22.02.2009, 09:19 Uhr | pcwelt.de
Diese Grafikkarte hat wenig mit einer Referenzkarte zu tun. Lüfter, Taktraten und sogar die Innereien des Chips unterscheiden sich vom Referenzmodell deutlich. Aber all das verrät schon der Name "Geforce GTX 260 Sonic 216 SP" – zumindest dann, wenn man die Namenszusätze zu deuten weiß.
Der Zusatz "Sonic" bedeutet beim Grafikkartenhersteller Palit, dass ein anderer Kühlkörper verwendet wird und die Taktraten von Chip und Grafikspeicher hochgedreht sind. Und tatsächlich, statt eines Nvidia-Standardkühlers wurde hier ein Spezialkühler mit zwei großen Lüftern eingesetzt. Der Grafikchip werkelt mit 625 MHz, der Speicher mit 2200 MHz – normal wären 576 respektive 1242 MHz. Der Zusatz "216 SP" (Stream Processor) nennt die Anzahl der Shader, also 216 Stück. Normalerweise arbeiten im Geforce GTX260 192 Shader. Erklärung: Der 260er ist eigentlich ein Geforce GTX 280 mit 240 Shadern, die jedoch nicht alle im werkseigenen Test einwandfrei funktionierten. Doch statt den Chip wegzuwerfen, deaktiviert Nvidia einfach eine ganze Reihe an Shadern, taktet sie niedriger und verkauft den Chip dann etwas günstiger als 260er-Version. Aufgrund der deaktivierten Bereiche ist die Karte im Strombedarf genügsamer als eine Geforce GTX280 – statt einem 8poligen und einem 6poligen Stromanschluss braucht eine Grafikkarte mit Geforce-GTX260-Kern daher nur zwei 6polige Stecker.
3D-Leistung
Die aufgemotzte Grafikkarte ist etwas flotter als ein AMD-ATI-Radeon-HD4870-Modell – damit bietet der neuer 260er-Chip ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, schließlich kosten beide Karten ungefähr gleich viel. Die 260er ist jedoch merklich langsamer als eine Karte mit Nvidia-Geforce-GTX-285-Chip, der wiederum auch über 100 Euro teurer ist. In der Praxis heißt dies, dass Sie beispielsweise den sehr anspruchsvollen 3D-Titel Crysis mit 1600 x 1200 Bildpunkten bei höchster Bildqualität gerade noch so spielen können – im Benchmark-Durchlauf kam die Palit Geforce GTX260 auf 23 Bilder/s. Damit ist sicher: Alle neuen 3D-Kracher von 2009 und 2010 werden mit dieser Grafikkarte auch bei hohen Auflösungen und anspruchsvollen Bildeinstellungen durchweg flüssig laufen.
Ausstattung
Die Karte bringt 896 MB GDDR3-Speicher mit, die über ein 448 Bit breites Interface angesprochen werden. Das sind sehr ungewöhnliche Werte, meist werden 512 oder 1024 MB verbaut und diese mit 128-, 256- oder 512-Bit-Bussen versorgt. Die Schnittstellenausstattung birgt hingegen keine Überraschungen. Wie üblich warten zwei DVI-Buchsen, ein TV-Ausgang sowie eine SLI-Schnittstelle auf Anschluss. Das Netzteil – 500 Watt sollte es zu liefern imstande sein – schließen Sie über zwei 6polige Stecker an. Im Lieferumfang gibt es ein Handbuch – das deutschsprachige Kapitel ist mit zwei Seiten extrem knapp –, eine Treiber-CD, einen DVI-VGA-, einen DVI-HDMI- sowie einen S-HDTV-Adapter.
Handhabung
Diese Karte ist mit ihrem großen Doppellüfter-Design deutlich leiser als das Referenzmodell von Nvidia, welches nur auf einen Lüfter zurückgreifen kann. Im Windows- und (HD-)Video-Betrieb arbeitete sie kaum hörbar. Unter Last trat die Karte sanft aus der allgemeinen Geräuschkulisse hervor – unangenehm laut oder störend war sie jedoch in unseren Tests nicht.
