20.12.2010, 13:00 Uhr | Jens Müller
Google Street View darf keine Slips auf der Wäscheleine zeigen. (Symbolfoto: t-online.de) (Quelle: t-online.de)
Gaga-Klage aus Japan: Eine Frau hat Google verklagt, weil in dessen Straßenfoto-Dienst Google Street View ihre Unterwäsche auf einer Wäscheleine zu sehen war. Eigentlich ist das nichts Schlimmes, doch die Japanerin verlor durch die Folgen des Fotos ihren Job, musste umziehen und will jetzt Geld von Google.
Eine Japanerin hat den Suchmaschinenriesen Google wegen eines Unterwäsche-Fotos verklagt und Schadenersatz in Höhe von 600.000 Yen (etwa 5450 Euro) gefordert. Der Straßenfoto-Dienst Google Street View zeigte Aufnahmen ihrer Dessous auf der Wäscheleine vor ihrem Haus. Als die Frau das Foto bei einer Internet-Recherche nach ihrer Adresse entdeckte, sei sie von Angstgefühlen überwältigt worden, "ich könnte Opfer eines Sexverbrechens werden", berichtete sie der japanischen Mainichi Daily News. "Ich verlor meinen Job und musste die Wohnung wechseln."
Der Klageschrift zufolge litt die Japanerin bereits zuvor unter Zwangsstörungen. Nachdem die Frau das Foto entdeckt hatte, habe sich ihr Zustand allerdings verschlechtert. Sie war überzeugt, dass ihre täglichen Aktivitäten heimlich fotografiert werden. Diese Ängste beeinträchtigten die Japanerin in ihrer Arbeit in einem Krankenhaus, sodass sie den Job verlor. Zudem musste die Klägerin in eine neue Wohnung umziehen, um möglichen Sexverbrechern zu entkommen.
Bei der Verfahrenseröffnung erklärte die Frau, dass das Foto aus Google Street View entfernt wurde, kurz nachdem sie ihre Klage eingereicht hatte. "Ich hätte Verständnis für Google, wenn es nur ein Foto der Hausfassade gewesen wäre. Aber die Unterwäsche einer Person auf einer Wäscheleine zu zeigen, ist absolut falsch", sagte die Klägerin.
Als virtuelle Stadtrundfahrt ermöglicht Street View Ausflüge in fremde Metropolen vom eigenen Schreibtisch aus. Google Street View ist Bestandteil von Google Maps und Google Earth. Um von den Satellitenfotos der Kartendienste in die Straßenansicht zu wechseln, muss bei Google Maps ein gelbes Männchen auf die Landkarte gezogen werden. Google Earth 6 integrierte Street View komplett. Google startete Street View 2007 zuerst in den USA, Deutschland folgte im November 2010.
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Jens Müller
test 300 schrieb:
am 26. Dezember 2010 um 18:02:03
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japaner und fotos
wenn ich bei uns nen japaner als touristen sehe, knipst er ein foto nach dem anderen von uns und macht sich sein eigenes
street view aus deutschland. da wird bei uns auch solche bilder machen.
wenn google mal bei mir vorbeikommt häng ich ein schild mit "scheiß google" raus :)
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Minna schrieb:
am 21. Dezember 2010 um 06:21:02
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Wahrung der Privatsphäre
Meiner persönlichen Meinung nach ist "Google Street View" unnötig und eindeutig verfassungswiedrig - siehe
Grundrechte - siehe Schutz der Privatspähre. Die Orientierung mit GPS ist völlig ausreichend ! Die Politik hat sich auch hier einmal wieder der IT-Branche gebeugt, wie bei Killerspielen, dem Datenschutz bzw. Virenschutz im Internet, dem elektronischen Personal- u. Krankenausweis etc. Die Folgen werden wir, die Bürger, erst in Zukunft in vollem Ausmaß zu spüren bekommen!
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merkur schrieb:
am 20. Dezember 2010 um 22:49:44
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Schlüpferchen
es ist schon seltsam das gerade eine Japanerin sich aufregt - wo doch jeder Japaner überall auf der welt fotografiert was er
vor die Linse bekommt, egal wie schlüpfrig es ist.
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