29.08.2008, 14:35 Uhr | dpa, t-online.de
Beamte jagen auf der IFA Produktpiraten, die Plagiate auf der Messe ausstellen. (Quelle: dpa)Großeinsatz zum IFA-Auftakt: Im Kampf gegen Produktpiraten haben Fahnder von Zoll und Bundespolizei kistenweise Empfänger für digitales Antennenfernsehen, Fernsehgeräte und MP3-Player beschlagnahmt. Rund 220 Beamte waren Im Einsatz und durchsuchten etwa 50 Stände. Der Vorwurf: Aussteller zahlten keine Lizenzgebühren.
Razzia auf der IFA Hier durchsuchte der Zoll Messestände
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Der Einsatz werde bis zum Abend andauern, soNorbert Scheithauer vom Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg. Offenbar hatte die Verwaltungsgesellschaft für Patente Sisvel den Einsatz der Fahnder mit eingeleitet. Dies meldet zumindest das IT-MagazinGolem unter Berufung auf IFA-Aussteller. Sisvel vermarktet die Patente für MP3-Player von Phillips. Bereits in der Vergangenheit hatte das italienische Unternehmen Razzien wegen Patenrechtsverstößen auf der IFA und der CeBIT erwirkt.
Aussteller zahlten keine Lizenzgebühren
Der Grund für Einsatz: Eine Reihe von Ausstellern hatte keine Lizenzgebühren bezahlt. Scheithauer zufolge hatte es vor Beginn der Funkausstellung 69 Anzeigen wegen mutmaßlicher Patentrechtsverstöße gegeben. Dabei gehe es beispielsweise um MP3-Player, für die Hersteller nicht die erforderlichen Patentrechte erworben und schlicht die Geräte abgekupfert hätten. Deshalb würden die Durchsuchungsbeschlüsse nun vollstreckt und Messestände geschlossen. So wurden etwa Fernsehgeräte des chinesischen Herstellers Haier beschlagnahmt.
Größter IFA-Einsatz aller Zeiten
Scheithauer zufolge handele es sich bei dem Einsatz um den größten, den es bislang auf der IFA gegeben habe. Deshalb versuche man, die Störung durch die Ermittler so gering wie möglich zu halten. Dennoch wurde der Messebetrieb durch das massive Aufgebot der Behörden merklich eingeschränkt. Vor allem die Standschließungen sorgten für Aufregung.
Ermittlungen gegen IFA-Aussteller
In den betroffenen Hallen der IFA sind zahlreiche asiatische Hersteller präsent. Scheithauer betonte jedoch, dass es sich nicht um ein asiatisches Problem handele. Von den Ermittlungen seien auch europäische Produzenten betroffen.
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dpa, t-online.de
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