03.08.2010, 10:35 Uhr | Jens Müller
US-Stadt Riverhead entdeckte illegale Pools mit Google Earth. (Symbolfoto: t-online.de) (Quelle: t-online.de)
Mit Google Earth lässt sich mehr als die Heimat aus dem Weltall erkunden: Mit der beliebten Karten-Software können sogar illegal errichtete Swimming-Pools ausfindig gemacht werden. So geschehen in der US-Stadt Riverhead. Dort hat die Stadtverwaltung mit Google Earth über 250 Pools entdeckt, für die keine Anträge gestellt wurden.
Die Kleinstadt Riverhead im US-Bundesstaat New York hat mit der Satellitenfoto-Software Google Earth über 250 Swimming-Pools in Hinterhöfen entdeckt, für die keine Anträge bei der Stadt eingereicht wurden. Den Besitzern dieser illegal errichteten Pools drohen nun saftige Geldstrafen. Bislang soll die Stadt bereits 75.000 US-Dollar an Strafen eingezogen haben, berichtete der Lokalsender My Fox New York.
Den Vorwürfen, der Einsatz von Google Earth zur Pool-Spionage erinnere an Big Brother, entgegnete die Stadtverwaltung mit Sicherheitsbedenken. Bei einem nicht genehmigten Pool sei nicht gewährleistet, dass Pumpen, Elektrik und die Umzäumung den Richtlinien entsprächen, sagte der Bauaufsichtsbeauftragte von Riverhead Leroy Barnes Jr. "Mir liegt viel an einem sicheren Pool." Datenschützer kritisierten das Vorgehen. Google Earth diene mittlerweile als Werkzeug für geldgierige Lokalbehörden.
Dabei ist Riverhead nicht die erste Stadt, die mit Google Earth den illegalen Bautätigkeiten ihrer Einwohner auf die Schliche kommt. Im September 2008 wurde bekannt, dass immer mehr australische Bezirksverwaltungen die Bilder der Kartensoftware mit Bebauungsplänen abglichen und so Anbauten ohne Genehmigung aufspürten. "Das Programm ist frei verfügbar und kann von jedem verwendet werden. Es gibt also keinen Grund, dass die Behörden dieses Werkzeug nicht einsetzen sollten", rechtfertigte sich damals die Bürgermeisterin der Stadt Yarra, Judy Morton.
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In Großbritannien hingegen nutzten Jugendliche Google Earth, um Privatschwimmbäder zu finden und nachts darin zu baden. Eines der ersten Opfer des Trends war vor zwei Jahren die südenglische Stadt Bournemouth. Einem Artikel der Daily Mail zufolge missbrauchten jugendliche Badefreunde gleich zwei Pools in einer Woche. Überraschte Schwimmbadbesitzer entdeckten mitten in der Nacht betrunkene Teenager beim Planschen in ihrem Hinterhofbecken. Mit Google Earth hatten die Jugendlichen die Pools gefunden und sich über Facebook zu den Spontan-Partys in fremden Gärten verabredet.
Quelle: t-online.de
ich schrieb:
am 27. August 2010 um 11:34:30
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frechheit
hey, es ist eine frechheit, ohne parkscheibe zu parken. und es ist eine frechheit, wenn sich die park-schmarotzer dann auch noch
beschweren, wenn man ihnen auf die schliche kommt.
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ackerpower schrieb:
am 8. August 2010 um 19:45:14
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Unrechtsbewusstsein ade?
Bisher stehen hier 6 Seiten Kommentare. Keiner davon setzt sich mit der Frage auseinander, ob die Bestrafung
aufgrund eines nicht genehmigten Pools vom "bösen" Google Earth Satelitten verschuldet wurde oder dem "bösen" Amt, oder ob nicht viel eher der Bauherr, der sich über das Gesetz hinweggesetzt hat, die eigentliche Ursache geschaffen hat. Privatsphäre ok, aber man möge diese bitte nicht als Deckmantel missbrauchen, um absichtliches Fehlverhalten zu verbergen. Das riecht oft nach Doppelmoral!
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frankd schrieb:
am 4. August 2010 um 16:05:17
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google software
Irgendwie erreichen die da oben doch noch was sie wollen, den gläsernen Bürger. Überwachungsstaat läßt grüßen!
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