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HE-Computer Highend Cube Ultra - Test Spiele-PC

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HE-Computer Highend Cube Ultra

07.11.2008, 12:21 Uhr | pcwelt.de

Komm spiel mit mir: HE-Computer Highend Cube Ultra (Foto: pcwelt)

Mit dem Highend Cube Ultra will Hersteller HE-Computer speziell Computerspieler ansprechen. Dank der durchdachten Konfiguration gelingt dies auch sehr gut, denn vernünftige Spiele-PC müssen vor allem über eine flinke CPU und Grafik verfügen. Und eine schnelle Festplatte sowie Arbeitsspeicher satt sind auch nicht verkehrt. All diese Aspekte beherzigt der Hersteller bei seiner neuen Baureihe Highend Cube, dessen Topmodell Ultra Gegenstand dieses Tests ist.

Ausstattung

Beim Highend Cube Ultra setzt HE-Computer auf den CPU-Bestseller Intel Core 2 Duo E8400, der mit einer Taktrate von 3 GHz schon eine sehr gute Spieleleistung bietet. Allerdings läuft der E8400 im Highend Cube Ultra mit 4 GHz. Dabei jubelt HE-Computer den Front Side Bus (FSB) des Prozessor von 333 auf 445 MHz an.

Da der Front Side Bus direkten Einfluss auf die Taktfrequenz des Arbeitsspeichers hat, verbaut der Hersteller DDR2-SDRAM des Typs PC1066 und stellt das FSB-DRAM-Verhältnis auf 5:6. Damit ist sichergestellt, das der Arbeitsspeicher nicht asynchron läuft und mit der spezifizierten Taktrate und Zugriffszeit (5-5-5-5-15) arbeiten kann. Insgesamt stehen im Highend Cube Ultra 4 GB zur Verfügung, die HE-Computer auf zwei Module verteilt und im Dual-Channel-Modus konfiguriert.

Ein vernünftiger Spiele-PC zeichnet sich aber auch durch eine leistungsstarke Grafiklösung aus. Auch hier hat HE-Computer Nägel mit Köpfen gemacht und verbaut gleich zwei ATI-Karten mit dem hauseigenen Grafikchip Radeon HD 4850. Die beiden Grafikkarten übernehmen via Crossfire-Technik gemeinsam die 3D-Berechnung. Wie uns GPU-Z verrät, ist auch der Grafikchip-Takt mit 640 MHz etwas über den Standardwerten. Jede Grafikkarte darf auf 512 MB DDR3-Speicher zugreifen, allerdings liegt der RAM-Takt mit 993 MHz etwas unterhalb der typischen 1000 MHz. Der PC erreicht mit seinen rekordverdächtigen Benchmark-Werten sofort den Spitzenplatz für Spiele-PC in unserem Testcenter.

Neben CPU und Grafik ist bei Spiele-PC auch eine schnelle Festplatte wünschenswert, etwa damit sich Spielstände flott laden lassen oder Level-Wechsel hurtig vonstatten gehen. Auch hier geht HE-Computer keine Kompromisse ein, und installiert die OEM-Version von Windows Vista Premium (Vista-DVD im Lieferumfang enthalten) auf einem Raid-0-Verbund aus zwei Flash-Speicher-Festplatten des Typs Transcend 32 GB SSD. Da sich Flash-Speicher-Festplatten vor allem durch extrem kurze Zugriffszeiten auszeichnen, sind sie für spiele-kritische Aufgaben also ideal.

Als eigentlicher Massenspeicher dient die Western Digital Caviar SE16 WD6400AAKS mit einer nutzbaren Kapazität von 596 GB. Das Laufwerk ist in dem Festplatten-Dämpfungsrahmen Mcubed Vertical Silence montiert, damit es möglichst wenig Vibrationen auf das Gehäuse überträgt. Dem SATA300-Laufwerk attestierten wir in unserem Test die beste Mischung aus Leistung und leisem Betriebsgeräusch zum kleinen Preis und kührten es zu unserer Spartipp-Empfehlung. Der 18-fach-Multiformat-Brenner NEC Optiarc AD-7191S mit Lightscribe-Technik rundet die Laufwerksausstattung ab. Ein Kartenlesegerät für Flash-Karten ist hingegen nicht vorhanden.

