750 in diesem Test: Da iTunes nur zwei CPU-Kerne auslastet, kann der Core i5-750 diese im höchsten Turbo Mode mit 3,2 GHz rechnen lassen.
Ein ähnliches Bild zeigte der zweite Test mit iTunes, in dem wir den 1080i-Trailer von Ice Age 2 vom 264-Format ins MPEG-4-Format (124 KBit/s) umwandeln und dabei die Auflösung auf 640 x 352 Bildpunkte reduzieren. Der Intel Core i5-750 brauchte für diese Videoformat-Umwandlung 84 Sekunden und rechnete damit fast so schnell wie der Core i7 965 Extreme Edition (82 Sekunden). Gegenüber dem Core i7 920 mit 97 Sekunden erarbeitete sich der Core i5 ein Tempoplus von gut 15 Prozent, im Vergleich zur AMD-CPU (108 Sekunden) waren es fast 30 Prozent.
CPU-Spieleleistung
Wie schnell der Intel Core i5-750 in Spielen die Wegfindung der künstlichen Intelligenz berechnet und physikalische Effekte korrekt simuliert, prüfen wir mit dem CPU-Test des Benchmarks 3DMark 06. Sowohl die Wegfindung als auch Teile der Physikberechnung lassen sich in mehrere Aufgaben unterteilen, so dass alle CPU-Kerne beschäftigt sind und der Core i5 im Turbo Mode nur mit 2,8 GHz arbeitet. Der Core i5-750 schlug sich mit 4305 Punkten wacker, musste sich aber sowohl dem Core i7 920 (4991 Punkte) als auch der AMD-CPU (4521 Punkte) geschlagen geben.
Im Praxis-Spieletest messen sich die CPUs im Hardware-hungrigen Ego-Shooter Crysis. Crysis basiert auf der Spiele-Engine Cryengine 2, die beispielsweise in der Lage ist, Partikeleffekte, die künstliche Intelligenz von Spielfiguren sowie die Simulation von physikalisch korrektem Verhalten von 3D-Objekten in parallele Rechenprozesse aufzuteilen. Um den Einfluss der Grafikkarte auf die Bildwiederholfrequenz zu minimieren, erfolgt die Messung bei einer Auflösung von lediglich 800 x 600 Bildpunkten, deaktiviertem Anti-Aliasing und der niedrigsten Bildqualitätsoption "Low" mittels des integrierten Benchmarks.
Bei der minimalen Bildwiederholrate stellte der Core i5-750 mit 104 Bildern pro Sekunde einen neuen Rekord auf. Der Core i7 920 hinkte spürbar (89 Bilder/s), die AMD-CPU deutlich (73 Bilder/s) hinterher. Durchschnittlich kam der Core i5 auf 147 Bilder pro Sekunde und büßte seinen Vorsprung gegenüber dem Core i7 920 (140 Bilder/s) fast komplett ein, während die AMD-CPU (117 Bilder/s) kaum Boden gutmachen konnte. Ähnlich sah es bei der maximalen Bildwiederholrate aus: Mit 182 Bildern pro Sekunde lag der Core i5-750 nur noch knapp vor dem 920er (172 Bildern/s ), während der 955er von AMD (147 Bilder/s) fast 24 Prozent langsamer war.
Fazit Intel Core i5 750
Nachdem Intel AMD monatelang kampflos die CPU-Klasse bis 200 Euro überlassen hat, meldet sich der Halbleiter-Gigant jetzt mit dem Core i5-750 eindrucksvoll zurück: Als Klassenbester in den Fächern Rechenleistung und Energieeffizienz holt sich die neue Quad-Core-CPU von Intel nicht nur den Testsieg, sondern auch unseren Tempo-Tipp. Aufgrund der automatischen Übertaktungsfunktion kann der Core i5-750 seine Stärken vor allem bei Programmen ausspielen, die maximal zwei CPU-Kerne auslasten. Dies ist beispielsweise bei den meisten PC-Spielen und gängigen Anwendungen aus dem Office- und Multimedia-Bereich der Fall. Auch wenn Sie häufig mit vielen Programmen gleichzeitig arbeiten, ist die Intel-CPU eine gute Wahl.
Nur wenn Sie regelmäßig Software einsetzen, die vier oder mehr Rechenaufgaben parallel abarbeiten kann, sind Sie mit einem taktstarken Phenom II oder einem Core i7 besser beraten.
Doch damit nicht genug. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis des Core i5-750 fällt sehr günstig aus. Der Quad-Core kostet nur 165 Euro und rechnet unter bestimmten Bedingungen fast so flink wie der fünf Mal so teure Intel Core i7 975 Extreme Edition – die derzeit schnellste Desktop-CPU im Test. Gleichzeitig ist es Intel mit dem P55-Chipsatz gelungen, die Kosten für die CPU-Plattform auf ein erschwingliches Preisniveau zu drücken – Hauptplatinen für den Core i5 bekommen Sie bereits ab 80 Euro. Unterem Strich ist der Core i5-750 also ein echtes Schnäppchen und geht auch noch als Preis-Tipp unter den Quad-Core-CPUs bis 200 Euro über den Zielstrich.
