17.02.2011, 11:34 Uhr | t-online.de
Google ist bei der Plagiatssuche besser als spezielle Software. (Symbolfoto: imago)
Verteidigungsminister zu Guttenberg soll für seine Doktorarbeit fremde Texte abgeschrieben haben. Deshalb wird aktuell mit politischer Brisanz über Plagiate diskutiert. Um Copy & Paste-Diebstahl auf die Schliche zu kommen, bieten verschiedene Anbieter Software an, die Plagiate aufdecken soll. Doch die Software taugt nicht viel, sagt Deborah Weber-Wulff von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin. Sie empfiehlt ein kostenloses Tool, um Abschreibern auf die Schliche zu kommen: Google.
"Ich kann keines der Systeme für die generelle Benutzung empfehlen", sagt die Professorin für Medieninformatik, die seit 2004 regelmäßig Plagiats-Software unter die Lupe nimmt. Am besten fährt die Wissenschaftlerin immer noch mit Google. Im vergangenen Jahr testete Weber-Wulff 26 Programme. Das Ergebnis ist niederschmetternd. Fünf Programme erwiesen sich als "teilweise nützlich", neun sind jedoch "kaum nützlich" und weitere zwölf sogar vollkommen nutzlos.
"Auch die besten Systeme finden maximal 60 Prozent der Plagiatsfälle", kritisiert die Professorin - zu wenig für den Einsatz in der Hochschule. Sinnvoll sei die Software allenfalls, wenn der Nutzer einen konkreten Verdacht habe, aber anderweitig nicht fündig werde. Das Problem bei der Analyse ist: Software kann Kopien finden, aber nicht alle Arten von Ideenklau. Deborah Weber-Wulff verdeutlicht: "Wenn ich einen Gedanken von anderen nehme und überarbeite, kann das ein Plagiat sein." Die Textpassagen unterscheiden sich und die Software hat damit nichts mehr zu beanstanden.
Medieninformatikerin Weber-Wulff setzt dagegen auf Google und empfiehlt: "Bei Verdacht muss man ein paar spezifische, seltene Wörter, die im Text nahe beieiander stehen, in die Suchmaschine eingeben." Das hätte auch im Fall Guttenberg geholfen. Wer etwa die Wörter "säkularer laizistischer" und "multireligiösen" googelt, stößt schnell auf den Artikel, aus dem der Verteidigungsminister abgeschrieben haben soll. Dabei findet die Suchmaschinen sogar durchaus Texte, die nicht offen im Netz zugänglich sind. Denn viele wissenschaftliche Zeitschriften erlauben Google und Co., die Artikel zu indizieren. Folgt der Nutzer einem solchen Link, landet er oft auf einer Seite, auf der er sich anmelden muss und die Inhalte dann gegen Gebühr einsehen kann.
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Quelle: dpa
pupsi schrieb:
am 22. Februar 2011 um 10:17:08
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plagiat-affäre
die politik hat's wiedermal geschafft, jeder kann jetzt seinen gedankenmüll ablassen und zwar gezielt in eine richtung. zum
anheizen noch ein kommentar einer politgrösse und von den eigen problemen wird kurzzeitig abgelenkt bis man was neues gefunden hat. aber achtung- es kann jeden treffen, der feind schläft nicht.
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Gina schrieb:
am 21. Februar 2011 um 16:32:51
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Plagiat?
Es ist doch lächerlich. Da hat er seine Zitate z.T. nicht vollständig gekennzeichnet und alle machen mit einer Hetzjagt gleich ein
Verbrechen daraus. Es gab ja sonst nichts an seiner ordentlichen Arbeit, als Minister, auszusetzen. Und das, obwohl ja ständig und verzweifelt danach gesucht wird! Meine Hochachtung: Soviel Neid muss man sich ersteinmal verdienen!
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Josef schrieb:
am 21. Februar 2011 um 12:09:33
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Plagiate
Ich muß mich schon über uns Deutsche wundern.Es ist nun einmal herrausgekommen, das ist Fakt.Hier hat G. sein anspruchs Denken nur
für sich in Anspruch genommen. Hier geht es nicht um einen Diebstahl von Kirschen aus Nachbars Garten. Es geht um Ehrlichkeit und Werte gegenüber dem Deutschen Volk.Soll es so weiter gehen mit unehrlichen Bankern, Politikern, undurchsichtigen Verträgen, gegenüber den Deutschen Volk.Es muß "einen Ruck geben", nur die Politiker haben es noch nicht verstanden.
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