20.06.2011, 13:39 Uhr | t-online.de/dpa
ICANN-Präsident Rod Beckstrom erläutert die neuen Top Level Domains. (Foto: dpa)
Bald gibt es neue Adressen im Internet, denn die zuständige Organisation ICANN hat neue Top Level Domains freigegeben. Damit wird der Weg frei für völlig neue Adress-Endungen wie Städtenamen oder auch Dienstleistungen. Bisher deuten Endungen wie .de vor allem auf Land und Sprache der Internetadresse hin. Kritiker befürchten ein Adress-Chaos.
Das Internet bekommt mehr Platz für neue Adressen. Nach dem aktuellen Beschluss der Internet Assigned Names and Numers-Organisation (ICANN) dürfen Unternehmen, Regierungen und Verwaltungen künftig für ihre Internet-Auftritte eine Vielzahl neuer Adress-Bereiche nutzen. Praktisch jeder Begriff in jeder Sprache ist nun als Namenszusatz hinter dem Punkt einer Internetadresse möglich.
Peter Dengate Thrush vom ICANN-Verwaltungsrat kommentierte die Entscheidung in Singapur: "Die heutige Entscheidung läutet ein neues Internet-Zeitalter ein. Wir bieten eine Plattform an für die nächste Generation an Kreativität und Inspiration." Bisher konnten nur Top Level Domains verwendet werden, die wenig mit dem Inhalt der jeweiligen Seite zu tun haben. So steht "com" für kommerzielle Anbieter oder Länderkennungen wie "de" für das jeweilige Land. Zwar waren bislang auch schon andere Endungen wie "info" möglich, doch konnten sich nur wenig davon durchsetzen. Künftig kann ein Unternehmen oder eine Stadt beispielsweise den eigenen Namen als Endung verwenden.
Die ICANN löst damit auch ein weiteres Problem. Die Möglichkeit, einprägsamer Namen für die eigene Internet-Adresse zu wählen, waren mit den bisherigen Regeln recht knapp. Aktuell sind 14,5 Millionen de-Adressen und 92,5 Millionen .com-Domains vergeben. Mit den neuen Top Level Domains wird jetzt eine sehr große Zahl neuer Adressen ermöglicht. Internet-Nutzer werden hingegen mit der Unübersichtlichkeit der neuen Adressen konfrontiert, wenn das System Schule macht. Allerdings liegen die Hürden hoch. Privatpersonen sind vorerst von der Regelung ausgeschlossen. In den Genuss kommen vor allem größere Firmen – der Antrag schlägt mit 185.000 Dollar zu Buche.
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Der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco begrüßt die "historische Entscheidung". eco-Sprecher Oliver Süme erklärte gegenüber der dpa: "Die Art und Weise, wie wir künftig im Internet suchen, wird sich grundlegend verändern." Das Internet werde damit komplett neu strukturiert und viele Unternehmen hätten darauf schon lange gewartet.
Eine erste Bewerberrunde für die neuen Domains soll nun vom 12. Januar bis zum 12. April 2012 eingeläutet werden. Danach sollen die Anträge eingehend geprüft werden. Das Ergebnis will die ICANN im November 2012 vorlegen. Eine Registrierung auch für Privatnutzer dürfte dann Anfang 2013 möglich sein, schätzt Süme.
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t-online.de/dpa
T-Online Leser schrieb:
am 20. Juni 2011 um 18:52:34
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Mein Lieblingskommentar
"Wer gibt diesen Kriminellen das Recht dazu?" - Ich finde den Kommentar von Heinz wunderbar ... er passt zwar
nicht ganz zum Thema (ich glaube, er wollte ihn zu einem anderen Artikel posten), aber der Satz erscheint mir die Essenz und eigentliche Botschaft des Durchschnitts aller Kommentare, die ich in Jahren auf T-Online gelesen habe. "Wer gibt diesen Kriminellen das Recht dazu?" - Das ist DIE Frage aller Fragen zu den meisten Themen. Ich weiß auch die Antwort: NIEMAND.
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serviceman schrieb:
am 20. Juni 2011 um 18:04:06
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oh je
Herr Heinz, Sie haben aber schon begriffen worum es überhaupt geht? Davon abgesehen - die Nachricht ist schon etwas
"veraltet". Aber für das Publikum hier ist das schon okay. Man gibt einem Bild-Leser ja auch keinen Brecht zum Lesen... Smile... Schönen Abend allerseits!
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Isiris schrieb:
am 20. Juni 2011 um 17:41:38
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so so
habe selten so ein Schwachsinn gehört.
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