12.03.2010, 13:07 Uhr | dpa
Google-Hauptquartier in China mit chinesischer Flagge (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Chinas Regierung beharrt darauf, dass Google seine Suchergebnisse zensiert. Nach einem großangelegten Hackerangriff auf den Konzern im Januar wollte sich der Internetriese nicht länger der Internet-Zensur in China beugen und drohte mit Rückzug.
Die Pläne von Google seien "unverantwortlich und unfreundlich" und widersprächen Chinas Gesetzen und Vorschriften, sagte der Minister für Industrie und Informationstechnologie, Li Yizhong, am Freitag bei einer Pressekonferenz am Rande der Tagung des Volkskongresses in Peking. Dem US-Unternehmen stehe es frei, China zu verlassen oder zu bleiben. Google werde jedoch "die Konsequenzen tragen müssen", wenn das Unternehmen seine Ergebnisse nicht mehr filtert, warnte der Minister.
Derzeit verhandelt der Konzern mit den chinesischen Behörden. Google-Chef Eric Schmidt hatte diese Woche angekündigt, die Gespräche kämen bald zu einem Abschluss. Google hatte damit gedroht, sein China-Geschäft einzustellen. Sollte die chinesische Suchmaschine geschlossen werden, will Google aber offenbar seine anderen Geschäfte in China weiter verfolgen und sich nicht komplett zurückziehen.
Quelle: dpa
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