15.11.2010, 09:48 Uhr
David Kernell (l.) knackte 2008 das E-Mail-Konto von Sarah Palin. (Archivfoto: dpa) (Quelle: dpa)
Er knackte 2008 mitten im Wahlkampf das E-Mail-Konto der republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin und veröffentlichte private Informationen der US-Politikerin im Internet. Nun hat Hacker David Kernell dafür die juristische Quittung bekommen und muss für über ein Jahr ins Gefängnis.
In den USA ist ein 22-Jähriger zu einer Haftstrafe verurteilt worden, weil er das E-Mail-Konto der republikanischen Politikerin Sarah Palin geknackt hatte. Nach Gerichtsangaben wurde der Student David Kernell am Freitag zu einem Jahr und einem Tag Gefängnis verurteilt. Der vorsitzende Richter empfahl, dass der Hacker die Strafe nicht in einem normalen Gefängnis, sondern in einem Rehabilitationszentrum verbüßen sollte, wo er psychologische Betreuung erhalten könnte. Die Entscheidung darüber liegt bei den Gefängnisbehörden.
Kernell, der Sohn eines demokratischen Politikers ist, war im April schuldig gesprochen worden, sich 2008 illegal Zugang zum E-Mail-Konto von Palin verschafft zu haben. Diese hatte damals für das Amt der US-Vizepräsidentin kandidiert. Kurz nach dem Hacker-Angriff waren eine Reihe ihrer E-Mails und zwei Familienfotos im Internet aufgetaucht. Kernell spielte die privaten Informationen der Enthüllungs-Plattform WikiLeaks zu. Während des Gerichtsverfahrens stellte der Verteidiger des 22-Jährigen den Hacker-Angriff als Spaß dar.
Der Angeklagte hatte vor Gericht gestanden, dass er sich mühelos ein Passwort zu Palins E-Mail-Konto beschaffen konnte. Er musste nach eigener Darstellung lediglich wenige Minuten im Internet recherchieren, um die Sicherheitsfrage "Wo haben Sie ihren Mann kennengelernt" richtig beantworten zu können.
Quelle: dapd , dpa , AFP
Illuminatus.Primus schrieb:
am 22. November 2010 um 12:16:19
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Blödheit...
...sollte bestraft werden! Aber nicht die des angeblichen Täters, sondern Frau Palin selber. Wegen unzureichenden Schutzes
ihres eMail-Postfaches. Wer in Deutschland sein WLAN nicht ausreichend schützt übernimmt auch die Konsequenzen für mögliche Straftaten anderer. Ausserdem ist eine eMail ähnlich wie eine Postkarte, sie kann von jedem der etwas mehr Ahnung hat gelesen werden, ohne daß man ein Postfach hacken muß. Ich würde bei diesem Fall hier noch nicht einmal von hacken reden. Gruß I.P.
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Observer schrieb:
am 15. November 2010 um 10:01:13
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Palin-Hacker
David ist dafür wahrscheinlich von seinem Daddy bezahlt worden. Sarah ist eben in der falschen Partei.
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