21.05.2010, 12:24 Uhr | t-online.de
Virenwarnung unter Windows. (Bild: dpa) (Quelle: dpa)
Peinliche Panne: Ausgerechnet auf einer Konferenz zum Thema Computersicherheit hat IT-Gigant IBM USB-Sticks verteilt, die mit Malware verseucht waren. Vertreter des Konzerns gaben die Speichersticks als Geschenk an die Besucher der Konferenz im australischen Queensland aus. Die staunten nicht schlecht, als ihre Anti-Viren-Software beim Einstecken der Sticks einen Schädling erkannte. IBM entschuldigte sich per E-Mail für die Panne und versprach allen Betroffenen Hilfe, sollte der Virus Schaden angerichtet haben.
Die jährliche Konferenz des australischen Expertenteams AusCERT (Australian Computer Emergency Response Teams) gehört zu den wichtigsten Treffen von Sicherheitsfachleuten im pazifischen Raum. Umso peinlicher ist die Panne, die den Abgesandten von IBM dort unterlief. Ihre USB-Sticks mit Informationsmaterial über die Sicherheitslösungen im Angebot des Konzerns stellten selbst ein Sicherheitsrisiko dar. Zwar war die darauf versehentlich enthaltene Schadsoftware nicht wirklich gefährlich. Sie wird seit 2008 von allen wichtigen Viren-Scannern erkannt. Doch der Image-Schaden unter den Fachleuten ist für IBM empfindlich.
In einer hastig an alle Teilnehmer der Konferenz verschickten E-Mail entschuldigte sich IBM vielmals für den Fehler. Offenbar landete der Schädling schon beim Hersteller der USB-Sticks auf den Datenträgern und wurde später bei IBM nicht bemerkt. Das Unternehmen wolle jeden Empfänger eines der betroffenen USB-Sticks bei der Entfernung des Schädlings unterstützen, hieß es in der Entschuldigungsmail. Man bedaure die entstandenen Unannehmlichkeiten zutiefst. Damit ist die Sache für IBM jedoch noch nicht ausgestanden. Mittlerweile haben erste Konferenzteilnehmer die E-Mail auf ihren Blogs im Internet veröffentlicht, die Gemeinde der Sicherheitsexperten lacht sich über die Unachtsamkeit von IBM schlapp.
Quelle: t-online.de
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