Alternativen
Wenn Sie Ihre AM2+-Hauptplatine mit einem schnelleren CPU aufrüsten möchten, ist die Quad-Core-CPU AMD Phenom II X4 955 Black Edition eine sehr gute Wahl.
Testergebnisse und technische Daten
CPU | |
Intel Core i5-750 | |
Gesamtnote | sehr gut (1,20) |
Testkategorie | CPUs bis 200 Euro |
Anzahl Testkandidaten | 24 CPUs im Test |
CPU-Hersteller | Intel |
Intels Internetadresse | |
Preis (Straßenpreis, Stand 17.09.2009) | rund 165 Euro |
Intels technische Hotline | 069/95096099 |
Garantie des Herstellers | 36 Monate |
Intel Core i5-750 | |
BEWERTUNG (0-100 Punkte) | |
Rechenleistung (50%) | 100 |
Ergonomie (25%) | 100 |
Ausstattung (25%) | 81 |
Gesamtergebnis | 95 von 100 |
Preis-Leistung | sehr günstig |
Intel Core i5-750 | |
TECHNISCHE DATEN | |
CPU-Steckplatz | LGA1156 |
Anzahl der physikalischen Prozessorkerne | 4 |
Anzahl der virtuellen Kerne | 0 |
CPU-Arbeitstakt | 2,67 GHz |
Front Side Bus / Referenztakt | 133 MHz |
Hypertransport-/Quickpath-Link | nicht vorhanden |
L1-Cache / shared | 64 KB / nein |
L2-Cache / shared | 256 KB / nein |
L3-Cache / shared | 8192 KB / ja |
Befehlssatzerweiterungen |
|
3DNow | nein |
MMX | ja |
SSE | ja |
SSE 2 | ja |
SSE 3 | ja |
SSE 4 | 4.2 |
64-Bit-kompatibel | ja |
Hyper-Threading / Simultanes Multi-Threading | nein |
Virtualisierungsfunktionen | ja |
dynamische Spannungsversorgung | Rechenkerne & Speichercontroller |
Buffer-Overflow-Schutz | ja |
Trusted computing | nicht möglich |
Heat-Spreader | ja |
Leistungsaufnahme (Thermal Design Power) | 95 Watt |
Intel Core i5-750 | |
TESTERGEBNIS | |
Ergonomie |
|
Stromverbrauch, Leerlauf ohne Energiesparmodus | 132 Watt |
Stromverbrauch, Leerlauf mit Energiesparmodus | 130 Watt |
Stromverbrauch, volle CPU-Last auf alle Kerne | 209 Watt |
Stromverbrauch, volle Grafik-Last | 213 Watt |
Rechenleistung pro Watt | 54 Punkte/Watt |
Multimedia-Leistung |
|
Cinebench 10, Rendering, ein CPU-Kern | 3535 Punkte |
Cinebench 10, Rendering, alle CPU-Kerne | 11.298 Punkte |
iTunes, Audio-Konvertierung (WAV -> MP3) | 45 Sekunden |
iTunes, Video-Konvertierung (1080i -> MPEG4) | 84 Sekunden |
3DSMax SPECapc, Rendering-Test Space | 55 Sekunden |
3DSMax SPECapc, Rendering-Test Underwater | 79 Sekunden |
PC-Mark Vantage, TV and Movies | 1393 Punkte |
Sysmark 2007, Video Creation | 155 Punkte |
Sysmark 2007, 3D-Modeling | 204 Punkte |
PC-Mark Vantage, Music | 5074 Punkte |
3D-Leistung |
|
Crysis, 1024 x 768 Bildpunkte, mittlere Qualität (min./mittel/max. Bildrate) | 31 / 53 / 70 Bilder/s |
Crysis, 800 x 600 Bildpunkte, niedrige Qualität (min./mittel/max. Bildrate) | 104 / 147 / 182 Bilder/s |
3D-Mark 06, CPU-Test | 4305 Punkte |
PC-Mark Vantage, Gaming | 6396 Punkte |
Office-Leistung |
|
Sysmark 2007, Office Productivity | 133 Punkte |
Sysmark 2007, E-Learning | 183 Punkte |
PC-Mark Vantage, Communications | 4645 Punkte |
PC-Mark Vantage, Productivity | 5040 Punkte |
Analyse-Leistung |
|
Sungard ACR, Monte-Carlo-Simulation | 433 Sekunden |
Systemleistung |
|
Sysmark, Gesamt | 166 Punkte |
PC-Mark Vantage, Gesamt | 5899 Punkte |
PC-Mark Vantage, Memories | 4480 Punkte |
PC-Mark Vantage, HDD | 3648 Punkte |
pcwelt.de
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Internet Explorer 9: Flotter Seiten- aufbau bei voller Sicherheit. mehr
Neues Oberklassen-Smartphone mit 4,7-Zoll-Display. zum Video