22.09.2010, 12:22 Uhr | t-online.de
Waidmanns Heil: In der amerikanischen Provinz schießen Jäger auf Google-Leitungen (Symbolbild: dpa). (Quelle: dpa)
Als Zielübung schießen Jäger im Nordwesten der USA auf die Datenleitungen von Google. Was kurios klingt, ist mittlerweile ein echtes Problem für den Internet-Konzern, der im ländlichen Oregon eines seiner Datenzentren betreibt. Sobald die Jagdsaison im November beginnt, nehmen die örtlichen Jäger immer wieder die Oberleitungen aufs Korn, in denen die Glasfaserkabel des Datencenters verlaufen. Sind diese Leitungen durchtrennt, verliert das Datenzentrum die Verbindung zum Internet. Die Techniker des Konzerns hatten die beschädigten Stellen in den Wäldern immer wieder aufwändig per Helikopter anfliegen und reparieren müssen – im Winter waren manche der Leitungen sogar nur noch per Ski erreichbar.
Der bei Google für Netzwerktechnik zuständige Manager Vijay Gill hatte die Geschichte von der Jagdsaison für Google-Leitungen am Rande einer Fachkonferenz im australischen Sydney zum Besten gegeben. Bei dem betroffenen Datencenter handelt es sich um einen 450 Millionen Euro teuren Komplex nahe des beschaulichen Städtchens Dalles im US-Bundesstaat Oregon. Die Glasfaserkabel, die das Datenzentrum mit dem nächsten Internet-Knotenpunkt verbinden, hatte Google wie in der amerikanischen Provinz überirdisch als Hochleitungen verlegen lassen – ohne dabei die Rechnung mit den örtlichen Jägern zu machen.
"Was die Leute dort tun, zum Sport oder weil ihnen langweilig ist, sie schießen auf die Isolatoren", erzählte Gill seinem Publikum in Sydney. "Ich warte noch darauf, dass einer mal einen Isolator trifft, aber sie treffen regelmäßig die Glasfasern". Das Spiel wiederhole sich jeden November, und jedes mal müssten Technikertrupps ausrücken, um die Datenkabel zu flicken und das Rechenzentrum wieder mit dem Internet zu verbinden. Im unwegsamen Gelände in den Wäldern von Oregon griffen die Trupps dabei regelmäßig auf Hubschrauber oder Geländeraupen zurück – während eines Schneesturms habe ein Trupp jedoch auf Skiern ausrücken müssen.
"Diese Jungs waren drei Tage auf Langlauf-Ski unterwegs", so Gill. Einer von ihnen habe dazu ein Gerät auf dem Rücken tragen müssen, mit dem sich Glasfasern wieder verbinden ließen. "Sie mussten dort hin gehen und die Glasfaserkabel reparieren, und das alles unter der ständigen Bedrohung durch Schrotflinten", scherzte Gill. "Das Internet ist also viel gefährlicher, als Sie glauben." Nun sollen die Glasfaserkabel unterirdisch verlegt werden – unerreichbar für die Kugeln der Jäger.
Kaum eine andere Seite wird häufiger angesurft als Google. Doch wer kennt die Geheimfunktionen der beliebten Suchmaschine? Google-Quiz
t-online.de
Sally schrieb:
am 22. September 2010 um 19:17:25
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Dumm
Die meisten, die sich über Google aufregen benutzen die Suchmaschine doch selbst andauernd. Ich hoffe bald wird jemand dieser
Möchtegern-Rebellen beim Schießen erwischt und muss die ganzen entstandenen Kosten übernehmen. Und Leute die gegen Street View sind sollten nur mit Balken vor den Augen auf die Straße, sonst könnte sich ein Krimineller diese Person ja als Opfer aussuchen
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xicht schrieb:
am 22. September 2010 um 18:59:43
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Ja die Amis
In D sind die Isolatoren an Hochspannungsleitungen aus Porzellan, in F aus Glas. Hat sein Vor- und Nachteile.
In USA sind die
Isolatoren aus GFK, damit haben sie zwar große Probleme mit Kriechströmen, dafür sind die aber beschusssicher!
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Datenschreck schrieb:
am 22. September 2010 um 18:59:36
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Google
Leute, wenn heute das Auto erfunden würde und einer käme auf die Idee, jedem Auto nach Wohnort eine Autonummer für jeden lesbar zu
verpassen, ein Aufschrei aller Datenschützer verbunden mit der Angst, dann könnte ja jeder den Besitzer identifizieren und ein Bewegungsprofil erstellen, wäre die Folge. Aber bei aktueller Entwicklung der Datenerfassung macht sich Datenpanik breit. CIA, FBI, Schlapphüte, Nachbarn, Bürgermeister, Stasi, google....spionieren uns aus! Der Datenweltuntergang droht!
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