17.05.2010, 16:22 Uhr | dpa
Kamerawagen von Google in Aktion. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Nach der massiven Kritik an der "unabsichtlichen" Sammlung privater WLAN-Daten hat Google nun begonnen, diese zu löschen. Allerdings werden erst die gesammelten Daten aus Irland gelöscht. Wann die aus deutschen WLAN mitgeschnittenen Informationen gelöscht werden, ist noch nicht bekannt.
Google hat begonnen, die aus ungeschützten drahtlosen Netzwerken gesammelten Daten zu löschen - zunächst jedoch nur die aus Irland. Man habe die sensiblen Informationen auf Antrag der dortigen Datenschutzbehörde entfernt, sagte ein Google-Sprecher am Montag. Dies sei unter Aufsicht eines externen Gutachters geschehen. In anderen Ländern werde man die Daten nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen ebenfalls löschen.
Das Unternehmen hatte am Wochenende eingestanden, dass seine Kamera-Autos, die Fotos für die digitale Straßenansicht Google Street View machen und WLAN-Sendestationen kartographieren, entgegen vorheriger Beteuerungen auch persönliche Daten aus den drahtlosen Funknetzen gesammelt haben. Die für Google zuständige Datenschutzbehörde in Hamburg äußerte sich zunächst nicht zu ihrem weiteren Vorgehen. Man rede mit dem Unternehmen, sagte ein Sprecher am Montag. Eine Erklärung sei aber erst an diesem Dienstag zu erwarten.
Bei den gespeicherten Daten handelt es sich nach Angaben von Google in der Regel nur um Bruchstücke von Nutzdaten, da der Funkscanner fünfmal in der Sekunde den Empfangskanal wechsle. Nicht erfasst worden seien verschlüsselte Daten, die etwa im einem Webbrowser mit dem HTTPS-Protokoll geschützt gewesen seien. Für das "unabsichtliche" Ausspähen ist nach Unternehmensangaben ein Fehler beim Aufsetzen der Scan-Software verantwortlich. Google entdeckte den Fehler, als er einen detaillierten Fragenkatalog des für den Internetkonzern zuständigen Hamburger Datenschutzbeauftragten beantwortete.
Wegen der Sammlung persönlicher Daten aus ungeschützten drahtlosen Netzwerken stand Google insbesondere in Deutschland massiv in der Kritik. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) forderte eine lückenlose Aufklärung. Es müsse geklärt werden, "was eigentlich wie genau gespeichert wird", sagte Aigner am Samstag im Radiosender MDR Info. Die Daten müssten "sofort und vollumfänglich" gelöscht werden. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar forderte eine "detaillierte" Überprüfung des Umgangs von Google mit personenbezogenen Daten durch unabhängige Behörden.
Quelle: dpa
M schrieb:
am 18. Mai 2010 um 09:29:55
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Löschung
wird uns zumindest gesagt.
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