Die Basis des Highend Cube Ultra bildet die DFI-Hauptplatine Lan Party JRP45-T2R mit Intels P45-Chipsatz. Etwas knapp bemessen ist das Netzteil Ichbinleise Power-NT 500 W, dass die verbauten Komponenten aber noch ausreichend mit Strom versorgt. Völlig unverständlich ist für uns hingegen die Tatsache, dass der Highend Cube mit dem Realtek ALC885 nur einen Standard-Onboard-Soundchip enthält und keine Spieler-Soundkarte mit EAX-Unterstützung wie zum Beispiel die Creative Soundblaster X-Fi Fatality FPS.

Der PC hat zwar auf der Rückseite neben den üblichen Line-Buchsen einen optischen sowie einen koaxialen S/P-DIF-Ausgang, aber ob dies Profi-Spielern ausreicht? Tastatur und Maus liegen dem Paket nicht bei. Vielleicht geht HE-Computer davon aus, dass anspruchsvolle Computerspieler ihre Lieblingstastatur und -maus bereits zuhause haben, aber wenn beim Auspacken des PCs gerade keine Tastatur und Maus griffbereit liegen, ist dies für den Kunden ärgerlich.

Edles Gehäuse

Das Vollaluminium-Gehäuse von Lianli ist in dunklem Anthrazit gehalten. Auf der Vorderseite hat der High End Cube Ultra - wohl aus ästhetischen Gründen - keine Anschlüsse. Auf der linken Gehäuseseite befinden sich das Brennerlaufwerk, 2 USB- und ein Firewire-Anschluss sowie Line-Out- und Mikrofon-Buchse. Auf der Gehäuserückseite sind 6 USB-Anschlüsse sowie 2 PS/2-Anschlüsse für Tastatur und Maus, die Gigabit-Netzwerk-Buchse sowie die S/P-DIF- und 7.1-Raumklang-Ausgänge. Hinzu kommen die insgesamt 4 DVI-Anschlüsse und 2 S-Video-Out-Buchsen der beiden Grafikkarten. Beigelegt sind 2 DVI-zu-HDMI-, 2 DVI-zu-VGA- und diverse S-Video-zu-Cinch-Adapter.

Als Betriebssystem ist Windows Vista Home Premium 32-Bit vorinstalliert, eine OEM-Version des Systems liegt auf einer Hologramm-DVD bei. Für die Systemdokumentation liefert HE-Computer nur eine recht magere Einführung auf Deutsch, legt aber die englischsprachigen Original-Handbücher für Mainboard, Grafikkarte und das Auto Boost System bei.

Das Auto Boost System ist ein Tool zum Speichern und Laden verschiedener Übertaktungs-Einstellungen. Das Tool ist auf der beiliegenden Treiber-CD für das Mainboard zu finden. Im Hauptmenü der CD muss man dazu "Tools" und anschließend "Auto Boost System" auswählen, um das Programm zu installieren. Neben der Abspeicherung verschiedener Übertaktungs-Profile beherrscht das Tool auch die Wiederherstellung des früheren Zustandes, falls eine Konfiguration nicht funktioniert haben sollte.

Tempo

Bei unseren Benchmark-Tests mit dem Highend Cube Ultra konnte der Rechner voll überzeugen: Im Test mit PC Mark 05 erreichte der Highend Cube 13.372 Punkte - das ist neuer Rekord bei allen bis dato von uns getesteten PCs. Der bisherige Rekordhalter, der Hardware4u Gamers Dream Rev 3.0 Air erreichte nur 10.028 Punkte. Im Vergleich zum letzten getesteten HE-Computer Silent Edition08, der auf 7751 Punkte kam, hat der Hersteller die Leistung fast verdoppelt.

Dasselbe Bild ergibt sich bei der Bewertung im 3D-Mark-06-Rating: Auch hier verdrängt das aktuelle Modell von HE-Computer den bisherigen Spitzenreiter Hardware4u Gamers Dream Rev 3.0 Air (13.595 Punkte) von seinem Thron: satte 18.896 Punkte erreichte der Highend Cube Ultra im 3D Mark 06. Eine so flüssige und detaillierte 3D-Wiedergabe ist bei der DirectX-10-Darstellung eben nur mit hochwertigen Komponenten möglich.

