08.04.2008, 09:27 Uhr | Christoph Schmidt
Google Street View zeigt intime Einblicke - nicht immer sind die Betroffenen damit einverstanden. (Quelle: t-online.de)Ein Ehepaar aus Pittsburgh hat Google wegen dessen umstrittenen Street-View-Service verklagt. Internet-Nutzer konnten mit Hilfe von Street View einen Blick auf das private Anwesen von Aaron und Christie Boring werfen. Das Paar empfand dies als eine Bedrohung ihrer Sicherheit und behauptet dadurch psychische Schäden erlitten zu haben. Dabei hatte Google die Bilder offensichtlich rechtswidrig aufgenommen - nun muss ein Richter entscheiden.
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Google dringt auf Privat-Grundstück ein
Das Ehepaar Boring war nach eigenen Angaben nach Franklin Park, einem Vorort von Pittsburgh, gezogen, um dort in Ruhe und unbehelligt zu leben. Diese Privatsphäre sieht das Paar nun durch das unrechtmäßige Eindringen von Google auf ihr Grundstück gestört. Mitarbeiter der Suchmaschine waren mit einem Kamerabestückten Transporter in das als "Privat" gekennzeichneten Grundstück eingedrungen und hatten Bilder des Hauses der Borings aufgenommen.
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Jeder kann Bilder entfernen lassen
Google nannte die Klage unverhältnismäßig, da das Unternehmen jedem anbietet, Bilder aus dem Street-View-Angebot entfernen zu lassen. "Wir respektieren, dass Personen möglicherweise mit einigen Bildern auf der Seite unzufrieden sind", sagte Google-Sprecher Larry Yu gegenüber der Zeitung Pittsburgh Post-Gazette. Hätten sich die Borings mit solche einem Anliegen an Google gewandt, wären die Bilder umgehend aus dem Street-View-Angebot entfernt worden.
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Klage soll Googles Verhalten ändern
Doch darum geht es dem Paar nicht. Ihr Anwalt Dennis Moskal beschuldigt Google, mit dem unrechtmäßigen Eindringen der Google-Mitarbeiter auf das Grundstück der Borings auch deren Privatsphäre erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Moskal wies darauf hin, dass ein Gerichtsverfahren wohl der einzige Weg sei, das umstrittenen Verhalten eines Großkonzerns gegenüber der Öffentlichkeit zu ändern.
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Christoph Schmidt
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