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Intel Core i3-530: Dual-Core-CPU im Test (Foto: pcwelt.de)
Der Intel Core i3-530 ist mit knapp 100 Euro die preisgünstigste Variante aller 13 Core-Modelle, die aktuell auf dem Markt sind. Intel produziert den 2,93-GHz-Dual-Core im fortschrittlichen 32-Nanometer-Verfahren. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Stromverbrauch des Prozessors aus, sondern erlaubt es dem Chipriesen auch, in die CPU eine Grafiklogik zu integrieren: Für einen Hunderter bekommen Sie beim Core i3-530 also CPU & Grafik in einem "Chip".
Die Grafikeinheit Intel HD Graphics des Core i5-661 arbeitet nur mit 700 statt 900 MHz, entspricht ansonsten aber dem DirectX-10-Kern des Intel Core i5-661 mit 12 Shader-Einheiten, einem adressierbaren Videospeicher von bis zu 1792 MB und einer maximalen Auflösung von 2560 x 1600 Bildpunkten. Für 3D-Spiele ist die Grafiklogik also nicht geeignet, dafür macht sie ihrem Namen alle Ehre: Sie kann zwei HD-Video-Streams gleichzeitig decodieren und unterstützt neben dem Kopierschutz HDCP auch die HD-Audio-Formate Dolby TrueHD und DTS-HD. Bei der Audio- und Videowiedergabe ist die Intel HD Graphics also auf dem Stand der Technik.
Als Einsteigermodell der Core-Familie muss der Intel Core i3-530 auf einige nützliche Funktionen verzichten: Im Gegensatz zu den Core-i5-CPUs unterstützt der i3-530 nicht die automatischen Übertaktungsfunktion "Turbo Mode" und muss zudem auf den zusätzlichen Befehlssatz AES-NI verzichten, der Programme wie Winzip, die die Verschlüsselungsfunktion Advanced Encryption Standard einsetzen, um bis zu 100 Prozent beschleunigt. Dafür beherrscht der Core i3-530 Hyper-Threading (HT). Diese Technik führt zu einer besseren Auslastung der Recheneinheiten, indem jeder Rechenkern als virtueller Zwei-Kern-Prozessor arbeitet.
Der Intel Core i3-530 besteht genau genommen aus zwei Chips in einer gemeinsamen Verpackung für den LGA1156-Steckplatz: Der Dual-Core-CPU sowie einem zweiten 45-Nanometer-Chip, in den Intel den Grafikkern, den Speicher-Controller und eine PCI-Express-Schnittstelle mit 16 Kanälen gepackt hat. Die beiden Chips verbindet Intel über das Direct Media Interface (DMI).
Trotz des identischen Steckplatzes ist aufgrund der veränderten CPU-Architektur der P55-Chipsatz nicht der optimale Partner für den Core i3-530. Die Dual-Core-CPU funktioniert nach einem Bios-Update zwar auch mit P55-Hauptplatinen, allerdings lässt sich dann der integrierte Grafikkern nicht nutzen. Deshalb hat Intel für den Core i5-661 die neuen Chipsätze H55, H57 und Q57 entwickelt. Auf den meisten Platinen findet sich der H55-Chipsatz, an dem man das Zusammenspiel zwischen CPU, Grafik, Speicher und Peripherie gut aufzeigen kann.
Der H55-Chipsatz besteht aus einem Halbleiterbaustein und fungiert hauptsächlich als South-Bridge: Er stellt unter anderem die Schnittstellen für den Audio- und Netzwerkchip sowie den SATA- und USB-Controller zur Verfügung. Zwei Datenleitungen verbinden CPU und Chipsatz: Zum DMI gesellt sich bei Core i3-530 das Flexible Display Interface (FDI). Darüber läuft der Datentransfer zwischen der in der CPU integrierten Grafiklogik und den Video-Ausgängen der Hauptplatine (siehe Blockschaltbild). Der Core i3-530 kann aber auch die eingebaute PCI-Express-Schnittstelle nutzen, um eine Grafikkarte über 16 oder zwei Grafikkarten über je 8 Kanäle anzusteuern. Das FDI schaltet sich und die integrierte Grafiklogik automatisch ab, sobald Sie eine Grafikkarte in den 16x-PCI-Express-Steckplatz der Hautplatine stecken.
Das Test-System des Intel Core i3-530 benötigte im Desktop-Modus lediglich 67 Watt – das war der niedrigste Verbrauchswert aller CPU-Modelle im Test. Der direkte AMD-Konkurrent in dieser Preisklasse, der AMD Phenom II X4 810 (110 Euro) verbrauchte mit 116 Watt annähernd doppelt so viel Energie. Unter voller CPU-Last beeindruckte das Testsystem des Core i5-661 ebenfalls mit dem bisher niedrigsten Stromverbrauch von sagenhaften 109 Watt. Die Testplattform des AMD-Rivalen schluckt mit 187 Watt fast 72 Prozent mehr Energie.
Wie viel Rechenleistung der Prozessor pro Watt bietet, verrät die Energieeffizienz. Die PC-WELT ermittelt die Energieeffizienz aus der Rechenleistung unter Cinebench 10 bei Vollauslastung aller Kerne geteilt durch den Bruttostromverbrauch der Testplattform. Mit 69,9 Punkten pro Watt erzielte der Intel Core i3-530 ein gutes Ergebnis, das aktuell für den fünften Platz in dieser Disziplin reicht. Zum Vergleich: Der Intel Core i7-870 hält mit 82,6 Punkten pro Watt hier die Spitzenposition, während der direkte AMD-Konkurrent X4 810 lediglich 45,6 Punkte pro Watt erreichte.