Fazit Palit Geforce GTX260 Sonic 216 SP
Flotte Grafikkarte für den Einstieg in den High-End-Bereich. Die getunte Palit Geforce GTX260 Sonic 216 SP besticht durch hohe Leistung und einen besonders leisen Lüfter – vergleichbare Konkurrenzprodukte sind deutlich lauter.
Alternativen
Im anspruchsvollen DirectX-10-Betrieb leistungsmäßig vergleichbare Modelle aus dem AMD-Lager sind beispielsweise die Palit Radeon HD4870 Sonic Dual Edition (Preis: 203 Euro) oder die Sapphire HD4870 Toxic Edition 1024 MB (230 Euro). Deutlich flotter sind Nvidias Spitzenmodelle mit einem oder zwei Grafikchips, beispielsweise die PNY GTX285 XLR8 (330 Euro) respektive die Gigabyte Geforce GTX 295 1792MB (465 Euro).
Varianten
Palit Xpertvision Geforce GTX 260 216SP 896MB (ungetunt und mit Referenzkühler)
Grafikkarte (über 200 Euro) | |
Palit Geforce GTX260 Sonic 216 SP | |
Wertung (maximal 100 Punkte) | 46 Punkte |
Anbieter | Palit |
Weblink | |
Preis | rund 250 Euro |
Hotline | 02154/498888 |
Garantie | 24 Monate |
Palit Geforce GTX260 Sonic 216 SP | |
BEWERTUNG | (0 bis 100 Punkte) |
3D-Leistung (60%) | 62 |
Ausstattung (20%) | 13 |
Handhabung (10%) | 32 |
Service (10%) | 28 |
Preis-Leistung | gut |
Gesamtergebnis | 46 |
Palit Geforce GTX260 Sonic 216 SP | ||
TESTERGEBNIS | Wie wir testen | |
3D-Mark 06 | 1280 x 1024 Pixel | 14.406 3DMarks |
3D-Mark Vantage | 1280 x 1024 Pixel | 12.265 3DMarks |
World in Conflict | 1024 x 768 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 129 / 56 Bilder/s |
World in Conflict | 1280 x 1024 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 125 / 51 Bilder/s |
World in Conflict | 1600 x 1200 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 123 / 44 Bilder/s |
World in Conflict | 2560 x 1600 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 117 / 30 Bilder/s |
Company of Heroes | 1024 x 768 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 419 / 126 Bilder/s |
Company of Heroes | 1280 x 1024 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 412 / 116 Bilder/s |
Company of Heroes | 1600 x 1200 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 407 / 98 Bilder/s |
Company of Heroes | 2560 x 1600 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 324 / 54 Bilder/s |
F.E.A.R. | 1024 x 768 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 424 / 407 Bilder/s |
F.E.A.R. | 1280 x 1024 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 429 / 172 Bilder/s |
F.E.A.R. | 1600 x 1200 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 424 / 136 Bilder/s |
F.E.A.R. | 2560 x 1600 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 203 / 74 Bilder/s |
Crysis | 1024 x 768 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 102 / 37 Bilder/s |
Crysis | 1280 x 1024 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 110 / 31 Bilder/s |
Crysis | 1600 x 1200 Pixel, niedrige/hohe Bildqualität | 108 / 23 Bilder/s |
Palit Geforce GTX260 Sonic 216 SP | |
TECHNISCHE DATEN | |
Grafikchip | Nvidia Geforce GTX 260 |
Arbeitsspeicher | 896 MB GDDR3-RAM |
Speicherdatenbus | 448 Bit |
Grafikchiptakt | 625 MHz |
Speichertakt | 2200 MHz (effektiv) |
Grafikchipkühlung | aktiv |
Speicherchipkühlung | aktiv |
Stromanschluss | ja |
Schnittstellen | 2 x DVI, TV-Out, 2x Stromanschluss, SLI |
Lieferumfang | 1 Videokabel, 3 Videoadapter |
Quelle: PC-Welt
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