Bei Spiele-PCs prüfen wir zusätzlich in einem Praxis-Test mit dem Titel "World in Conflict", der nicht Eingang in die Bewertung findet, die 3D-Leistung: Selbst bei einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln und der Qualitätseinstellung "sehr hoch" war kein Stocken zu bemerken. Auch bei schnelleren Action-Sequenzen sind noch feinste Oberflächen-Details zu erkennen. Insbesondere Rauch- und Nebeleffekte werden mit hoher Präzision dargestellt. Der Rechner erreicht mit diesen Einstellungen im DirectX-10-Rendering-Pfad 45 Bildern pro Sekunde - ausgezeichnet!

Ergonomie

Dass so viel Rechenleistung einiges an Energie verbraucht, sind Computerspieler gewöhnt. Der Highend Cube Ultra erzielte bei ausgeschaltetem Netzteil mit 0,4 Watt und im heruntergefahrenen Zustand mit 7 Watt noch gute Werte. Im Bereitschaftszustand unter Vista schnellte der Verbrauch dann allerdings auf hohe 172 Watt. Würde im Desktop-Modus eine der beiden Grafikkarten nicht abschalten, wäre der Verbrauch sicherlich noch höher. Erst bei 3D-Anwendungen und aufwendigen Spielen wird die zweite Karte automatisch dazugeschaltet. Bei unserem Test fanden wir heraus, dass es aber sinnvoll ist, vor dem Start eines Spiels auf jeden Fall noch einmal im ATI Catalyst Control Center nachzuschauen, ob unter "CrossFireX-Configure" auch wirklich das Häkchen bei "Enable CrossFireX" gesetzt ist. Nicht immer war das automatisch der Fall.

Unter Volllast im Crossfire-Betrieb stieg der Verbrauch auf bis zu 376 Watt an. Bei Büro- und Spiele-PCs sind uns hier bisher selten einmal Werte über 200 Watt begegnet. Wir müssen dem High End Cube also das Prädikat eines Stromfressers verleihen. Ein Leisetreter ist der Highend Cube Ultra auch nicht gerade: Die Lüftung des Rechners blieb ständig hörbar: 28,5 dB(A) im Desktop-Betrieb sind akzeptabel. Unter Volllast haben wir eine Lautstärke von bis zu 35,5 dB(A) gemessen. Zum Vergleich: Der Hardware4u Gamers Dream Rev 3.0 Air erreicht unter Last gerade einmal 26,4 dB(A)).

Eigentlich ist der Highend Cube mit seinem markanten Vollaluminium-Gehäuse ein Blickfang auf dem Schreibtisch, aber für den Spiele-Betrieb muss der Anwender erwägen, den Rechner eventuell unter den Tisch zu stellen: Steht der PC im vollen Spiele-Betrieb auf dem Schreibtisch rechts vom Anwender, kann man die Hitze auf dem Gehäuse deutlich mit der Hand fühlen und bekommt aus der seitlichen Lüftungsöffnung ständig einen ziemlich warmen Luftstrom ins Gesicht geblasen. Der PC darf also keineswegs eingezwängt stehen oder abgedeckt werden.

Der Hersteller empfiehlt darüber hinaus, dass der vordere Lufteinlass an der Front unter dem Gerät nach Möglichkeit nicht blockiert werden sollte, da sonst die Belüftung stark leidet. Da das DVD-Brenner-Laufwerk auf der linken Gehäuseseite angebracht ist, nützt es auch nichts, den PC links vom Anwender auf den Tisch zu stellen. Bei zukünftigen Spiele-PCs sollte HE-Computer beim Hitzemanagement im Gehäuse also darauf achten, dass die größte Hitze nicht auf derselben Seite aus dem Gehäuse geblasen wird, auf der sich das DVD-Brenner-Laufwerk befindet.

