11.05.2010, 10:26 Uhr | pc-welt.de/t-online.de
Deutsche Polizei sprengt Ring von Raubkopierern. (Bild: Microsoft) (Quelle: Hersteller)
Raubkopien bleiben in Deutschland weiterhin beliebt. Im vergangenen Jahr ist der Anteil illegaler Software hierzulande gestiegen - im Unterschied zu den meisten anderen Regionen der Welt. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsinstituts IDC hervor, die im Auftrag der Business Software Alliance erstellt wurde.
Insgesamt untersuchten die Marktforscher die Verbreitung illegaler Software in 111 Ländern. Fazit: In der Mehrzahl der Länder sank die Piraterierate, insbesondere in Regionen mit traditionell hoher Quote wie in Osteruropa und Asien. In Westeuropa hingegen verzeichnet die IDC-Studie einen Zuwachs. "Die Softwarehersteller werden von diesem gestiegenen Anteil an Raubkopien in Zeiten der Rezession besonders hart getroffen, denn auch der Gesamtmarkt für Software schrumpfte im Krisenjahr", heißt es in der Studie.
Im Vergleich zu 2008 stieg hierzulande der Anteil von Raubkopien von 27 auf 28 Prozent. Im internationalen Ranking der Staaten mit der niedrigsten Raubkopienquote landet Deutschland damit auf Platz 14, zwei Positionen tiefer als im Vorjahr. In den USA liegt die Piraterierate mit 20 Prozent am niedrigsten. Es folgen Luxemburg und Japan mit jeweils 21 Prozent, Neuseeland mit 22 Prozent und Australien, Belgien, Finnland, Österreich, Schweden und die Schweiz mit je 25 Prozent Raubkopien. Für Frankreich ermittelt die Studie 40 Prozent, Russland 67 und Brasilien 56 Prozent. In China soll die Piraterierate bei 79 Prozent liegen. Georgien erreicht mit 95 Prozent den höchsten Anteil an Raubkopien.
Weltweit sollen Programme im Wert von 40 Milliarden Euro raubkopiert worden sein. Deutschland schlägt mit 1,35 Milliarden Euro zu Buche und belegt im internationalen Vergleich Platz sieben. Die IDC-Studie beziffert den Wert der in den USA raubkopierten Software auf 8,4 Millionen US-Dollar. Damit richtet die Softwarepiraterie in den USA laut Studie den höchsten wirtschaftlichen Schaden an. Auf dem zweiten Platz folgt China, wo der Wert der Raubkopien bei 7,6 Millionen US-Dollar liegen soll.
Laut IDC wurden 2009 pro 100 US-Dollar, die für Software ausgegeben wurden, Programme im Wert von 75 US-Dollar raubkopiert. IDC: "Dies betrifft aber nicht nur den Umsatz der Softwarebranche. Eine Studie der IDC aus dem Jahr 2008 kommt zu dem Ergebnis, dass allein in Deutschland 12.300 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen würden und umgerechnet 1,27 Milliarden Euro zusätzlicher Steuereinnahmen eingenommen würden, wenn es gelingt den Anteil raubkopierter Software in Deutschland innerhalb von vier Jahren um zehn Prozentpunkte zu senken." Auftraggeber der Pirateriestudie "Global PC Piracy Study" ist die Business Software Alliance (BSA), ein internationaler Interessensverband der Softwareindustrie, dem unter andern Branchenriesen wie Microsoft und Adobe angehören.
pc-welt.de/t-online.de
Herr Mustermann schrieb:
am 8. Januar 2011 um 05:42:23
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lächerlich irgendwie
hat sich mal einer angeschaut wie diese angeblichen zahlen überhaupt berechnet werden?
jeder der schreit "raubkopierer
sind verbrecher" sollte sich ersteinmal die definition von raub sowie die berechnungsmethoden anschauen. wenn ich openoffice anstatt windows office nutze zähle ich in diesen berechnungen nämlich auch schon als raubkopierer weil ich den für meinen computer berechneten softwaresoll nicht erfülle. das hat nichts mit zuwenig geld zu tun, das ist falsch gerechnete statistik!
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Ich schrieb:
am 29. Dezember 2010 um 19:08:47
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Nur legale Programme
Nutzer von Raubkopien sind böse.
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roland schrieb:
am 11. Mai 2010 um 20:26:44
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Blödsinn!
Wenn ich mein Geld nach Redmond überweise und Dacia statt Golf fahre, entstehen in Wolfsburg bestimmt keine Arbeitsplätze! (und
in Redmond auch nicht)
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