31.08.2010, 09:15 Uhr | t-online.de
Computerwürmer nutzen USB-Stecker als Infektionswerg. (Foto: stock.xchng)
Der USB-Anschluss ist der Hauptangriffspunkt für moderne Computer-Schädlinge. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Sicherheitsunternehmens Panda Security. Jeder vierte in diesem Jahr neu programmierte Computer-Wurm nutzte mittlerweile USB-Anschlüsse als Weg in den PC. Für die Studie hatte Panda Security Computer in mehr als zehntausend Unternehmen aus Europa, Nord- und Lateinamerika auf Infektionen und deren Ursachen untersucht. Bei 25 Prozent der Firmen konnten die Experten Infektionen ausfindig machen, die auf ein USB-Gerät zurückzuführen waren. Aber auch im privaten Bereich wird der USB-Anschluss immer mehr zum Einfallstor für Viren und Trojaner.
Bei einer Infektion über den USB-Anschluss nutzen die Angreifer aus, dass Windows beim Anschluss von USB-Geräten an den Computer auf die Autorun.inf-Datei zurückgreift. Sie liegt im Hauptverzeichnis des Geräts und ermöglicht es, Dateien oder Anwendungen vollautomatisch bei einer Verbindung zum PC zu starten. Die Computer-Schädlinge sind so programmiert, dass sie die Autorun.inf-Datei manipulieren, damit auch Schädlinge auf dem USB-Gerät vollautomatisch gestartet werden. Der PC wird auf diese Weise unmittelbar nach Anschluss des Gerätes infiziert. Ein Wurm wartet dann auf den Anschluss weiterer USB-Geräte, auf die er sich dann kopiert, um so auf weitere Rechner zu gelangen.
Besonders Unternehmen sind von dieser Art Angriff betroffen. Für Online-Kriminelle ist eine Infektion über USB-Geräte der perfekte Weg, um ihre Spionage-Software an den ausgeklügelten Sicherheitsmaßnahmen der Konzerne vorbei zu schleusen. Damit werden jedoch auch private Computer zum Ziel: Infiziert ein Mitarbeiter seinen privaten Computer oder einen im Heim-Netzwerk genutzten Arbeitsrechner, kann er den Schädling unbemerkt ins Netzwerk seines Arbeitgebers einschleppen. Den Kriminellen spielt dabei in die Hände, dass immer mehr Geräte auf den USB-Standard setzen, auch zum Laden des Akkus.
"Es sind mittlerweile so viele Geräte auf dem Markt, die sich per USB an einen Computer anschließen lassen: Digitalkameras, Mobiltelefone, MP3- und MP4-Player", so Luis Corrons, Technischer Direktor bei Panda Security. Der gemeinsame Anschluss sei für den Anwender sehr praktisch, doch weil alle diese Geräte über einen internen Speicher verfügten, könnten sie als Träger eines Trojaners oder Wurms dienen. Wer sein Handy oder seinen MP3-Player an einen anderen Computer als den eigenen anschließt, geht damit jederzeit die Gefahr einer Infektion ein. Umgekehrt kann der Anwender mit diesen Geräten Computer-Schädlinge weiter verbreiten – oft ohne davon zu wissen.
Schutz verspricht nur größere Vorsicht im Umgang mit USB-Geräten. Anwender sollten nicht jeden USB-Stick einfach bedenkenlos an ihren Computer anschließen. Vor allem wenn der Speicher regelmäßig durch viele Hände geht, sollte er regelmäßig auf Malware überprüft werden. Auch die Installation einer aktuellen Anti-Viren-Software kann helfen, das Infektionsrisiko zu minimieren. Zudem sollten Sie wenn möglich auf Ihrem Computer die automatische Ausführung von Autorun-Dateien verhindern. Windows 7 unterbindet dies schon ab Werk. Unter Vista findet sich die Option in der Systemsteuerung unter dem Menüpunkt "Automatische Wiedergabe". Dort müssen Sie nur das Häkchen ganz oben abwählen. Ein Patch für Windows XP schaltet Autorun auch in Microsofts altem Betriebssystem ab.
Quelle: t-online.de
I.R schrieb:
am 24. Oktober 2010 um 21:22:53
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Viren über USB-Stick
Es wird nie einen perfekten Schutz vor Viren und dergleichen geben. Das ist ein ewiges Katz und Maus - Spiel. Man
könnte direkt meinen, daß Virenentwickler und die Entwickler von Antivirensoftware zusammenarbeiten. So werden beide nicht arbeitslos. Ist es nicht so?
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allrounder schrieb:
am 15. September 2010 um 19:08:10
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viren
alles etwas merkwürdig, und wie kommen die dinger auf einen stick?
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Computer Michel schrieb:
am 6. September 2010 um 15:36:53
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Mein TIP ist der einfachste ...
... schaltet den scheiß autostart für alle Geräte ab und Ihr habt die Hintertür deaktiviert. Diese Lücke
gab es auch schon unter früheren Betriebssystemen. Gestern sind zum beispiel mehrere Große Internetseiten entführt worden. Doch gemerkt hat das bis jetzt niemand, weil die ganz schlau vorgehen !!!
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