Fazit HE-Computer Highend Cube Ultra

Zu einem Preis von 1250 Euro erhalten Computerspieler einen PC mit Top-Leistung und außerordentlich guter 3D-Darstellung: Aktuelle Spiele stellt der Highend Cube Ultra bis zu einer Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten bei höchster Bildqualität flüssig dar. Unterem Strich reicht die Mischung aus hoher Leistung, guter Ausstattung und noch fairem Preis zum Testsieg: Der HE-Computer Highend Cube Ultra übernimmt erst einmal den Spitzenplatz in unserer PC-Bestenliste.

Dank der beeindruckenden Rechenleistung - der HE-Computer Highend Cube Ultra reiht Rekord an Rekord - hat sich der Spiele-Rechner auch unsere Tempo-Empfehlung redlich verdient. Jetzt fehlen bloß noch adäquate "Spielzeuge" wie Fallout 3, Far Cry 2 oder GTA 4, um die Gaming-Maschine auch richtig zu fordern.

Kein Licht ohne Schatten: Negativ schlägt das recht laute Betriebsgeräusch, der Ausstattungs-Schnitzer beim Soundchip und der hohe Stromverbrauch zu Buche. Eine gewisse Ernüchterung könnte der Anwender bei exzessiver Nutzung des Geräts nach einigen Monaten beim Blick auf die Stromrechnung erleben: Zocken Sie mit dem PC in einem Jahr täglich sechs Stunden lang bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 370 Watt, ergibt das bei einem Preis von 0,30 Euro pro Kilowattstunde eine stolze Summe von rund 240 Euro.

Alternativen

Spielen Sie moderne DirectX-10-Titel nur mit einer Auflösung von maximal 1280 x 1024 Bildpunkten oder geben Sie sich bei höheren Auflösungen mit mittleren Qualitätseinstellungen zufrieden, ist der Hardware4u Gamers Dream Rev 3.0 Air dank seines günstigeren Preises und dem dezenten Betriebsgeräusch die bessere Wahl.

Testergebnisse und technische Daten

PC

HE-Computer Highend Cube Ultra

Preis-Leistungs-Wertung

59

Anbieter

HE-Computer

Weblink

www.highend-computer.de

Preis

rund 1250 Euro

Hotline

07127/51617

Garantie

24 Monate

HE-Computer Highend Cube Ultra

BEWERTUNG (0-100 Punkte)

Tempo (30%)

100

Ausstattung (15%)

77

Handhabung (15%)

78

Ergonomie (15%)

6

Service (5%)

32

Preis (20%)

15

Gesamtergebnis

59

HE-Computer Highend Cube Ultra

TESTERGEBNIS

Benchmarks

PC Mark 05

13.372 Punkte

3D Mark 06

18.896 3D-Marks

Stromverbrauch

Betrieb

172,2 Watt

Last

376,0 Watt

Standby

5,9 Watt

Shutdown

7,0 Watt

Aus

0,4 Watt

Betriebsgeräusch

Ruhe

28,5 dB(A) / 0,7 Sone

Last

34,5 dB(A) / 1,7 Sone

HE-Computer Highend Cube Ultra

TECHNISCHE DATEN

Prozessor

Intel Core 2 Duo E8400 (2 x 4 GHz)

Arbeitsspeicher

4096 MB

Grafikchip

ATI Radeon HD4850 Dual-Crossfire, 512 MB (shared Memory: nein)

Festplatte

2 x Transcend 32 GB SSD, 1 x WD6400AAKS; total: 657,6 GB

optisches Leselaufwerk

nein

Brenner

DVD-Brenner (unterstützte Medientypen: DVD+R/+R DL/-R/-R DL/+RW/-RW/-RAM, Tempo: 18-/16-/18-/12-/8-/6-/12fach)

Betriebssystem

Windows Vista Home Premium

Kommunikation

Modem

Ethernet

1 (10/100/1000 MBit/s)

WLAN

nein

Bluetooth

nein

Schnittstellen Peripherie

0x seriell, 0x parallel, 0x IrDA, 2x PS/2, 8x USB, 1x Firewire, x E-SATA

Schnittstellen Video

0x VGA, 4x DVI, 0x TV-In, 1x TV-Out, 0x HDMI

Schnittstellen Audio

Mikrofon

1

Kopfhörer

1

Line-In

4

Line-Out

1

S/P-Dif in

S/P-Dif out

2


Quelle: PC-Welt

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