04.02.2011, 08:55 Uhr | Andreas Lerg
Google wettet um 20.000 Dollar, dass Chrome unhackbar ist. (Symbolbild: ddp) (Quelle: ddp)
Der Browser Chrome ist praktisch unknackbar - davon ist Entwickler Google felsenfest überzeugt. Der Internetriese hat die Hackergemeinde offen aufgefordert, ihr Glück zu versuchen. Wem es gelingt, über ein Sicherheitsleck von Chrome einen PC mit einem Trojaner zu verseuchen, erhält von Google ein Preisgeld von 20.000 Dollar. Doch Google ist sich sicher: An Chrome beißt sich jeder Hacker die Zähne aus.
Der weltgrößte Internetkonzern fordert Hacker mit einer kniffeligen Aufgabe heraus. Auf dem Hackerwettbewerb Pwn2Own 2011, der vom 9. bis 11. März stattfindet, soll ein Windows 7-Notebook mit dem Browser Chrome via Internet geknackt werden. Doch Google ist sich sicher, gut vorgesorgt zu haben. Bei der Programmierung von Chrome hat Google für ein sehr komplexes Sicherheitssystem gesorgt: Jede Internetseite wird in einer so genannten Sandbox geöffnet, eine Art virtuelle Quarantäne, die vom restlichen System abgeschottet ist. Trojaner oder andere Schädlinge, die über eine verseuchte Webseite auf den PC gelangen, können demnach nicht auf das System übergreifen.
Google hat sich selbst beim Veranstalter von Pwn2Own 2011 gemeldet und das bisher höchste Preisgeld angeboten. Die Aufgabe: Hacker müssen über das Internet in den Browser eindringen, eine Schwachstelle finden und ausnutzen, um so die Sandbox zu überwinden. Dabei ist es verboten, Betriebssystemfehler oder Lücken in Browser-Erweiterungen auszunutzen. Die Hacker müssen den Chrome-Browser selbst knacken und dürfen keine Umwege benutzen. Bisher konnte die Chrome-Sandbox noch nicht geknackt werden. Googles Kalkül: Falls es doch jemandem gelingen sollte, kann Google diese brisante Sicherheitslücke schließen, ohne dafür übermäßig viel Geld an hauseigene Sicherheitsexperten zu zahlen, die möglicherweise Wochen oder Monate benötigen, um den Fehler zu finden. 20.000 Dollar sind ein Klacks für einen Weltkonzern, der im allein im vergangenen Jahr fast 30 Milliarden US-Dollar Umsatz verzeichnete.
Auf dem Hackerwettbewerb winken weitere Preisgelder. Veranstalter TippingPoint hat insgesamt 105.000 Dollar (knapp über 77.000 Euro) ausgelobt. Die Hacker haben dabei die Aufgabe, in den gängigen Browsern auf den Betriebssystemen Windows 7 und Mac OS X Snow Leopard bisher unbekannte Sicherheits-Lücken ausfindig zu machen und anzugreifen. Außerdem sollen auch unbekannte Schwachstellen in allen gebräuchlichen Smartphone-Betriebssystemen aufgedeckt werden.
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Andreas Lerg
jimm schrieb:
am 7. Februar 2011 um 06:06:09
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Nichts neues...
Hacker sind in der Szene eher die guten "Leute" die eben gegen bezahlung Sicherheitslücken ausfindig machen sollen. Es gibt
auch Wettbewerbe von hohen stellen z.B im Jahre 2000 von den USA ( Verteidigungsministerium ) wo dann eintritte zu Unis vergeben werden die hoch angesehen sind. Das Böse ist daher eher, der Cracker der mit dem Wort Hacker beschrieben wird. Cracker, sind in jeder Szene zu finden, Spiele, Fernsehn, Filme usw.. ( Verschlüsselungen ) aber auch Sabotage von Sensibelen Daten.
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Atilla schrieb:
am 6. Februar 2011 um 13:20:18
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Chrome
Wer glaubt, es gäbe ein absolut sicheres System, der irrt. Chrome ist hackbar, es dürfte nr nicht ganz so einfach sein. Google
bekommt so für wenig Geld die Sicherheitslücken präsentiert - und lenkt dabei auch noch vom wirklich gefährlichen Part des Browswers ab: dem Datensammeln beim Benutzer !!
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Edgar schrieb:
am 6. Februar 2011 um 11:19:37
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Google Chrome
@Harry: Na dann träum schön weiter. Sicher ist, das nichts sicher ist.
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