10.03.2011, 16:31 Uhr | Jens Müller
"Bitte wenigstens weiterleiten": Erneut sind E-Mails mit einem Aufruf zur Knochenmarkspende im Umlauf. Nach wie vor fallen Internet-Nutzer auf die Hoax genannte Falschmeldung herein und leiten die Nachricht an Freunde und Bekannte weiter. Geholfen wird mit der Kettenmail niemandem.
Der Aufruf zur Knochenmarkspende geistert bereits seit dem Jahr 2000 durch das Internet. Doch noch immer fallen Menschen auf die Lügenmail herein und leiten sie an Freunde, Bekannte und Kollegen weiter. Angeblich sucht Heiko Spatz einen Knochenmarkspender mit der Blutgruppe AB-Rhesus negativ für seine an Leukämie erkrankten Freunde. Diese habe nur noch wenige Wochen zu leben, und die E-Mail sei ihre letzte Chance.
Doch das ist alles erlogen. Schon eine Suchabfrage bei Google, Bing und Co. nach dem vermeintlichen Empfänger wie beispielsweise Heiko Spatz entlarvt den bösen Spaß. Auf über 1200 Seiten ist der Name zu finden und zu lesen, dass sich dahinter kein verzweifelter Mann auf der Suche nach einem Knochenmarkspender für seine Freundin steckt, sondern ein Mann, der Opfer eines Hoaxes wurde. Gefährlich ist die E-Mail zwar nicht, sie verbreitet weder Viren noch Trojaner, sondern verstopft lediglich die Postfächer der Empfänger des Hoaxes.
Hoaxes, zu deutsch etwa Scherz oder Schwindel, gehören zu den alten Übeln des Internets und der E-Mail-Kommunikation. Diese Späße gibt es in verschiedenen Varianten: Zum einen werden skurrile Geschichten zu Fotomontagen oder echten Fotos erfunden, zum anderen ist der Text einer Mail selbst der Spaß. Der Knochenmarkspende-Hoax ist dabei eine der ältesten Falschmeldungen des Internets. Ebenfalls unsterblich: Bei jeder Preiserhöhung der Ölkonzerne landet eine Rundmail mit dem Boykott-Aufruf der großen Tankstellen-Ketten wieder im Postfach. Schuld ist, wer dies noch an Bekannte weiterleitet. Zudem kursieren falsche Virenwarnungen, (Un-)Glücksbriefe, vermeintliche Lebensweisheiten und dumme Witze auf diese Weise seit vielen Jahren. Und die Invasion dieses Unsinns nimmt kein Ende.
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Heiko Spatz selbst wurde Opfer eines Spaßes. Der Mann aus der Nähe von Aschaffenburg existiert wirklich, leitete einst unbedarft eine der Kettenmails weiter, hängte eine Mailsignatur samt Adresse und Handynummer an und das Unglück nahm seinen Lauf. Der nächste Spaßvogel missbrauchte diese Daten und ließ Spatz zum Sucher werden. Heiko Spatz erhielt damals bereits Unmengen an Anrufen fremder Leute, die ihm helfen wollten. Noch heute soll er Nachrichten von Hilfsbereiten bekommen.
Wer Knochenmark spenden möchte, ohne dabei auf eine gefälschte Kettenmail hereinzufallen, kann sich auf dem Internetauftritt der Gesellschaft der deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) informieren. Dort erhalten Stammzellspender wie auch Betroffene umfangreiche Informationen. Umfangreiche Informationen zur Organspende finden Sie im großen Special Organspende - Leben schenken von t-online.de Lifestyle.
Jens Müller
Herbert schrieb:
am 11. Januar 2011 um 20:28:37
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Teufel
Der Schreiber Teufel ist der Idiot. Wenn im PC-Zeitalter etwas unbedarfte PC-Nutzer etwas Gutes tun möchten, dann sind sie keine
Idioten sondern wollen helfen. Dass man da reingelegt werden kann ist schlimm. Diesen Typen wünsche ich ernsthaft, dass sie mal auf die Hilfe von uns Idioten angewiesen sind.
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Teufel schrieb:
am 11. Januar 2011 um 19:42:13
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schlimm genug...
...das solche mails überhaupt geschrieben werden. leider gibt's genug idoten, die jeden mist weiterleiten.
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alpenkurt schrieb:
am 11. Januar 2011 um 19:30:41
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knochenmarkspende
Habe gestern erst dieses Mail bekommen, wurde von einem. Sportkollegen im E-Mail Verteiler gesendet an ca. 70 Leute. da
will man helfen dann sowas. Es wird nur mehr gelogen und betrogen, bin gespannt wie weit das moch geht.
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