30.06.2009, 09:40 Uhr | Yaw Awuku
Unter die Nachrichtenflut um Jackos Tod mischen sich immer mehr Spam-Mails. (Quelle: dpa)Kaum ist der King of Pop tot, machen sich Hacker über die neugierige Schar von Internet-Nutzern her. Mit angeblichen Videos von Michael Jacksons Leiche und betrügerischen Spendenaufrufen locken sie Surfer in die Falle. Laut Experten stehe eine Welle Michael Jackson bezogener Hacker-Attacken bevor.
Seit Ende letzte Woche tauchen gefälschte Meldungen in Mail-Postfächern auf, die Exklusiv-Videos von Michael Jackson anbieten. Angeblich führen die Links zu unveröffentlichtem Material des King of Pop. Die Spam-Mails sind getarnt als Nachrichten seriöser Medien wie CNN Mexiko oder der Los Angeles Times und locken die Empfänger mit Aufnahmen von Michael Jacksons totem Körper in die Falle. Wer diesen Links folgt, landet auf einer verseuchten Internetseite, die bösartige Software auf dem Computer installiert.
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Wie Argie Gallego von der Sicherheitsfirma Trend Micro erklärt, versteckt sich ein besonders bösartiger Trojaner hinter der gefälschten Meldung von CNN Mexiko. Anstelle des angekündigten Exklusiv-Videos erscheint nur die Aufforderung zu einem Adobe Flash-Update. Hinter dem Update verbirgt sich jedoch ein Trojaner, der es den Hackern erlaubt, infizierte PC fernzusteuern. Besonders fies: Selbst mit einem Klick auf die Abbrechen-Schaltfläche kann der Download des Trojaners nicht gestoppt werden. "Die Nutzer haben daher keine andere Wahl, als sich um die bösartige Datei auf ihrem System zu kümmern", sagte Gallego auf dem Firmen-Web-Blog.
Mit einer anderen Masche nehmen die Online-Kriminellen hingebungsvolle Michael-Jackson-Fans ins Visier. In Spam-Mails und dem sozialen Netzwerk Facebook fordern die Kriminellen auf, einer gewissen Michael Jackson Organization Geld zu spenden. Das humanitäre Vorbild des verstorbenen Popstars soll Jacko-Fans dabei den entscheidenden Ruck geben. Nach Aussage der Sicherheitsfirma Sophos, gaukelt die erwähnte Organisation jedoch nur einen seriösen Schein vor. In Wirklichkeit stecke hinter den Spendenaufrufen eine geschmacklose Abzocke, mit der einige Wenige aus Michael Jacksons Tod Profit schlagen wollen.
Bisher traten derartige Michael-Jackson-Attacken vor allem im spanisch- und englischsprachigem Raum auf. Laut Sicherheitsexperten ist jedoch davon auszugehen, dass in den kommenden Tagen immer mehr Hacker versuchen werden Michael Jacksons Tod auszunutzen. Schock-Meldungen wie diese sind für Hacker und andere Online-Kriminelle stets ein gefundenes Fressen. Denn trotz altbekannter Maschen tappen Neugierige und Fans immer wieder in die Fallen von Cyber-Gangstern. Am besten schützen Sie sich vor derartigen Angriffen, wenn Sie die Spam-Mails sofort löschen. Außerdem sollten Sie aber über einen aktuellen Virenscanner und ein Anti-Spyware-Tool wie Spybot verfügen.
Betabuzz Michael Jackson dominiert das Netz
Yaw Awuku
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