Der Intel Core i3-530 war über alle Tempo-Tests gemittelt etwas schneller als der Intel Core 2 Quad Q9300. Den direkte AMD-Konkurrent Phenom II X4 810 überflügelte der Core i3-530 ebenfalls in den meisten Tests. Unterm Strich bietet Intels Dual-Core-CPU eine solide Rechenleistung für gängige Büro- und Multimedia-Aufgaben. Alle Testergebnisse finden Sie auf der nächsten Seite.
Der Intel Core i3-530 ist die ideale Besetzung für besonders stromsparende Office- und Multimedia-PC - sofern Sie überwiegend Software einsetzen, die maximal zwei Rechenaufgaben parallel abarbeiten kann. Nutzen Sie hingegen häufig Anwendungen, die für Quad-Core-CPUs optimiert sind wie beispielsweise Rendering-Software, sind der Intel Core i5-750 oder der AMD Phenom II X4 die bessere Wahl. Das gilt auch für ernsthafte Spieler und PC-Nutzer, die mit vielen Programmen gleichzeitig arbeiten.
Setzen Sie häufig rechenhungrige Programme ein, die vier oder mehr CPU-Kerne voll auslasten, sollten Sie zum Intel Core i5-750 greifen. Die Quad-Core-CPU bietet für 50 Euro Aufpreis eine spürbar höhere Rechenleistung. Wer weniger investieren will, findet im Quad-Core AMD Phenom II X4 945 für 120 Euro eine Alternative mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis.
CPU |
|
Intel Core i3-530 | |
Gesamtnote | gut (2,48) |
Testkategorie | CPUs bis 200 Euro |
Anzahl Testkandidaten | 11 CPUs im Test |
CPU-Hersteller | Intel |
Intels Internetadresse | |
Preis (Straßenpreis, Stand 10.02.2010) | rund 100 Euro |
Intels technische Hotline | 069/95096099 |
Garantie des Herstellers | 36 Monate |
Intel Core i3-530 |
|
BEWERTUNG (0-100 Punkte) | |
Rechenleistung (50%) | 39 |
Ergonomie (25%) | 84 |
Ausstattung (25%) | 91 |
Gesamtergebnis | 63 von 100 |
Preis-Leistung | günstig |
Intel Core i3-530 |
|
TECHNISCHE DATEN | |
CPU-Steckplatz | LGA1156 |
Anzahl der physikalischen Prozessorkerne | 2 |
Anzahl der virtuellen Kerne | 4 |
CPU-Arbeitstakt | 2,93 GHz |
Front Side Bus / Referenztakt | 133 MHz |
Hypertransport-/Quickpath-Link | nicht vorhanden |
L1-Cache / shared | 64 KB / nein |
L2-Cache / shared | 256 KB / nein |
L3-Cache / shared | 4096 KB / ja |
Befehlssatzerweiterungen | |
SSE 4 | 4.2 |
AES | nein |
64-Bit-kompatibel | ja |
Hyper-Threading / Simultanes Multi-Threading | ja |
Virtualisierungsfunktionen | ja |
dynamische Spannungsversorgung | Rechenkerne & Speichercontroller |
Buffer-Overflow-Schutz | ja |
Trusted computing | aktivierbar |
Heat-Spreader | ja |
Leistungsaufnahme (Thermal Design Power) | 73 Watt |
Intel Core i3-530 |
|
TESTERGEBNIS | |
Ergonomie | |
Stromverbrauch, Leerlauf ohne Energiesparmodus | 68 Watt |
Stromverbrauch, Leerlauf mit Energiesparmodus | 67 Watt |
Stromverbrauch, volle CPU-Last auf alle Kerne | 109 Watt |
Stromverbrauch, volle Grafik-Last | 255 Watt |
Rechenleistung pro Watt | 69,9 Punkte/Watt |
Rechenleistung pro GHz | 2600,3 Punkte/GHz |
Multimedia-Leistung | |
Cinebench 10, Rendering, ein CPU-Kern | 3174 Punkte |
Cinebench 10, Rendering, alle CPU-Kerne | 7619 Punkte |
iTunes, Audio-Konvertierung (WAV -> MP3) | 45 Sekunden |
iTunes, Video-Konvertierung (1080i -> MPEG4) | 101 Sekunden |
3DSMax SPECapc, Rendering-Test Space | 93 Sekunden |
3DSMax SPECapc, Rendering-Test Underwater | 129 Sekunden |
PC-Mark Vantage, TV and Movies | 4229 Punkte |
Sysmark 2007, Video Creation | 144 Punkte |
Sysmark 2007, 3D-Modeling | 178 Punkte |
PC-Mark Vantage, Music | 6338 Punkte |
3D-Leistung | |
Crysis, 1024 x 768 Bildpunkte, mittlere Qualität | 64 Bilder/s |
Crysis, 800 x 600 Bildpunkte, niedrige Qualität | 116 Bilder/s |
Resident Evil 5, Test 2, 1280 x 1024 Bildpunkte | 78 Bilder/s |
3D-Mark 06, CPU-Test | 4305 Punkte |
PC-Mark Vantage, Gaming | 6245 Punkte |
Office-Leistung | |
Sysmark 2007, Office Productivity | 123 Punkte |
Sysmark 2007, E-Learning | 167 Punkte |
PC-Mark Vantage, Communications | 5605 Punkte |
PC-Mark Vantage, Productivity | 5349 Punkte |
Analyse-Leistung | |
Sungard ACR, Monte-Carlo-Simulation | 668 Sekunden |
Systemleistung | |
Sysmark, Gesamt | 151 Punkte |
PC-Mark Vantage, Gesamt | 6256 Punkte |
PC-Mark Vantage, Memories | 5891 Punkte |
PC-Mark Vantage, HDD | 4458 Punkte |
Quelle: PC-Welt
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