12.08.2011, 11:59 Uhr | dpa
Vor 30 Jahren erfand IBM den PC. Heute hat dieser fast ausgedient und stirbt langsam aus. Selbst einer der Erfinder hätte nicht damit gerechnet, den Niedergang zu erleben. Internet-Dienste, Notebooks, Netbooks und Tablet-PC ersetzen klassische Computer in immer mehr Bereichen.
Der PC fing bescheiden an, konnte nur Zeile um Zeile mit der Eingabe von Textbefehlen in den 16 Kilobyte großen Arbeitsspeicher bedient werden. Aber am 12. August 1981 begann mit dem IBM 5150 eine tiefgreifende Umwälzung für die Zivilisation der Menschheit. Drei Jahrzehnte danach ist das Kapitel abgeschlossen: Der PC geht den gleichen Weg wie die Schreibmaschine, die Schallplatte oder die Glühbirne, wie IBM-Ingenieur Mark Dean am Mittwoch in einem Firmenblog geschrieben hat.
"Ich bin stolz darauf, dass ich einer von einem Dutzend IBM-Ingenieuren war, die die erste Maschine entwickelt haben", erklärte Dean, der heute bei IBM Technik-Chef für Afrika und den Nahen Osten ist. Damals hätte er allerdings nicht gedacht, dass er lang genug leben würde, um auch noch beim Niedergang des PCs dabei zu sein.
Als wichtigstes digitales Arbeitsgerät nutzt Dean jetzt einen Tablet-Computer. Aber der PC werde in seiner Funktion als Zentrum der digitalen Technik nicht von einer anderen Gerätekategorie abgelöst. "Innovation blüht nicht auf Geräten am besten, sondern in den sozialen Räumen dazwischen, wo Menschen und Ideen zusammentreffen und interagieren."
Das Herz der IT-Technik schlägt jetzt im Netz: Anwendungen werden zunehmend nicht mehr auf dem Datenträger der Geräte installiert, sondern von verteilten Rechenzentren im Netz bereitgestellt, aus der "Cloud", wie der Fachbegriff dafür heißt. Diese bietet nicht nur Software, sondern auch zentrale Hardware-Ressourcen wie Rechenkapazität und Datenspeicher - wann immer und in welchem Umfang diese benötigt werden.
Der IBM 5150 war da sehr viel überschaubarer: Sein Intel-Chip hatte eine Taktrate von 4,77 Megahertz. Statt einer Festplatte gab es ein oder zwei Laufwerke für 5,25-Zoll-Disketten mit einer Kapazität von jeweils 160 Kilobyte. Der Bildschirm zeigte 24 Zeilen mit jeweils bis zu 80 Textzeichen an. Das Betriebssystem, DOS 1.0, steuerte Microsoft bei.
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Die unförmige Kiste mit Monitor und Tastatur war nicht der erste transportierbare Computer als Alternative zu den Großcomputern in ihren eigenen Räumen. So gab es schon 1975 den ähnlich kompakten IBM 5100. Und 1977 kam der Apple II heraus, ein früher Vorläufer des Mac-Computers.
Aber der IBM 5150 setzte einen Standard, die Basis für die Entwicklung der IBM-kompatiblen Computer. Der einfache Aufbau mit Steckkarten für einzelne Bauteile unterstützte die Entwicklung von immer leistungsfähigeren Personal Computern. Und die Software dafür wurde weiterhin von Microsoft dominiert.
An zahllosen Arbeitsplätzen und auf privaten Schreibtischen leistet der PC als treuer Digitalknecht weiter seine Dienste. Für die Geburtshelfer von IBM aber gehört diese Technik längst zur "Commodity-Hölle", wie es Vorstandschef Sam Palmisano zur Hundertjahrfeier des Unternehmens im Juni formulierte. Der PC ist nur noch Commodity, bloßer Rohstoff. Aber ohne ihn wäre das Netz nicht zur treibenden Kraft von Technik, Wirtschaft und Gesellschaft geworden.
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Quelle: dpa
Problembär schrieb:
am 12. September 2011 um 22:11:32
(4)
(1)
Gerücht
dass der PC ausstirbt halte ich für Schwachsinn. Die meisten Umsteiger auf die neuen Medien werden bald bemerken, dass der gute
alte Desktop PC oder das Laptop immer noch die beste Möglichkeit ist, Arbeit und Kommunikation zuverlässig zu erledigen. Gerümpel wie I-Pod und andere Schwachmaten kommen mir nicht ins Haus und der Konsumdruck lässt mich kalt.
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user schrieb:
am 18. August 2011 um 10:22:40
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(1)
Spielzeug
kann mich da meinen Vorrednern nur anschliessen - richtig, dieser Schmarrn von ipad und Smartphones - das ist Spielzeug.
Immer
Filme anschauen wollen - woher haben die Leute eigtl die Zeit?? Wofür gibts LCD-Großfernseher... wenn ich unterwegs bin, brauch ich doch keine Filme schauen, vlt im Flugzeug.
Die Leute lassen sich total verar... und zahlen 500 E und mehr für so einen Mist - selbst schuld
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Historiker schrieb:
am 15. August 2011 um 18:52:36
(14)
(0)
PC
War IBM nicht die Firma, die in den 50ern einen weltweiten Bedarf von 10 Mainframes gesehen hat? Ein solider PC mit einem ordentlichen
Monitor wird wohl noch lange auf meinem Schreibtisch stehen. Durch den modularen Aufbau kann ich Speicher, Festplatte, Grafik und u. U. sogar die CPU für einen gewissen Zeitraum aktuell halten. Ein Smartphone oder einen Tablett-PC müßte ich alle zwei Jahre wegschmeißen und neu kaufen. Selbst Note- oder Netbooks lassen sich kaum aufrüsten.
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