09.06.2010, 16:04 Uhr | dpa, apn, t-online.de
Studie des Innenministeriums warnt vor zunehmendem Identitätsklau im Internet. (Foto: t-online.de) (Quelle: t-online.de)
Mit einer neuen Studie will das Bundesinnenministerium auf die zahlreichen Gefahren im Internet aufmerksam machen. Etwas wahrlich Neues förderte die Untersuchung allerdings nicht zu Tage: Dass sich Internet-Verbrecher professionell organisieren und ihre Opfer nicht nur mit Phishing-Attacken prellen, ist seit längerer Zeit schon bekannt.
Die Gefahr lauert nicht nur beim Online-Banking: Cyber-Kriminelle versuchen immer öfter, auch die Zugangsdaten für E-Mail-Konten, soziale Online-Netzwerke und Auktionsplattformen zu stehlen, wie eine Studie des Bundesinnenministeriums ergab. "Mittlerweile rückt die komplette digitale Identität des Nutzers in den Fokus", erklärten die Autoren am Mittwoch in Berlin. Zahlen legten sie nicht vor. "Das Ausmaß statistisch genau zu erfassen, ist nicht möglich", sagte Mitautor Prof. Georg Borges von der Ruhr-Universität Bochum (RUB).
Hinter den Attacken stünden vor allem kommerzielle Interessen. Schädliche Software wird nach einem Geschäftsmodell verbreitet, "das auf Gewinnmaximierung ausgelegt ist und nichts mehr mit der spielerischen Komponente vergangener Tage zu tun hat", heißt es in der Studie. Beim Online-Banking lässt sich zumindest in Deutschland nur noch schwierig Beute machen. "Der Aufwand ist für die Täter sehr hoch", sagte der IT-Rechtler Borges. Daher sei eine Ausweitung auf andere Bereiche zu beobachten - beispielsweise auf Verkaufs-Plattformen wie eBay. Dort kassieren Betrüger vorab Geld für Waren, die sie nie ausliefern.
Die Experten beobachteten eine "erhebliche Professionalisierung der Malware-Szene", also unter den Cyber-Kriminellen. Die eingesetzten Programmen wie Trojaner seien in der Lage, auch fortgeschrittene Abwehrmaßnahmen wie Virenscanner und Firewall zu umgehen. Die Warnungen zahlreicher Sicherheits-Dienstleister, die Malware-Szene präpariere immer häufiger Internetseiten, wurde durch die Studie belegt. Die Kriminellen stellen die Seiten entweder selbst online oder schleusen schädliche Software durch Sicherheitslücken auf schlampig gepflegten Portalen ein. Besuchern dieser Seiten werden Viren und Trojaner untergeschoben, sogenannte Drive-by-Downloads. 2009 seien die meisten Systeme durch den bloßen Besuch von Internetseiten und durch präparierte PDF-Dokumente attackiert worden.
Werbung in eigener Sache machte die Studie des Bundesinnenministeriums, denn der Einsatz des neuen elektronischen Personalausweises (ePA) könne "wichtige Beiträge zur Verminderung" von Identitätsmissbrauch leisten und den Umfang von Schäden reduzieren. Kontodatenklau mittels Phishing sei dann vermeidbar.
dpa, apn, t-online.de
Deutscher Bürger schrieb:
am 10. Juni 2010 um 19:13:31
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Politik Fördert Verbrechen
Wählt mich und es gibt wieder Zucht und Ordnung. Diese Politik fördert das Verbrechen und Ihr wolltet ja keine
Mitverantwortung tragen. Jedes Weitere Wort ist Energieverschwendung.
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