
09.03.2010, 11:29 Uhr | Spiegel Online
Google will in einem Pilotprojekt erstmals auch das TV-Programm durchsuchen. (Quelle: dpa)
Google-Mitarbeiter testen eine Suchfunktion, die das herkömmliche Fernsehprogramm und Online-Inhalte zusammenbringt. Mit der Software für Set-Top-Boxen will das Unternehmen auch passgenaue Werbeclips direkt ins Wohnzimmer liefern.
Google greift um sich: Im Internet sind über Google geschaltete Anzeigen allgegenwärtig, auch auf dem Handy-Werbemarkt spielt der Such- und Werbekonzern eine wichtige Rolle. Nach Büro, Arbeitszimmer und Hosentasche drängt Google nun ins Wohnzimmer. Mitarbeiter testen derzeit eine neue Suchfunktion für den heimischen Fernseher, die TV-Sendungen und Online-Inhalte zusammenbringt.
Dazu hat Google eine eigene Software für Set-Top-Boxen entwickelt, berichtet das "Wall Street Journal". In Zusammenarbeit mit dem US-Satellitennetzbetreiber Dish Network testet eine kleine Anzahl von Google-Angestellten seit vergangenem Jahr die Fernsehprogramm-Suche. Gesteuert wird das TV-Programm nicht länger mit der Fernbedienung, sondern per Tastatur. So werden auch online verfügbare Inhalte von Videoportalen wie Googles YouTube oder der Networks selber gefunden und abgespielt.
Dabei geht es Google natürlich, wie bei praktisch allen Produkten, um maßgeschneiderte Werbung. Im Geschäft mit Fernsehwerbung ist der Konzern seit 2007, über ein Online-Tool kann auf Werbeplätze geboten werden - auf Zielgruppen zugeschnitten, sowohl online als offline. Doch für den Erfolg des Werbeclip-Geschäfts fehlt Google bisher der direkte Zugang zu den Fernsehzuschauern. Im Test geben die eingegebenen Suchwörter, ähnlich wie bei der Internet-Suche, Hinweise auf die momentanen Interessen der Zuschauer, so dass sich passgenau Werbeclips einspielen lassen.
Das versucht die Werbeindustrie bereits seit den Kindertagen des Fernsehens, indem sie Zuschauerprofile bestimmter Sender, Zeitfenster und Programme erfasst und zielgerichtet Werbung mit möglichst wenig "Streuverlust" schaltet (die sogenannte "Mediaplanung"). Der Streuverlust lässt sich aber nicht völlig vermeiden, so lange man Programm und gezeigte Werbung nicht entkoppeln kann. Das aber wird durch digitale Distribution vor allem über Kabelnetzwerke möglich: Jetzt muss man noch sein Kunden erfassen und Zielgruppen zuordnen.
Auch Google wittert bei den individuell angesprochenen Mikro-Zielgruppen ein großes Geschäft. Schließlich wird TV-Werbung so auch für kleine Unternehmen attraktiv, die nicht Tausende Dollar für die Schaltung von Werbeclips übrig haben - sondern nur Haustierfreunde in einer bestimmten Stadt ansprechen wollen. Doch die Plattform, über die ein Zusammenschluss von Kabelbetreibern in den USA maßgeschneiderte Werbung an eng definierte Zielgruppen oder sogar einzelne Haushalte ausliefern will, verzögert sich bisher aufgrund technischer Probleme.
Die Verschmelzung von Fernsehen und Internet ist bisher vor allem Sache der Kabel- und Satellitennetzbetreiber, die ihre Kunden mit Online-Videotheken, Digitalkanälen und allerlei Extras versorgen. In Deutschland sind das beispielsweise Kabel Deutschland, die Telekom oder Hansenetz mit der Marke Alice. Die Unternehmen setzen dabei ihre eigene Software ein, die auf Set-Top-Boxen der Zuschauer läuft - und nichts anderes.
Das ist so gar nicht in Googles Interesse. Damit das Unternehmen Werbeclips auf den Fernseher bringen kann, braucht es den Zugang zu den Set-Top-Boxen. Das Unternehmen setze deswegen auf das Handy-Betriebssystem Android, das maßgeblich von Google entwickelt wird, als offenen Standard für die Hardware im Wohnzimmer, zitiert das "Wall Street Journal" Insider. So könnten nicht länger nur die Kabelnetzbetreiber Inhalte und Werbung liefern, sondern auch Drittanbieter Google versucht bereits, Hardware-Hersteller und Netzbetreiber vom Android-Betriebssystem zu überzeugen. So käme das Internet ohne weitere Geräte und Kabel ins Wohnzimmer - und damit auch Apps, mit allen Vor- und Nachteilen.
Quelle: Spiegel Online
M schrieb:
am 10. März 2010 um 09:45:12
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lol
Warum ich bin zwar nen kerl, abe rich mag Tampon Werbung oder Haarwasch/färbe/pflegemittel. derart überzogene seltsame Sachen die
Frauen da eingeredet werden sind doch zum schießen komisch/dämlich. darauf möcht ich nicht verzichten wollen.
Erst rillen Ins Tampon, damit die Blutung besser fließt (am Tampon vorbei). Dann bekams "Flügel" damit nix vorbeifließen kann, was den Frauen wohl unangenehm war. Nun sidn die Rillen geschwungen, was den abfluß bremst (was eigentlich der sinn der rill
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SET schrieb:
am 9. März 2010 um 16:36:36
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Google
Das war so toll wo google noch klein war und kau jemand es kannte... Jetzt ist Google groß und stenkert überall rum...
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Neumichel schrieb:
am 9. März 2010 um 14:56:09
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Google
Jetzt geht es schon so weit, dass Google wissen will, welche TV-Sendung wir gerade schauen, um uns dann mit der passenden Werbung
zuzumüllen. Google ist nicht nur lästig sondern wird langsam höchst gefährlich, was den Daten- und Privatphäreschutz der Bürger betrifft. Hoffentlich wachen unsere Datenschützer jetzt mal auf und und gebieten diesem Konzern JETZT endlich mal Einhalt.
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