04.01.2012, 15:33 Uhr | Andreas Lerg
US-Urheberrechtsgesetze SOPA und PIPA sind umstritten. (Quelle: Symbolbild: imago)
Die größten Internetkonzerne der Welt erwägen die zeitweise Abschaltung ihrer Dienste. Google, Amazon, Facebook, eBay und Twitter wollen so gegen neue Gesetze in den USA demonstrieren, die den Urheberrechtsschutz im Internet stärken sollen. Kritiker bemängeln, dass diese Gesetze der staatlichen Zensur beliebiger Internetinhalte den Weg ebnen könnten.
Ende Januar will der US-Kongress Gesetze zur Stärkung des Urheberrechtsschutzes im Internet beschließen, den so genannten Stop Online Piracy Act (SOPA) und den Protect IP Act (PIPA). Die Interessengruppe NetCoalition, gegründet von Internetkonzernen wie Google, Amazon, eBay, Facebook, Twitter und anderen, überlegt, mit einer drastischen Protestaktion zu reagieren: Die namhaften Mitgliedsfirmen könnten ihre Dienste zeitweise komplett abschalten und auf ihren Internetseiten auf die negativen Konsequenzen der neuen Gesetze hinweisen. "Sowas ist bisher noch nie passiert. Aber es wird ernsthaft darüber diskutiert", erklärte Markham Erickson, Vorsitzender der NetCoalition dem US Branchendienst CNet.
Vereinfacht ausgedrückt, sollen diese Gesetze Internetprovider und Diensteanbieter verpflichten, bestimmte Angebote auf Anordnung von US-Behörden zu blockieren oder aus ihrem Index zu löschen. Diese Blockade von Inhalten und Diensten werten die Internetkonzerne als Zensur und als Beschränkung der Meinungs- und Informationsfreiheit im Internet. Sergey Brin, einer der Gründer von Google, kommentiert die Gesetze sehr kritisch: "Das würde uns auf eine Stufe mit den repressivsten Ländern der Welt stellen."
Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zu den beiden neuen US-Gesetzen.
Laut einem Bericht der Welt haben auch einige deutsche Internetfirmen ihre US-Kunden in Briefen davor gewarnt, dass diese geplanten Gesetze die technischen und wirtschaftlichen Grundlagen des Internet gefährden. Mittlerweile sind die Gesetzesvorhaben sogar bei einigen Urheberrechtsinhabern umstritten. So haben Microsoft, Sony, Nintendo und Electronic Arts ihre vormalige Unterstützung des Gesetzgebungsverfahrens zurückgezogen, wohl aufgrund des Protestes der eigenen Kunden und Nutzer. Das europäische Parlament hat eine Resolution verfasst, die betont, dass die Integrität des weltweiten Internet und die Freiheit der Kommunikation nicht durch Maßnahmen gefährdet werden dürfen, die eine Blockade von IP-Adressen oder Domainnamen vorsehen.
Erzeugen Sie Bilder, wie man sie sehen will: glasklare, leuchtende Aufnahmen mit brillanten Farben und faszinierendem Detailreichtum in den Lichtern und Schatten. Ihr Fotolabor bei Softwareload
Andreas Lerg
Kowalski schrieb:
am 13. Januar 2012 um 19:09:26
(9)
(0)
wollen abschalten
alles Bluff
Der amerikaniscvhe Geist der Unterjochung der restlichen Welt ist bei Allen wach.
Kommentar melden
pseudo schrieb:
am 5. Januar 2012 um 12:43:08
(18)
(28)
Find ich gut
Vielleicht merken die Leute dann, das sie auch ohne auskommen. Kauf ich halt nichts bei ebay. Ist eh nur noch ein Händlerforum.
Suchen kann ich auch mit anderen Suchmaschinen und Facebook braucht sowieso keiner. Und Amazone auch nicht. Man sollte diese seiten dann nach erneuter Anschaltung auch nicht mehr benutzen. Geht doch auch ohne.
mehr
Kommentar melden
Bert schrieb:
am 5. Januar 2012 um 12:33:31
(17)
(29)
Geklüngel
Sollen sie doch alle von Netz gehen, ist doch eh ein einziges Geklüngel das sich die Daten von Usern gegenseitig zuschustert. Ich
nutze keine dieser Seiten. Bei uns würde das Kartellamt prüfen ob geheime Absprachen bestehen. Ach ja, das Kartellamt gibts in Wirklichkeit ja gar nicht, ist ja ne Scheinbehörde die nur Geld kostet...
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Internet Explorer 9: Flotter Seiten- aufbau bei voller Sicherheit. mehr
Neues Oberklassen-Smartphone mit 4,7-Zoll-Display. zum Video