02.10.2009, 09:15 Uhr | Andreas Lerg
Hacker nutzen Interesse an Google Wave (Bild: Google).Kriminelle Hacker manipulieren immer häufiger und erfolgreicher die -Suche, um ahnungslose Surfer auf mit Schadprogrammen verseuchte Internetseiten zu locken. Derzeit wird das immense Interesse an Google Wave und den neuen Microsoft Sicherheitstools ausgenutzt. Aber auch die Suche nach scheinbar harmlosen Begriffen kann teilweise auf Millionen gefährlicher Seiten führen.
Google hat den Betatest für seinen neuen Kommunikationsdienst Google Wave gestartet. Unzählige Internet-Nutzer möchten gerne daran teilnehmen. Microsoft bietet seit kurzem die kostenlosen Sicherheitstools Microsoft Security Essential an, die ebenfalls auf großes Interesse stoßen. Online-Kriminelle nutzen dieses Interesse aus und stellen ihre brandgefährlichen Fallen auf. Durch Manipulation der Suchergebnisse auf Google bringen sie mit Malware verseuchte Internetseiten in den Suchergebnissen auf die vorderen Plätze. Wer eine solche Seite öffnet, fängt sich schnell unzählige ein.
Wie die britische Seite The Register berichtet, führen derzeit auch mehrere eigentlich harmlose Suchbegriffe. wie "cheap vista for students" oder "used corvette parts" auf Millionen verseuchter Internetseiten. Die Masche ist abermals die gleiche: Hacker versuchen für populäre Suchbegriffe beliebte Internetseiten mit schädlichem Code zu infizieren und dann in den Suchergebnislisten bei Google ganz nach oben zu bringen.
Wer den Link auf eine solche Falle anklickt, hat nicht selten schon verloren. Auf den Internetseiten lauern automatisch ausgelöste Fallen, so genannte "Drive-by Downloads". Der Nutzer muss dabei weder auf einen Link klicken, noch aktiv irgend etwas herunterladen. Der Besuch der Internetseite genügt, um seinen Computer mit gefährlichen Schädlingen zu infizieren. Die in die Internetseiten eingebetteten Programmroutinen finden Schwachstellen und Sicherheitslücken auf dem Computer, egal ob es sich dabei um das Betriebssystem, den Browser oder etwa einen Medien-Player handelt. Über diese Hintertüren installiert die Internetseite heimlich und ohne Wissen des Nutzers alle Arten von Schadsoftware.
Sie können sich aktiv gegen Viren, Trojaner, Abofallen und ähnliche gefährliche Internetseiten schützen. Zum einen beispielsweise mit der Browser-ErweiterungWOT, die vor bekannten Abofallen und weiteren Internet-Gefahren warnt. Vor allem aber mit gesundem Menschenverstand. Bleiben Sie skeptisch. Schauen Sie sich eine Internetseite gründlich an und lesen Sie das Kleingedruckte, bevor Sie sich irgendwo registrieren. Laden Sie nicht gleich jedes angeblich kostenlose Tool herunter. Auf Ihrem Computer sollte stets ein aktualisierter und eine Firewall als Bollwerk gegen Malware installiert sein. Folgende Gratis-Programme sind seriös und helfen bei der Bekämpfung von Computer-Schädlingen. Im PDF-Download Vorsicht, Internetfallen! erfahren Sie, wie Sie sich vor Internetbetrügern schützen und wie Sie sich gegen diese wehren können.
SoftwareloadBrowser-Erweiterung WOT zum Download
Foto-Show mit DownloadKostenlose Sicherheitsprogramme
Andreas Lerg
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