23.11.2010, 10:05 Uhr | t-online.de, dapd
Google-Fans bewerfen verpixelte Häuser mit Eiern. (Screenshot: t-online.de)
Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben Fans von Google Street View gegen Hauseigentümer protestiert, die ihre Häuser in dem Internetdienst unkenntlich machen ließen. Unbekannte bewarfen am Wochenende angeblich mehrere Reihenhäuser im Essener Stadtteil Bergerhausen mit Eiern. Die Aktion richtete sich gezielt gegen Gebäude, die auf den Straßenbildern verpixelt sind.
An die Briefkästen der jeweiligen Häuser hätten die Täter Zettel mit der Aufschrift "Google's cool" geklebt. Das berichtete das Nachrichtenportal DerWesten.de am Montag unter Berufung auf Anwohner. Ein Polizeisprecher wollte den Vorfall gegenüber der Nachrichtenagentur dapd weder bestätigen noch dementieren. Ermittelt habe die Polizei nicht, da Eierwerfen kein Straftatbestand sei.
Google Street View startete am vergangenen Donnerstag in Deutschland. Zunächst lassen sich zwanzig deutsche Städte wie Berlin, München und Köln in dem Straßenfoto-Dienst betrachten, weitere werden folgen. Einwohner dieser Städte konnten vorab gegen die Abbildung ihrer Häuser widersprechen. Knapp 244.000 Bundesbürger legten vorab Widerspruch ein und ließen ihre abgebildeten Häuser überblenden. Google zufolge sollen alle Widersprüche bearbeitet sein, eine Garantie wollte der Internetkonzern jedoch nicht geben. Fehler könnten schließlich immer vorkommen. Bereits am Donnerstag zeigte sich, dass die Verpixelung in einigen Fällen wirkungslos ist: Googles eigene Dienste unterwanderten den Milchglaseffekt von Street View. Eigentlich verborgene Häuser ließen sich in Google Maps und Google Earth problemlos betrachten. Kurios: Die Berliner Bundesgeschäftsstelle der Grünen wurde gegen den Willen der Partei verpixelt.
Grundsätzlich kann jeder Bürger Widerspruch einlegen, falls er selbst, das eigene Auto oder die eigene Wohnung in Google Street View abgebildet ist. Widerspricht auch nur ein Mieter eines Mehrfamilienhauses gegen das Foto in Street View, wird das komplette Gebäude verwischt dargestellt. Dies kann nicht rückgängig gemacht werden, da Google ebenfalls die Originalaufnahmen verändert.
Quelle: t-online.de , dapd
Susan schrieb:
am 23. November 2010 um 21:22:43
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Weiter denken..
Hi, bin froh das ein Mieter unser Haus verpickselt haben wollte. Muß mich demnächst bewerben und wenn neuer potenzieller
Chef sieht in welchem Haus ich wohne (billig und nicht mehr so toll - aber wir fühlen uns wohl) kann dieser meinen, die stelle ich nicht ein für den Führungsposten wenn sie so wenig wert auf alles legt. Oder bei der nächsten Personaldebatte wegen Sozialplan - fliegt der mit dem schönsten Haus als erster, weil er es ja zur Not verkaufen kann.. :-(
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tissot1853 schrieb:
am 23. November 2010 um 16:33:03
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verpixelte Häuser
Ich finde jeder muß es für sich entscheiden,ob sein Haus verpixelt sein soll oder nicht.In ein paar Wochen redet kaum
noch einer darüber . Mit der Zeit werden immer weniger bei Street View reinschauen weil es öde wird .
Ich wohne in einer recht großen Stadt ,wenn ich da alle Straßen durchgehen würde brauchte ich schon einige Wochen.
Ok ! Man sieht sich mal ein Stadion an oder ein anderes Bauwerk ,aber nicht jedes Dorf oder jede Stadt.
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Dornröschen schrieb:
am 23. November 2010 um 16:03:18
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Street View
Ich habe das Gefühl, das die meisten Befürworter nur spannen wollen. Ihre bevorzugte Lektüre sind wahrscheinlich die
raschelnden bunten Blätter des deutschen Medienwaldes sowie eine Tageszeitung, deren Bildung sich auf dem Niveau der tiefsten Kanalisation befindet.
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