Sascha Plischke
Nordkorea strotzt vor geheimen Anlagen, egal ob es sich dabei um verborgene Militäranlagen, Gefangenenlager oder die streng bewachten Paläste von Diktator Kim Jong-Il handelt. Doch was die nordkoreanischen Machthaber so gerne vor den Augen der Welt schützen möchten, kann sich in Google Earth jedermann problemlos ansehen – nicht selten bis ins letzte Detail. Eine Gruppe amerikanischer Studenten hat es sich zur Aufgabe gemacht, so alle Geheimnisse des Landes aufzudecken – und sind damit erfolgreicher als mancher Geheimdienst.In unserer Foto-Show zeigen wir Ihnen die aufregendsten Entdeckungen.
Ein Anwesen mit riesigem Grundstück, eigenem Bahnhof und sogar einer privaten Pferderennbahn – so prunkvoll lebt der nordkoreanische Diktator Kim Jong-Il. Und die Anlage nur ein Palast von vielen, zwischen denen der Herrscher in einem Panzerzug hin und her fahren soll. Der Standort vieler dieser Anlagen ist geheim, der Zutritt streng reglementiert. In Google Earth aber lässt sich der Palast komplett ausspionieren. Hier können Hobby-Spione den Eingang zur streng bewachten unterirdischen Gleisanbindung finden oder Kim Jong-Ils privaten Swimming Pool aufspüren.
Genau solchen Geheimnissen ist Curtis Melvin auf der Spur, Doktorand an der George Mason University im US-Bundesstaat Virginia. Gemeinsam mit rund einem Dutzend Mitstreitern hat er ein Verzeichnis streng geheimer Orte in dem seit mehr als 60 Jahren hermetisch gegen den Westen abgeschotteten Land erstellt. Die umfangreichen Ergebnisse ihrer jahrelangen Recherchen lassen sich seit einigen Monaten in dem Blog North Korea Uncovered von Jedermann abrufen - als Google-Earth-Layer zum Download..
Interessierte bekommen plötzlich Zugang zu den bestgehüteten Geheimnissen des nordkoreanischen Militärs. Denn neben den Palästen des Diktators, den Standorten aller Dämme des Landes und sogar dem Verlauf des Stromnetzes enthüllen die Freizeit-Agenten auch die Abschussrampen für die aufsehenerregenden Raketentests des nordkoreanischen Militärs. Als besonderes Schmankerl verrät das Projekt auch noch den Ort der unterirdischen Atombomben-Tests, die Nordkoreas Nachbarn in helle Aufregung versetzten.
Unsere Foto-Show zeigt einige der interessantesten Entdeckungen. Hier können Sie die Villen-Siedlungen der Herrscherklasse des Landes begutachten oder Flugzeuge auf geheimen Luftwaffenbasen zählen. Und wenn Sie dann noch nicht genug haben, können Sie gleich noch den Militärgeheimnissen der USA, China oder Russlands nachspüren. Oder folgen Sie uns auf eine Entdeckungstour zu anderen verbotene Zonen rund um den Globus, die Google Earth für jeden einsehbar macht.
Für Google Earth gibt es jede Menge nützliche Gratis-Erweiterungen. Eine Auswahl der besten stellen wir Ihnen in unserem Video vor.
Sascha Plischke
Semper schrieb:
am 3. Mai 2010 um 09:08:17
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aha.
Studenten, die mittels Google Earth zu 007 Sidekicks mutieren und glauben, sie würden Staatsgeheimnisse lüften und gleichzeitig auch
noch so manch gestandenen Geheimdienst informationstechnisch abhängen?! Ähm, ja klar... weil ja Aufklärung aus dem Himmel/All erst durch Google erfunden wurde :D Mal ganz davon abgesehen, dass es alles öffentlich bekannte Anlagen sind, von denen seit Jahren sämtliche Details im Internet stehen. Zumindest haben die kleinen Racker ein Hobby, neben ihrem Studium^^
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Weißer Helge schrieb:
am 3. Mai 2010 um 08:44:28
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Was für ein Hype
Ist ja cool: Wusste noch gar nicht, dass man als Spion neuerdings nur noch jahrealte Fotos in Goolge Earth beschriften
muss.
Als ob die Flugzeuge auf der Basis noch nie zuvor gezählt worden wären ...
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Roman schrieb:
am 3. Mai 2010 um 08:36:46
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John Doe's Kommentar
wenn man sich nur ein klein wenig mit Politik befasst, erkennt man den feinen Unterschied zwischen Nordkorea und den
USA/Israel. Letztere sind demokratische Rechtsstaaten.
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